Ankündigung 21. #BIBchatDE am 03.12.2018 – „Qualitätsmanagement in Bibliotheken“

Im letzten BibChatDE des Jahres 2018 möchten wir mit Euch zum Thema „Qualitätsmanagement in Bibliotheken“ diskutieren. Wir alle möchten gute Arbeit leisten. Aber wie können wir gewährleisten, dass unsere Bemühungen den gewünschten Erfolg versprechen? Angefangen mit der Qualitätskontrolle am Fließband haben sich in der Wirtschaft verschiedene Ansätze des Qualitätsmanagements entwickelt.

Qualitätsmanagement (QM) bezeichnet alle organisatorischen Maßnahmen, die der Verbesserung der Prozessqualität, der Leistungen und damit den Produkten jeglicher Art dienen.Der Begriff Leistungen umfasst im QM die Dienstleistungen, geht aber über den üblichen Begriff hinaus und betrifft vor allem die innerorganisatorischen Leistungen. (Auszug aus Wikipedia „Qualitätsmanagement“)

Qualität bezeichnet die Gesamtheit von Merkmalen eines Produktes oder einer Dienstleistung bzgl. ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Anforderungen zu erfüllen. (ISO 9001:2000)

Seit den 80er Jahren existieren universelle QM-Modelle, in denen Kriterien zur Bewertung der Qualität fest definiert und Unternehmensprozesse ganzheitlich untersucht werden. Diese Modelle sind auf alle Organisationen übertragbar.Beispiele dafür sind zum Beispiel das Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM) oder das Total-Quality-Management (TQM). Darüber hinaus gibt es auch verschiedene branchenspezifische Qualitätsmanagementmodelle.

Zertifiziertes Qualitätsmanagement

Die Stadtbibliothek Freiberg am Neckar (~16.000 Einwohner) war im Jahre 2001 Vorreiter bei der Zertifizierung von Öffentlichen Bibliotheken nach ISO 9001:2000. Im Februar 2006 wurde erstmals ein gemeinsames Qualitätsmanagement-Verfahren gleichzeitig in mehreren Bibliotheken in NRW durchgeführt. Das ermöglichte auch einen Betriebsvergleich. Auf Initiative der Fachstellen Köln und Düsseldorf wurden sieben öffentliche Bibliotheken (Dormagen, Erkrath, Leichlingen, Neuss, Krefeld, Radevormwald und Wesel) nach ISO 9001:2000 zertifiziert. Leitendes Prinzip dabei war die Zufriedenheit der Kunden. Die Prüfung und Zertifizierung erfolgten dabei durch den TÜV-Süd.

Eine Auswahl von bibliotheksspezifischen QM-Modellen:

Video: Was ist Qualitätsmanagement?

Fragen:

  1. An was kann man eurer Meinung nach die Qualität einer Bibliothek messen? (20:05 Uhr)
  2. Gibt es bei euch ein Qualitätsmanagement und wie sieht das aus? (20:15 Uhr)
  3. Wo könnten die Grenzen des Qualitätsmanagement liegen? (20:25 Uhr)
  4. Welche Bibliotheken oder andere Einrichtungen kennt Ihr, die an zertifizierten QM-Verfahren teilnehmen? (20:35 Uhr)
  5. Habt ihr noch weitere Tipps, wie eine Bibliothek Qualität sichern kann ohne ein zertifiziertes Verfahren? (20:45 Uhr)

Weiterführende Links:

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Über Dirk Ehlen

Hallo, mein Name ist Dirk Ehlen. Ich habe an der FH Köln den Bachelor in Bibliothekswesen gemacht und direkt danach bei der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken in NRW angefangen. Ich beschäftige mich vor allem mit digitalen Angeboten Öffentlicher Bibliotheken und wie diese an die Besucher vermittelt werden können. Ich bin außerdem auf den Social Media Kanälen der Fachstelle aktiv. Im Rahmen meiner Tätigkeit lasse ich mir keine Gelegenheit entgehen, um über Bibliotheken und deren Rolle und Bedeutung in der Gegenwart und der Zukunf zu sprechen. Ich freue mich deshalb auf das Experiment #BIBChatDE. Auf Twitter findet man mich unter @dirk_ehlen oder unter dem Account der Fachstelle als @oebib_nrw.

2 Gedanken zu „Ankündigung 21. #BIBchatDE am 03.12.2018 – „Qualitätsmanagement in Bibliotheken“

  1. Hallo Herr Ehlen,
    eine schöne Einführung ins Thema und recht gute Fragen. Vom Modell der TU München möchte ich jedoch abraten, da ich dieses nicht für repräsentativ bzw. für nicht relevant für Öffentliche Bibliotheken halte. In verschiedenen Publikationen wie z.B. in ProLibris aber auch zuletzt im Bibliotheksdienst Heft 10-11 / 2015 habe ich versucht aktuell in Öffentlichen Bibliotheken angewandte Systeme einander gegenüber zu stellen. Inzwischen tut sich aber noch einiges mehr. Es lohnt sich auch ein Blick nach Thüringen.
    Beste Grüße

    • Hallo Herr Sprung,

      vielen Dank für Ihren Kommentar und die Einschätzung zur Zusammenfassung und den Fragen. Das Thema soll allgemein diskutiert werden und schließt die Universitätsbibliotheken bewusst nicht aus. Interessanterweise wurde viel mehr im Bereich der Öffentlichen Bibliotheken publiziert. Das Beispiel der TU München soll also weniger zur Nachahmung dienen, als zu zeigen, dass auch Wissenschaftliche Bibliotheken mit Thema arbeiten.

      Ihr Beitrag aus dem Jahr 2015 ist mittlerweile als Open Access Dokument veröffentlicht. Hier der Link (für die Mitleser): https://www.degruyter.com/view/j/bd.2015.49.issue-10-11/bd-2015-0122/bd-2015-0122.xml?format=INT

      Beste Grüße

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