Ankündigung 28. #BIBchatDE – „Das Image von Bibliotheken im öffentlichen Bild“ am 1. Juli 2019

Das Image von Bibliotheken im öffentlichen Bild.

Ihr habt Euch entschieden. Am kommenden Montag diskutieren wir über das Image von Bibliotheken im öffentlichen Bild. Wir werden uns also mit dem Ruf deutscher Bibliotheken beschäftigen und darüber reden, ob sie diesem gerecht werden. Was verbinden die Menschen mit Bibliotheken und was hat das (noch) mit dem zu tun, was tagtäglich zwischen den Regalen in ganz Deutschland geschieht? Die folgenden Fragen werden wir uns gemeinsam stellen:

F1: Wenn ich an Bibliotheken denke, denke ich an… Vervollständige den Satz und sag uns, welches Verhältnis du zu Bibliotheken hast (z.B. „Ich besuche regelmäßig Bibliotheken“; „Das letzte mal war ich als Kind in einer Bibliothek“; „Ich arbeite in einer Bibliothek“…)

F2: Wie sieht die Öffentlichkeit Deiner Meinung nach Bibliotheken und wodurch wird dieses Bild bestimmt? Ist das Image eher positiv oder negativ behaftet?

F3: Brauchen Bibliotheken einen Imagewandel? Wenn ja, wie müsste dieser aussehen?

F4: Was können wir zur Veränderung des Images von Bibliotheken beitragen?

Zur Einstimmung:

Ein im Rahmen der Kampagne „Netzwerk Bibliothek“ entstandener Imagefilm für Bibliotheken.

Eine kleine Auswahl von Imagefilmen aus der Bibliothekswelt:

Stadtbibliothek Bremen; Treffpunkt Bibliothek (Imagefilm der Öffentlichen Bibliotheken Niederösterreichs); Zentralbibliothek Duisburg; Bibliothek am Umweltcampus Birkenfeld (UB Trier); Zukunft bewahren (Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar); Netzwerk Bibliothek (Deutscher Bibliotheksverband); Universitätsbibliothek der LMU-München;

Zwei Begriffsdefinitionen:

Image (Psychologie)

(= I.) [engl. image Bild], [AO, KOG, SOZ, WIR], auf gesammelten Eindrücken basierendes, sozial geteiltes Vorstellungsbild, das Angehörige von Gruppen (z. B. Konsumenten oder Wähler) von einem Meinungsgegenstand haben, insbes. von Marken (Bsp. Nivea), Firmen (Bsp. Lufthansa), Institutionen (Bsp. Greenpeace), Persönlichkeiten (Bsp. Bono) und Konzepten (Bsp. Bio).

Auszug aus Dorsch Lexikon der Psychologie, online verfügbar unter: https://m.portal.hogrefe.com/dorsch/image/ (zuletzt geöffnet am 27.06.2019)

Image (Wirtschaft)

Konzept aus der Markt- und Werbepsychologie, das als die Quintessenz der Einstellungen verstanden werden kann, die Konsumenten einem Produkt, einer Dienstleistung oder einer Idee entgegenbringen. Wie Einstellungen stammen Images aus der direkten oder indirekten Erfahrung. Bei ihnen lassen sich 
(1) kognitive (Was weiß ich über den Gegenstand?), 
(2) evaluative (Wie werte ich den Gegenstand?) und 
(3) konative (Wie möchte ich dem Gegenstand gegenüber handeln?) Komponenten voneinander abheben. Für die Imageanalyse gibt es eine Vielzahl von quantitativen (auf Skalierungsverfahren beruhenden) und qualitativen Verfahren. Der Imagegestaltung dienen marketingpolitische Instrumente, also der Preis, die Produktgestaltung, die Werbung und der Absatzweg.

Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/image-34829/version-258322Revision von Image vom 15.02.2018 – 15:05

Ankündigung 27. #BIBchatDE – #Spezialchat zur „Medienpädagogik in Bibliotheken“ am 3. Juni 2019

Wir freuen uns auf den #Spezialchat zum Thema „Medienpädagogik in Bibliotheken“ mit dem Medienpädagogen Dennis Kranz (Bei Twitter @worka).

Die medienpädagogische Arbeit in Bibliotheken wird immer wichtiger und dazu werden immer mehr Medienpädagog*innen eingestellt. Nur was sollen diese Menschen in Bibliotheken genau tun? Jede Bibliothek hat dazu unterschiedliche Vorstellungen und Wünsche. Vor allem wird ein eigener medienpädagogischer Begriff in der Bibliothekswelt geschaffen, der mit den bisherigen erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen wenig zu tun hat. Viele Begriffe wie Medienkompetenz, Medienpädagogik, Bibliothekspädagogik, aber auch Informationskompetenz werden in einen Topf geworfen und unterschiedlich ausgelegt. Dazu zählt auch die Bibliothekspädagogik mit digitalen Medien, zum Beispiel Tablet-Rallyes zum Kennenlernen der Bibliothek und deren Informationsangebote. Ist dies schon die Arbeit, die Medienpädagog*innen machen sollen oder hat das überhaupt nichts mit medienpädagogischer Arbeit zu tun? Bibliotheken sehen in der Regel digitale Medien als Hilfe zum Lernen, ähnlich wie es in Schulen vermittelt wird. Die Medienpädagogik ist nicht das digitale Lernen, sondern die eigene Erstellung und Produktion von Medieninhalten sowie die Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Medienverhalten und -konsum. Selbst die Auseinandersetzung mit Demokratie funktioniert unterschwellig und soziale Kompetenzen werden ebenso zusätzlich gefördert. Definieren Bibliotheken und Medienpädagog*innen den Begriff Medien unterschiedlich? Und wie soll die Vernetzung die Medienpädagog*innen überhaupt aussehen? Die medienpädagogischen Dachverbände wie die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) spielen in der Bibliothekswelt fast gar keine Rolle. Und sollte es da nicht mehr Verbindungen auch zum Deutschen Bibliotheksverband geben?

Diese Fragen möchten wir beim nächsten BIBchatDE am Montag, 3. Juni diskutieren:

F1: Was ist Medienpädagogik in einer Bibliothek? (20:03)

F2: Was für Angebote sollen Medienpädagog*innen in der Bibliothek machen? Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden? (20:10)

F3: Was sollen Medienpädagog*innen in einer Bibliothek alles leisten? Sollen sie auch in den bibliothekarischen Alltag integriert werden, wie zum Beispiel Ausleih- und Informationsdienste übernehmen? (20:20)

F4: Ist die Bibliothekspädagogik gleichzusetzen mit der Medienpädagogik – Wenn ja warum oder wenn nein warum? (20:30)

F5:Ist der Einsatz eines Kahoots oder anderen Tools in einer Bibliotheksveranstaltung schon medienpädagogische Arbeit? Oder gehört auch ein Kamishibai oder ein Bilderbuchkino dazu? (20:40)

F6: Wie soll eine Vernetzung der Medienpädagog*innen aussehen? Gibt es die überhaupt?  (20:45)

F7 Welche Anregungen hast du noch zum Thema? (20:50)

Unsere Lesetipps:

Medienkompetent mit Games

https://www.medienpaedagogik-praxis.de/

https://libreas.eu/ausgabe16/texte/02haase.htm

https://www.goethe.de/de/kul/bib/20365676.html

Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) e.V.

Zum Gastmoderator:

Dennis Kranz ist Medienpädagoge in der Stadtbibliothek Rostock. Er studierte Kultur- und Medienpädagogik an der Hochschule Merseburg und war bei Bürgersendern in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt tätig.

Ankündigung 26. #BIBChatDE – Bibliotheksverbünde: Was haben sie gebracht, wie werden sie genutzt, wie zeitaufwendig sind sie?

Wer kennt sie nicht, die großen Bibliotheksverbünde (HBZ, GBV, KOBV, HeBIS, BVB, SWB)? Seit den 1970er Jahren entwickelten sich die Bibliotheksverbünde zu zentralen Einrichtungen für die Dienstleistung öffentlicher und wissenschaftlicher Bibliotheken, nicht nur auf Verbundskataloge bezogen. Ziel war es immer, durch Kooperation neue Dienste für Bibliotheksnutzer zu schaffen, auch in Konkurrenz zu anderen Anbietern, die zunehmend auf den Markt drängten. Insofern müssen sich die Bibliotheksverbünde auch weiterentwickeln, indem sie ihre Informationsstruktur optimieren. Dazu gehört die Verbesserung der Organisation durch arbeitsteilige Strukturen und Regelungen und natürlich eine entsprechende Finanzierung. Doch sind Bibliotheksverbünde überhaupt noch zeitgemäß? Was sind die Vor- und Nachteile solcher Verbünde?

Diese Fragen möchten wir beim nächsten BIBChatDE am Montag, 6. Mai diskutieren:

Unsere Fragen:

F1: Welche Vorteile haben Bibliotheksverbünde – worin besteht der Mehrwert? (20:05)

F2: Welche Nachteile haben Bibliotheksverbünde? (20:15)

F3: Welche Herausforderungen müssen sie sich derzeit stellen und brauchen wir eine neue Informationsstruktur? (20:25)

F4: Aus welchen „Playern“ sollte sich die Verbünde zusammensetzen? (20:35)

F5: Sind Bibliotheksverbünde in ihrer jetzigen Form noch überlebensfähig und wie müssten sie sich entsprechend wandeln? (20:40)

F6: Was können wir von anderen Ländern lernen? (20:50)

Unsere Lesetipps:

https://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/10463-11.pdf

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/frontdoor/index/index/start/6/rows/20/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/Bibliotheksverb%C3%BCnde/yearfq/2017/docId/3136

https://www.kobv.de/wp-content/uploads/2018/07/Zwischen_Anreicherung_und_Verf%C3%BCgbarkeit.pdfhttps://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/19951/%5BBibliothek%20Forschung%20und%20Praxis%5D%20Cloudbasierte%20Infrastruktur%20fur%20Bibliotheksdaten%20auf%20dem%20Weg%20zu%20einer%20Neuordnung%20der%20deutschen%20Verbundlandschaft.pdf?sequence=1&isAllowed=y

https://www.degruyter.com/downloadpdf/books/9783110310511/9783110310511.521/9783110310511.521.pdf

Ankündigung 25. #BIBChatDE – Wie sieht es mit Weiterbildung und Personalentwicklung in Bibliotheken aus?

Fortbildung und Personalentwicklung spielten in Bibliotheken schon immer eine große Rolle, stehen aber derzeit vor besonders großen Herausforderungen – wie die meisten Branchen: Der technologische, digitale Fortschritt hat an Geschwindigkeit zugenommen, Bibliotheksmitarbeiter benötigen neue, andere Kompetenzen, die in Ausbildung und Studium nicht immer vermittelt wurden. Gleichzeitig sehen sich Bibliotheken dem „war of talents“ ausgesetzt. Der Kampf um die best qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist bereits in vollem Gange und stellt die Institution selbst auch vor neue Herausforderungen in Bezug auf Personalentwicklung.

Wir wollen über diese Themen mit Euch beim nächsten BIBChatDE am Montag, 1. April diskutieren:

Unsere Fragen:

F1. Welche konkreten Veränderungen erlebt ihr in eurem Arbeitsumfeld, die eine Weiterqualifizierung erfordern? – 20:05
F2. Welche Kompetenzen sind eurer Meinung nach bei Bibliotheksmitarbeiter*innen besonders erforderlich? 20:15
F3. Ausbildung und Studium breiter aufstellen oder bibliotheksfremde Berufsgruppen (z.B. welche?) in Bibliotheken einstellen? Was ist eurer Meinung nach der beste Weg? – 20:25
F4. Gibt es für Euch persönlich genügend zeitliche Freiräume, um euch weiterzubilden und zu lernen? – 20:35
F5. Was können Bibliotheken tun, um die best möglichen Mitarbeiter*innen zu gewinnen? – 20:40
F6. Wie bildet ihr euch im Team gegenseitig weiter? Welche Tipps könnt Ihr geben? – 20:50

Einige Links zur Information vorab:

„Bibliothekarische Fortbildungen auf einen Blick“ – https://www.library-training.de/index.php…

Einige Beiträge zum Thema Personalentwicklung in „Buch und Bibliothek“
personalentwicklung

Wesentliche Stellen und Adressen, die Informationen zu bibliothekarischen Fortbildungen bereitstellen:
https://bibliotheksportal.de/information…/beruf/fortbildung/

Ankündigung 24. #BibChatDe – Bibliothek und Schule – wie arbeiten Bibliothek und Schule gut miteinander?

Am kommenden Montag, 04. März 2019, habt Ihr Euch mehrheitlich das Thema „Bibliothek und Schule – wie arbeiten Bibliotheken und Schulen gut miteinander?“ gewünscht.

Bibliotheken, besonders die Öffentlichen Stadtbibliotheken, arbeiten vielerorts schon lange erfolgreich mit Schulen aller Art zusammen.
Dies reicht von Führungs- und Serviceangeboten wie Medienboxen über gemeinsame Veranstaltungen bis hin zu Kooperationsvereinbarungen und Bildungspartnerschaften.
Auf der Seite Bildungspartner NRW sind verschiedene mögliche Kooperationsformen beschrieben: http://www.bildungspartner.schulministerium.nrw.de/ 

Beispiele für Kooperationsvereinbarungen zwischen Bibliotheken und Schulen hat der dbv nach Bundesländern geordnet gesammelt: https://www.bibliotheksverband.de/

Über das Bibliotheksportal ist die Broschüre „Wenn Bibliotheken Bildungspartner werden… – Leseförderung mit dem Spiralcurriculum
in Schule und Vorschule“ herausgegeben von Ute Hachmann und Helga Hofmann verlinkt: https://bibliotheksportal.de/ Link zum PDF

Was eine erfolgreiche Zusammenarbeit ausmacht und wie diese positiv beeinflusst werden kann, möchten wir durch folgende Diskussionsfragen erörtern:

1. Welche Erfahrungen habt Ihr persönlich schon bzgl. Bibliotheks- und Schulkooperationen gemacht? – 20:05

2. In welchen Bereichen kann und soll die Bibliothek die Schule unterstützen? Welche Bildungsaufgaben kann die Bibliothek übernehmen, welche nicht? – 20:15

3. Welche Faktoren beeinflussen die Zusammenarbeit von Bibliothek und Schule, sowohl positiv als auch negativ?
Wie lassen sich die negativen Faktoren positiv beeinflussen? – 20:25

4. Welche Wünsche und Anforderungen haben Lehrer*innen an die Bibliothek? – 20:35

5. Welche Wünsche und Anforderungen haben Bibliotheksmitarbeiter*innen an die Schulen? – 20:40

6. Wie sollte eine Kooperation organisiert sein? Ist eine vertragliche Regelung sinnvoll und wenn ja, wie soll diese aussehen? – 20:50

Ankündigung 23. #BIBChatDE – Fortbildungen für Bibliothekspersonal vs. Learning by doing – wann ist was sinnvoll? Wie bleibe ich neugierig und motiviert für Neues?

Am kommenden Montag möchten wir uns dem Thema berufliches Lernen widmen. Ihr habt Euch für den Titel „Fortbildungen für Bibliothekspersonal Vs. Learning by doing – wann ist was sinnvoll? Wie bleibe ich neugierig und motiviert für Neues?“ entschieden.

Die Bandbreite der Weiterbildungsmöglichkeiten in Deutschland ist sehr hoch, angefangen von Hochschul- und Volkshochschulkursen über Fernstudiengänge, eintägige Kurse bis hin zu Webinaren oder umfassendere Onlinekurse oder Blended Learning Angebote. Es gibt für jeden Lerntyp ein entsprechendes Angebot. Die Begriffe Weiterbildung und Fortbildung werden umgangssprachlich oft Synonym gebraucht. Als Fortbildung werden dabei ausschließlich Weiterbildungsmöglichkeiten verstanden, die einen qualifizierten Abschluss ermöglichen. Das können ein Titel, ein Zertifikat oder einfach ECTS-Punkte sein. Was in Deutschland als Fortbildung verstanden wird, kann im Berufsbildungsgesetzt (BBiG) nachgelesen werden (§ 53 Fortbildungsordnung). 

Im Vergleich dazu steht das Learning by doing. Darunter versteht man das anlassbezogene Lernen mit allen in der Situation zur Verfügung stehenden Ressourcen. Das können Kolleg*innen sein, Bücher, Webinare oder ein YouTube-Video. Hier geht es in der Regel um eine Wissenslücke, welche kurzfristig gefüllt werden muss. 

Wir möchten mit Euch über beide Möglichkeiten des Wissenserwerbs diskutieren und die Vor- und Nachteile beider Formen erörtern. Die Fragen des Abends lauten:

  1. Welche Fortbildungen habt Ihr zuletzt besucht oder besucht Ihr derzeit? Wie zufrieden seid Ihr/wart Ihr?
  2. Was versteht Ihr unter Learning by doing? Was habt Ihr zuletzt so gelernt?
  3. Für welche Themen haltet Ihr Fortbildungen für geeigneter?
  4. Welche Themen kann man besonders gut mit Learning by doing lernen.
  5. Ergänzt ihr besuchte Fortbildungen durch Learning by doing in der Praxis?
  6. Wie motiviert Ihr Euch Neues zu lernen?

Links zum Thema:

Durchstarten 16/17: Weiter durch Bildung (Bundesagentur für Arbeit)

Bibliotheksportal – Fort- und Weiterbildung

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) – Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Ankündigung 22. #BIBchatDE am 07.01.2019 – „Mit Nao und Pepper zum CoWorking in die OpenLibrary?“

Am ersten BibChat-Abend im neuen Jahr wollen wir mit euch Rückschau und Ausblick halten. Lasst uns diskutieren und austauschen, was für euch DIE Themen des Jahres 2018 waren, was euch dabei überrascht hat, worauf ihr unbedingt aufbauen wollt. Womit wollt ihr euch 2019 erstmals auseinandersetzen, wofür bräuchtet ihr unterstützenden Austausch oder Fortbildungsangebote? Hacking und Coding, Backformen ausleihen oder virtuelle Reisen neben der Infothek – welche Trends bleiben, welche gehen? Werden wir alle Entscheidungsprozesse via Design Thinking herbeiführen oder habt ihr schon Erfahrung mit „Working out loud“?
Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen und Einschätzungen und nehmen dabei gerne Anregungen mit, um wie zuletzt im November und Dezember gezielt Expertinnen zu einzelnen Themen dazu zu holen für die BibChats 2019.
Wir freuen uns, wenn ihr wieder dabei seid am Montag, den 7.Januar von 20-21 Uhr.

Hier die Fragen für den Abend – für alle, die sich vorbereiten wollen oder es vielleicht nicht punktgenau schaffen, mitzutwittern, aber die ein oder andere Antwort via Tweetdeck terminieren möchten:

F1 Wenn ihr an das letzte Jahr zurückdenkt: welche (max 3) Themen haben die Bibliothekswelt am meisten geprägt/beschäftigt? (20:03 Uhr)

F2 Welche neuen Themen/Trends habt ihr 2018 in eurer Bibliothek erstmals umgesetzt und in welcher Weise? (20:12 Uhr)

F3 Womit hättet ihr zu Beginn des letzten Jahres nicht gerechnet, dass ihr euch in eurer Bibliothek auseinandersetzen müsst/werdet – im Positiven oder Negativen? (20:19 Uhr)

F4 Welche neuen Entwicklungen/Themen wollt ihr in euren Bibliotheken umsetzen bzw habt ihr in euren Jahreszielen für 2019 festgehalten? (20:27 Uhr)

F5 Welche Unterstützung wünscht/ braucht ihr dafür? Wie haltet ihr euch dazu auf dem Laufenden? Mit wem sind dabei Kooperationen sinnvoll? (20:35 Uhr)

F6 Welche Art Fortbildungen werden in diesem Jahr in eurer Bibliothek am meisten benötigt werden, um „up to date“ zu sein? Wo/wie findet ihr dafür Angebote oder von wem wünscht ihr euch diese? (20:41 Uhr)

F7 Welche Themen sind aus eurer Sicht gerade Trends, die bald wieder verschwinden werden, was hat das Zeug dazu, auch auf längere Zeit im Bibliotheksalltag Bestand zu haben? (20:47 Uhr)

Links zur Einstimmung

Ankündigung 21. #BIBchatDE am 03.12.2018 – „Qualitätsmanagement in Bibliotheken“

Im letzten BibChatDE des Jahres 2018 möchten wir mit Euch zum Thema „Qualitätsmanagement in Bibliotheken“ diskutieren. Wir alle möchten gute Arbeit leisten. Aber wie können wir gewährleisten, dass unsere Bemühungen den gewünschten Erfolg versprechen? Angefangen mit der Qualitätskontrolle am Fließband haben sich in der Wirtschaft verschiedene Ansätze des Qualitätsmanagements entwickelt.

Qualitätsmanagement (QM) bezeichnet alle organisatorischen Maßnahmen, die der Verbesserung der Prozessqualität, der Leistungen und damit den Produkten jeglicher Art dienen.Der Begriff Leistungen umfasst im QM die Dienstleistungen, geht aber über den üblichen Begriff hinaus und betrifft vor allem die innerorganisatorischen Leistungen. (Auszug aus Wikipedia „Qualitätsmanagement“)

Qualität bezeichnet die Gesamtheit von Merkmalen eines Produktes oder einer Dienstleistung bzgl. ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Anforderungen zu erfüllen. (ISO 9001:2000)

Seit den 80er Jahren existieren universelle QM-Modelle, in denen Kriterien zur Bewertung der Qualität fest definiert und Unternehmensprozesse ganzheitlich untersucht werden. Diese Modelle sind auf alle Organisationen übertragbar.Beispiele dafür sind zum Beispiel das Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM) oder das Total-Quality-Management (TQM). Darüber hinaus gibt es auch verschiedene branchenspezifische Qualitätsmanagementmodelle.

Zertifiziertes Qualitätsmanagement

Die Stadtbibliothek Freiberg am Neckar (~16.000 Einwohner) war im Jahre 2001 Vorreiter bei der Zertifizierung von Öffentlichen Bibliotheken nach ISO 9001:2000. Im Februar 2006 wurde erstmals ein gemeinsames Qualitätsmanagement-Verfahren gleichzeitig in mehreren Bibliotheken in NRW durchgeführt. Das ermöglichte auch einen Betriebsvergleich. Auf Initiative der Fachstellen Köln und Düsseldorf wurden sieben öffentliche Bibliotheken (Dormagen, Erkrath, Leichlingen, Neuss, Krefeld, Radevormwald und Wesel) nach ISO 9001:2000 zertifiziert. Leitendes Prinzip dabei war die Zufriedenheit der Kunden. Die Prüfung und Zertifizierung erfolgten dabei durch den TÜV-Süd.

Eine Auswahl von bibliotheksspezifischen QM-Modellen:

Video: Was ist Qualitätsmanagement?

Fragen:

  1. An was kann man eurer Meinung nach die Qualität einer Bibliothek messen? (20:05 Uhr)
  2. Gibt es bei euch ein Qualitätsmanagement und wie sieht das aus? (20:15 Uhr)
  3. Wo könnten die Grenzen des Qualitätsmanagement liegen? (20:25 Uhr)
  4. Welche Bibliotheken oder andere Einrichtungen kennt Ihr, die an zertifizierten QM-Verfahren teilnehmen? (20:35 Uhr)
  5. Habt ihr noch weitere Tipps, wie eine Bibliothek Qualität sichern kann ohne ein zertifiziertes Verfahren? (20:45 Uhr)

Weiterführende Links:

Ankündigung 20. #BIBchatDE am 05.11.2018 – Spezialchat zum Thema „Bibliotheken – Nonformale Lernorte zur Förderung von Medienkompetenz?“

Am Montag, 5. November findet von 20 bis 21 Uhr ein Spezialchat des #BIBChatDE mit Experten als Gastmoderatoren statt. Anlass ist der Tag der Medienkompetenz im Landtag NRW.

Jedes Kind muss den verantwortungsbewussten Umgang mit Medien erst lernen. Und auch als Erwachsene fühlen wir uns oft unsicher im Netz – gerade auch in Zeiten von Fake News, Algorithmen und Datenskandalen. In der Medienbildung sind viele Akteure unterwegs: Schulen, Bibliotheken, Volkshochschulen und weitere Bildungseinrichtungen. Sie alle bieten unterschiedliche Lernangebote zur Förderung von Medienkompetenz. Welche spezifische Rolle spielen Bibliotheken in diesem Umfeld? Was wird von ihnen erwartet? Was können sie leisten?

In einem interdisziplinären Chat möchten wir mit Interessierten und Verantwortlichen über Herausforderungen, Zielgruppen und Strategien der Medienbildung diskutieren. Jeder ist herzlich zu dieser Spezialausgabe von #BIBchatDE eingeladen – insbesondere Bibliothekswesen, Pädagogen, Eltern und Bildungspartner. Gastgeber sind Marlene Neumann @marlene_n und Dirk Ehlen @Dirk_Ehlen aus dem #BIBchatDE-Team. Als Gast-Moderatoren wirken @KA_DUS (Kordula Attermeyer) und @Tastenspieler (André J. Spang) vom @EdchatDE mit. Wir freuen uns riesig auf den Austausch zu einem spannenden und wichtigen gesellschaftlichen Thema.

Fragen

20:05 Uhr
F1 Was verstehst du unter #Medienkompetenz? Braucht man in einer zunehmend digital geprägten Welt neue oder andere Kompetenzen?

20:10 Uhr
F2 Warum interessierst du dich für das Thema ganz konkret: Welche Angebote zur Förderung von #Medienkompetenz bietet deine Einrichtung? Gerne mit URL!

20:15 Uhr
F3 Worin liegen die spezifischen Potenziale von Bibliotheken als Lernort in Abgrenzung zu Schulen, Volkshochschulen und anderen Einrichtungen?

20:25 Uhr
F4 Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Internet will früh gelernt sein. Wie können Bibliotheken Kinder und Jugendliche dabei am besten unterstützen?

20:35 Uhr
F5 Medienkompetenz „für alle“: Mit welchen konkreten Angeboten können wir den kompetenten Umgang mit Medien in Zeiten von Fake News, Verschwörungstheorien und Algorithmen auch für Erwachsene fördern?

20:45 Uhr
F6 Braucht jede Bibliothek Medienpädagogen? Gilt das auch für alle anderen Bildungsorte?

20:50 Uhr
F7 Welche Anregungen hast du noch zum Thema?

Ankündigung 19. #BIBchatDE am 01.10.2018

Ihr habt euch für den nächsten Bibchat für das folgende Thema entschieden:

Bibliothek der Dinge: Ausleihe vom Kunstwerk bis zur Bohrmaschine – ist die Bibliothek von heute Teil der Sharing-Community?

Dass man in Bibliotheken neben Bücher und Zeitschriften auch Tonträger,DVDs, BluRays, Konsolen- und Brettspiele ausleihen kann, ist mittlerweile weithin bekannt. Auch die Möglichkeit, elektronische Medien, Musik oder Filme herunterzuladen oder zu streamen, kennen und nutzen zunehmend mehr BibliotheksbesucherInnen. Aber eine „Bibliothek der Dinge“ sagt sicher nur NutzerInnen etwas, die in einer der  – noch – wenigen Kommunen wohnen und Bibliotheken aufsuchen, die auf dieses Thema setzen.

Was steckt dahinter?
Neben den üblichen Medienangeboten gibt es immer mehr Bibliotheken, die auch Dinge wie zum Beispiel  Nähmaschinen, Hängematten, Werkzeugkasten, Bohrmaschinen oder auch Kunstwerke ausleihen.
Die Grundidee folgt dem Trend einer Shareconomy, also Gegenstände im Öffentlichen Raum zu tauschen und zu teilen. Für viele Bibliotheken scheint es eine Antwort darauf zu sein, sich von einem bestandsorientierten Produktdenken zu einem nutzerorientierten Denken umzuorientieren und nutzerbetriebliche Aktivitäten anzubieten. Das Goethe-Institut in Bratislava definiert die Bibliothek der Dinge: ,,als einen Ort, wo sich die Leute treffen, die sich für das Teilen von Kenntnissen, Werkzeugen und nützlichen Dingen interessieren. In der Bibliothek der Dinge finden Sie Dinge für Freizeit, Bildung, Sport und Unterhaltung, für Groß und Klein.“

So war es auch das Goethe-Institut in Bratislava und die ZLB, die die Idee einer Bibliothek der Dinge konsequent durchgesetzt hatten, indem sie 2016 entsprechende Kriterien aufstellte, wie die Größe der Gegenstände, Gewicht, Robustheit und Hygiene. Entsprechend wurden die Gegenstände erworben, katalogisiert und verliehen. Die Bibliothek der Dinge scheint inzwischen ein deutschlandweiter Trend zu werden, sei es in Hamburg (Hoeb4U) oder Georgsmarienhütte. An der Zentralbibliothek Köln ist die Bibliothek der Dinge mittlerweile ein Angebot im Rahmen der Bildungskooperation. Somit besteht für die Bibliothekspartner die Möglichkeit sich Experimentiersets zu leihen, wo entsprechende Werkzeuge und Geräte zu den MINT-Fächern enthalten sind.

Wir möchten mit euch am kommenden Montag mit euch folgende Fragen diskutieren und vermerken dabei die Zeit, zu der die jeweilige Frage getweetet wird – so habt ihr ggf. die Gelegenheit vorab, eure Statements via Tweetdeck zu formulieren und zu terminieren , wenn ihr euch in der Stunde auf die Antworten der anderen TeilnehmerInnen konzentrieren wollt, oder nur zeitweise oder gar nicht live teilnehmen könnt:

  • F1 Wie findest Du grundsätzlich die Idee, sich “nützliche“ Dinge auszuleihen statt zu kaufen – sei es aus Bibliotheks- oder Nutzersicht? (20:05 Uhr)
  • F2 Welche Rolle spielen Bibliotheken in einer Sharing-Community? (20:12 Uhr)
  • F3 Unter welchen Bedingungen sind Bibliotheken als „LeiLa“ (Leihladen) geeignet? (20:18 Uhr)
  • F4 Worin siehst Du die Chancen und Vorteile oder auch Risiken an diesem Konzept? (20:25 Uhr)
  • F5 Thema Wartung und Pflege – wie kann dies sinnvoll gelöst werden? (20:34 Uhr)
  • F6 Wenn Du eine Bibliothek der Dinge umsetzen würdest, auf welche Kriterien käme es an? (20: 40 Uhr)
  • F7 Hat die Bibliothek der Dinge Zukunft? (20:46 Uhr)
  • F8 Welche Anregungen hast du noch zu dem Thema? (20: 52 Uhr)

Hier könnt ihr euch ein paar Beispiele für „Bibliotheken der Dinge“ anschauen:

BerlinWenn-die-Buecherei-auch-Schrauber-und-Kameras-verleiht.html

Erkrathhttps://stadtbuechereierkrath.wordpress.com/2018/02/22/hat-erkrath-eine-bibliothek-der-dinge-und-wenn-ja-warum-nicht/

Georgsmarienhütte: https://www.noz.de/lokales/georgsmarienhuette/artikel/975013/bibliothek-der-dinge-in-gmhuette-eroeffnet

Hamburg: https://www.buecherhallen.de/hoeb4u-blog-artikel/stuff4u-bibliothek-der-dinge.html

Köln: https://stadtbibliothekkoeln.blog/category/bibliothek-der-dinge/

 

Links zum Weiterlesen :

Hier eine gute Zusammenfassung seitens des Goethe-Instituts

Hier eine Sammlung auch internationaler Beispiele

Die Bibliothek der Dinge. Welche Rolle spielen Bibliotheken in der »sharing economy«?  In: BUB folgende Artikel

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/files/15700/BuB_2016_07_439_441.pdf

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/files/14200/BuB_2017_08_445_446.pdf

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/frontdoor/index/index/start/2/rows/20/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/%22Bibliothek+der+Dinge%22/docId/3576

Und ein Beispiel eines „Leilas“ in Wien – nicht aus der Bibliothekswelt

Weitere Beispiele und Links ergänzen wir gerne!