Ankündigung 31. #BIBchatDE – Kollegiale Beratung

Der 31. Bibchat am Montag, den 7. Oktober dreht sich auf vielfachen Wunsch um das Thema Kollegiale Beratung.

Wir wollen uns darüber austauschen, ob das Format für Beschäftigte im Bibliotheks- und Informationswesen eine Rolle spielt, welche Erfahrungen es damit bereits gibt oder ob es ähnliche praxisnahe Formate gibt, die dabei helfen, sich gegenseitig bei konkreten Herausforderungen im Berufsalltag zu unterstützen und Netzwerke aufzubauen.

Wie funktioniert Kollegiale Beratung im engeren Sinne?

  • Menschen mit ähnlichen beruflichen Hintergrund
  • treffen sich regelmäßig als Gruppe
  • schildern nacheinander herausfordernde Situationen aus ihrem Berufsalltag.
  • Die anderen beleuchten gemeinsam das Problem und versuchen, Antworten und Lösungen zu finden.

Eine übersichtliche Einführung in die Methode der Kollegialen Beratung hat uns Swantje Dokunke zusammengestellt. Vielen Dank dafür!

In der Praxis sind Kollegiale Beratungen häufig Bestandteil von Entwicklungsprogrammen für Führungskräfte. Dabei werden konkrete Fallsituationen aus dem eigenen Führungsalltag reflektiert. Was hätte man anders machen können? Welche alternativen Vorgehensweisen gäbe es? Durch den klaren Ablauf und die lösungsorientierte Herangehensweise werden Probleme nicht nur beredet, sondern konkrete Lösungsansätze erarbeitet.

Dagmar Schnittker aus der Stadtbücherei Ibbenbüren, ist Teil einer kleinen Gruppe von BibliothekleiterInnen, die sich regelmäßig zur Kollegialen Beratung treffen. Sie empfindet diesen Austausch als sehr gewinnbringend.

Birgit Lotz ist als Leiterin „Zentrale Bibliotheken Frankfurt am Main“ Teil einer Führungskräfte-Gruppe aus verschiedenen städtischen Ämtern. Aus ihrer Erfahrung ist auch im Zusammenhang mit Kollegialer Beratung ein Blick über den bibliothekarischen Tellerrand sehr nützlich.

Aber die Kollegiale Beratung ist nicht nur für Führungskräfte hilfreich, sondern auch für all jene, die sich in der eigenen Institution als Einzelkämpfer*innen mit einem Spezialthema beschäftigen. In diesen Fällen sind überinstitutionelle Netzwerke unabdingbar. Über die Kollegiale Zusammenarbeit im Bereich Digital Humanities an mehreren Forschungs- und Bibliotheksstandorten berichten uns Fabien Cremer, Swantje Dogunke, Stephanie Kuch, Elena Luz, Corinna Mayer, Katrin Neumann, Timo Steyer und Thorsten Wübbena. Vielen Dank für diesen hochspannenden Input!

Ähnliche Formate sind zum Beispiel „Erfa-Gruppen“. Hierbei handelt es sich um feste Gruppen von Bibliotheken, die sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch treffen. Darüber hinaus wird die gastgebende Bibliothek nach vorgegebenen Kriterien analysiert. Der „Blick von außen“ wirkt dabei stets bereichernd und ermöglicht häufig positive Veränderungen.

Wir möchten mit euch über folgende Fragen diskutieren:

F1: Hast du Erfahrungen mit Kollegialer Beratung oder kennst du ähnliche kollegiale Austauschformate? Erzähle davon! (20:05 Uhr)

F2: Twitter, Mastodon, Mailinglists, Foren: Welche digitalen Dienste nutzt du für den kollegialen Austausch? Und was lohnt sich besonders? (20:15 Uhr)

F3: Was sind die Voraussetzungen damit Kollegiale Beratung und ähnliche Austauschformate funktionieren? (20:25 Uhr)

F4: Über welche Themen würdest du dich gern in einer Kollegialen Beratung oder ähnlichen Formaten austauschen? (20:35 Uhr)

F5: Worin liegt/läge für dich der Nutzen oder der Reiz einer Kollegialen Beratung? Oder was würde dich davon abhalten? (20:45 Uhr)

Ankündigung 30. #BibChatDe – Open Library – wann, wieso, weshalb?

Das Thema für den 30. #BibChatDe am 02. September, 20 Uhr, wird „Open Library“ sein.

Das Konzept der Open Library stammt aus Dänemark und wurde hierzulande im Bereich der Öffentlichen Bibliotheken zuerst von den Bücherhallen Hamburg eingeführt. Mittlerweile testen einige deutsche Bibliotheken verschiedene Modelle der Open Library, zum Beispiel Hannover, Norderstedt oder Düsseldorf.

Das Konzept der Open Library beschreibt im Grunde eine Bibliothek, die „zu gewissen Zeiten ohne die Anwesenheit von Bibliothekspersonal geöffnet“ hat.* Zugang ins Gebäude erfolgt zum Beispiel über den Bibliotheksausweis für Personen über 18. Andere Bibliotheken setzen Wachdienste oder Überwachungskameras ein.

Hochschul- und andere wissenschaftliche Bibliotheken bieten schon länger umfangreiche Öffnungszeiten an, zu denen die Bibliothek auch ohne die Anwesenheit von Fachpersonal genutzt werden kann.

Zum Thema Open Library haben wir folgende Diskussionsfragen:

1) Was versteht Ihr persönlich unter dem Begriff Open Library? – 20:05 Uhr

2) Welche Bibliotheken kennt Ihr, die Open Library anbieten? Wie wird das Konzept dort umgesetzt? – 20:15 Uhr

3) Welche Voraussetzungen braucht die Open Library (bezüglich Träger, Personal, Gebäude, …)? – 20:25 Uhr

4) Welche Gründe sprechen für oder gegen Open Library? – 20:35 Uhr

5) Wie beurteilt Ihr das Konzept der Open Library aus privater und beruflicher Sicht? – 20:45 Uhr

*(Drude, Vivien : Das Open-Library-Konzept: eine Analyse und Handlungsempfehlungen für Öffentliche Bibliotheken. S. 14)

Weitere Informationen zum Thema:

Bücherhallen Hamburg : Open Library

Drude, Vivien : Das Open-Library-Konzept: eine Analyse und Handlungsempfehlungen für Öffentliche Bibliotheken.

Kulms, Johannes : Die Bücherei als kultureller Treffpunkt

Richter, Lennart : Bücherhallen: Open Library in Hamburg

Tschepe, Ingo : Warum das Open-Library-Konzept auch für Deutschland vielversprechend ist

Wildermann, Patrick : Open library – der Schlüssel zum Buch

Ankündigung 29. #BIBchatDE – Wie kann bürgerschaftlichen Partizipation in der Bibliothek aussehen? Anlässe, Methoden, Grenzen

Nicht nur bei zahlreichen Neubau- oder Umgestaltungsaktivitäten von Bibliotheken gab und gibt es in den letzten Jahren vielerorts Bestrebungen, die Bürgerinnen und Bürger der jeweiligen Kommune oder des Stadtteils frühzeitig mit einzubeziehen und deren Bedürfnisse aktiv abzufragen und in Planungen einfließen zu lassen.  Auch bei Themen wie Bestandsaufbau, Veranstaltungsarbeit und Makerspace-Aktionen besteht die Möglichkeit, Besucherideen/-interessen kooperativ umzusetzen. 
Wer hier bereits Erfahrungen gesammelt hat, Methoden kennt oder demnächst vorhat, bei neuen Prozessen Nutzerinnen und Nutzer mit ins Boot zu holen, ist bei diesen Twitter-Chat sehr willkommen. Aber auch von Bedenken oder  gescheiterten Projekten wollen wir wissen, um herauszufinden, an welchen Stellen partizipative Formate sinnvoll sind, wo sie ihre Grenzen haben und was man daraus lernen kann.
Zum anderen ist Partizipation auch zunehmend gefragt bei der gesellschaftlichen und politischen Meinungsbildung. Bibliotheken als öffentliche Einrichtungen und und im besten Sinne als Orte dafür, Demokratie zu leben und für diese zu streiten, wollen und sollen hier Vorbild sein – oder?… Wie seht ihr das, welche Aufgaben sollen Bibliotheken in einer offenen Gesellschaft wahrnehmen?

Hier die Fragen für Montagabend, den 5. August 2019:
F1 Aus welchen Gründen sollte man BürgerInnen mehr Möglichkeiten einer Partizipation an Aktivitäten und Prozessen der Bibliothek geben? 
(20:04 Uhr)
F2 Für welche Bereiche/Prozesse haltet ihr Partizipation für sinnvoll? Für welche nicht? 
(20:12 Uhr)
F3 Welche partizipativen Formate und Methoden kennt ihr für eine sinnvolle Einbindung der Bürgerschaft?
(20:24 Uhr)
F4 Welche Beispiele kennt ihr, bei der bürgerliche Partizipation erfolgreich war und woran kann man das erkennen? (20:35 Uhr)
F5 Mit welchen Kooperationspartnern bieten sich entsprechende Aktionen an? Von wem können wir lernen? (20: 45 Uhr)

Und hier einige Netz-Empfehlungen zur Einstimmung ins Thema:
Wer BuB-Abonnent ist, kann das gesamte Heft 07/2019 zur Vorbereitung nutzen 😉
In diesem berichtet u.a. Anja Flicker vom DesignThinking-Prozess bei der Realiserung der neuen Stadtteilbibliothek Hubland. Für Nicht-Abonnenten hier ihr etwas älterer Artikel vom letzten Jahr dazu:
https://agile-verwaltung.org/2018/05/03/inspiration-partizipation-kreativitaet-innovative-ansaetze-bei-der-entwicklung-einer-neuen-stadtteilbibliothek-in-wuerzburg/

Beispiele aus dem In- und Ausland liefert die Bachelorarbeit von Nicole Dewosch von 2016:
https://hdms.bsz-bw.de/files/5862/Bachelorarbeit_Nicola+Dewosch.pdf

Ein Bericht zur kritischen Betrachtung des Themas Partizipation findet sich hier:
https://libreas.eu/ausgabe32/schuldt/
und hier eine Erwiderung dazu:
https://libreas.wordpress.com/tag/partizipation-in-bibliotheken/
Bis 2013 gab es ein eigenes Blog zum Thema – schade! Aber das Lesen der vorhandenen Beiträge ist immer noch spannend:
https://bibpartizipation.wordpress.com/

Am 15. Juni 2019 fand der erste Tag der offenen Gesellschaft statt, an dem auch einige Bibliotheken teilgenommen haben. Hier Informationen dazu und die Idee dahinter:
https://www.tdog19.de/de/startseite
https://www.die-offene-gesellschaft.de/

Ankündigung 28. #BIBchatDE – „Das Image von Bibliotheken im öffentlichen Bild“ am 1. Juli 2019

Das Image von Bibliotheken im öffentlichen Bild.

Ihr habt Euch entschieden. Am kommenden Montag diskutieren wir über das Image von Bibliotheken im öffentlichen Bild. Wir werden uns also mit dem Ruf deutscher Bibliotheken beschäftigen und darüber reden, ob sie diesem gerecht werden. Was verbinden die Menschen mit Bibliotheken und was hat das (noch) mit dem zu tun, was tagtäglich zwischen den Regalen in ganz Deutschland geschieht? Die folgenden Fragen werden wir uns gemeinsam stellen:

F1: Wenn ich an Bibliotheken denke, denke ich an… Vervollständige den Satz und sag uns, welches Verhältnis du zu Bibliotheken hast (z.B. „Ich besuche regelmäßig Bibliotheken“; „Das letzte mal war ich als Kind in einer Bibliothek“; „Ich arbeite in einer Bibliothek“…)

F2: Wie sieht die Öffentlichkeit Deiner Meinung nach Bibliotheken und wodurch wird dieses Bild bestimmt? Ist das Image eher positiv oder negativ behaftet?

F3: Brauchen Bibliotheken einen Imagewandel? Wenn ja, wie müsste dieser aussehen?

F4: Was können wir zur Veränderung des Images von Bibliotheken beitragen?

Zur Einstimmung:

Ein im Rahmen der Kampagne „Netzwerk Bibliothek“ entstandener Imagefilm für Bibliotheken.

Eine kleine Auswahl von Imagefilmen aus der Bibliothekswelt:

Stadtbibliothek Bremen; Treffpunkt Bibliothek (Imagefilm der Öffentlichen Bibliotheken Niederösterreichs); Zentralbibliothek Duisburg; Bibliothek am Umweltcampus Birkenfeld (UB Trier); Zukunft bewahren (Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar); Netzwerk Bibliothek (Deutscher Bibliotheksverband); Universitätsbibliothek der LMU-München;

Zwei Begriffsdefinitionen:

Image (Psychologie)

(= I.) [engl. image Bild], [AO, KOG, SOZ, WIR], auf gesammelten Eindrücken basierendes, sozial geteiltes Vorstellungsbild, das Angehörige von Gruppen (z. B. Konsumenten oder Wähler) von einem Meinungsgegenstand haben, insbes. von Marken (Bsp. Nivea), Firmen (Bsp. Lufthansa), Institutionen (Bsp. Greenpeace), Persönlichkeiten (Bsp. Bono) und Konzepten (Bsp. Bio).

Auszug aus Dorsch Lexikon der Psychologie, online verfügbar unter: https://m.portal.hogrefe.com/dorsch/image/ (zuletzt geöffnet am 27.06.2019)

Image (Wirtschaft)

Konzept aus der Markt- und Werbepsychologie, das als die Quintessenz der Einstellungen verstanden werden kann, die Konsumenten einem Produkt, einer Dienstleistung oder einer Idee entgegenbringen. Wie Einstellungen stammen Images aus der direkten oder indirekten Erfahrung. Bei ihnen lassen sich 
(1) kognitive (Was weiß ich über den Gegenstand?), 
(2) evaluative (Wie werte ich den Gegenstand?) und 
(3) konative (Wie möchte ich dem Gegenstand gegenüber handeln?) Komponenten voneinander abheben. Für die Imageanalyse gibt es eine Vielzahl von quantitativen (auf Skalierungsverfahren beruhenden) und qualitativen Verfahren. Der Imagegestaltung dienen marketingpolitische Instrumente, also der Preis, die Produktgestaltung, die Werbung und der Absatzweg.

Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/image-34829/version-258322Revision von Image vom 15.02.2018 – 15:05

Ankündigung 27. #BIBchatDE – #Spezialchat zur „Medienpädagogik in Bibliotheken“ am 3. Juni 2019

Wir freuen uns auf den #Spezialchat zum Thema „Medienpädagogik in Bibliotheken“ mit dem Medienpädagogen Dennis Kranz (Bei Twitter @worka).

Die medienpädagogische Arbeit in Bibliotheken wird immer wichtiger und dazu werden immer mehr Medienpädagog*innen eingestellt. Nur was sollen diese Menschen in Bibliotheken genau tun? Jede Bibliothek hat dazu unterschiedliche Vorstellungen und Wünsche. Vor allem wird ein eigener medienpädagogischer Begriff in der Bibliothekswelt geschaffen, der mit den bisherigen erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen wenig zu tun hat. Viele Begriffe wie Medienkompetenz, Medienpädagogik, Bibliothekspädagogik, aber auch Informationskompetenz werden in einen Topf geworfen und unterschiedlich ausgelegt. Dazu zählt auch die Bibliothekspädagogik mit digitalen Medien, zum Beispiel Tablet-Rallyes zum Kennenlernen der Bibliothek und deren Informationsangebote. Ist dies schon die Arbeit, die Medienpädagog*innen machen sollen oder hat das überhaupt nichts mit medienpädagogischer Arbeit zu tun? Bibliotheken sehen in der Regel digitale Medien als Hilfe zum Lernen, ähnlich wie es in Schulen vermittelt wird. Die Medienpädagogik ist nicht das digitale Lernen, sondern die eigene Erstellung und Produktion von Medieninhalten sowie die Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Medienverhalten und -konsum. Selbst die Auseinandersetzung mit Demokratie funktioniert unterschwellig und soziale Kompetenzen werden ebenso zusätzlich gefördert. Definieren Bibliotheken und Medienpädagog*innen den Begriff Medien unterschiedlich? Und wie soll die Vernetzung die Medienpädagog*innen überhaupt aussehen? Die medienpädagogischen Dachverbände wie die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) spielen in der Bibliothekswelt fast gar keine Rolle. Und sollte es da nicht mehr Verbindungen auch zum Deutschen Bibliotheksverband geben?

Diese Fragen möchten wir beim nächsten BIBchatDE am Montag, 3. Juni diskutieren:

F1: Was ist Medienpädagogik in einer Bibliothek? (20:03)

F2: Was für Angebote sollen Medienpädagog*innen in der Bibliothek machen? Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden? (20:10)

F3: Was sollen Medienpädagog*innen in einer Bibliothek alles leisten? Sollen sie auch in den bibliothekarischen Alltag integriert werden, wie zum Beispiel Ausleih- und Informationsdienste übernehmen? (20:20)

F4: Ist die Bibliothekspädagogik gleichzusetzen mit der Medienpädagogik – Wenn ja warum oder wenn nein warum? (20:30)

F5:Ist der Einsatz eines Kahoots oder anderen Tools in einer Bibliotheksveranstaltung schon medienpädagogische Arbeit? Oder gehört auch ein Kamishibai oder ein Bilderbuchkino dazu? (20:40)

F6: Wie soll eine Vernetzung der Medienpädagog*innen aussehen? Gibt es die überhaupt?  (20:45)

F7 Welche Anregungen hast du noch zum Thema? (20:50)

Unsere Lesetipps:

Medienkompetent mit Games

https://www.medienpaedagogik-praxis.de/

https://libreas.eu/ausgabe16/texte/02haase.htm

https://www.goethe.de/de/kul/bib/20365676.html

Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) e.V.

Zum Gastmoderator:

Dennis Kranz ist Medienpädagoge in der Stadtbibliothek Rostock. Er studierte Kultur- und Medienpädagogik an der Hochschule Merseburg und war bei Bürgersendern in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt tätig.

Ankündigung 26. #BIBChatDE – Bibliotheksverbünde: Was haben sie gebracht, wie werden sie genutzt, wie zeitaufwendig sind sie?

Wer kennt sie nicht, die großen Bibliotheksverbünde (HBZ, GBV, KOBV, HeBIS, BVB, SWB)? Seit den 1970er Jahren entwickelten sich die Bibliotheksverbünde zu zentralen Einrichtungen für die Dienstleistung öffentlicher und wissenschaftlicher Bibliotheken, nicht nur auf Verbundskataloge bezogen. Ziel war es immer, durch Kooperation neue Dienste für Bibliotheksnutzer zu schaffen, auch in Konkurrenz zu anderen Anbietern, die zunehmend auf den Markt drängten. Insofern müssen sich die Bibliotheksverbünde auch weiterentwickeln, indem sie ihre Informationsstruktur optimieren. Dazu gehört die Verbesserung der Organisation durch arbeitsteilige Strukturen und Regelungen und natürlich eine entsprechende Finanzierung. Doch sind Bibliotheksverbünde überhaupt noch zeitgemäß? Was sind die Vor- und Nachteile solcher Verbünde?

Diese Fragen möchten wir beim nächsten BIBChatDE am Montag, 6. Mai diskutieren:

Unsere Fragen:

F1: Welche Vorteile haben Bibliotheksverbünde – worin besteht der Mehrwert? (20:05)

F2: Welche Nachteile haben Bibliotheksverbünde? (20:15)

F3: Welche Herausforderungen müssen sie sich derzeit stellen und brauchen wir eine neue Informationsstruktur? (20:25)

F4: Aus welchen „Playern“ sollte sich die Verbünde zusammensetzen? (20:35)

F5: Sind Bibliotheksverbünde in ihrer jetzigen Form noch überlebensfähig und wie müssten sie sich entsprechend wandeln? (20:40)

F6: Was können wir von anderen Ländern lernen? (20:50)

Unsere Lesetipps:

https://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/10463-11.pdf

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/frontdoor/index/index/start/6/rows/20/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/Bibliotheksverb%C3%BCnde/yearfq/2017/docId/3136

https://www.kobv.de/wp-content/uploads/2018/07/Zwischen_Anreicherung_und_Verf%C3%BCgbarkeit.pdfhttps://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/19951/%5BBibliothek%20Forschung%20und%20Praxis%5D%20Cloudbasierte%20Infrastruktur%20fur%20Bibliotheksdaten%20auf%20dem%20Weg%20zu%20einer%20Neuordnung%20der%20deutschen%20Verbundlandschaft.pdf?sequence=1&isAllowed=y

https://www.degruyter.com/downloadpdf/books/9783110310511/9783110310511.521/9783110310511.521.pdf

Ankündigung 25. #BIBChatDE – Wie sieht es mit Weiterbildung und Personalentwicklung in Bibliotheken aus?

Fortbildung und Personalentwicklung spielten in Bibliotheken schon immer eine große Rolle, stehen aber derzeit vor besonders großen Herausforderungen – wie die meisten Branchen: Der technologische, digitale Fortschritt hat an Geschwindigkeit zugenommen, Bibliotheksmitarbeiter benötigen neue, andere Kompetenzen, die in Ausbildung und Studium nicht immer vermittelt wurden. Gleichzeitig sehen sich Bibliotheken dem „war of talents“ ausgesetzt. Der Kampf um die best qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist bereits in vollem Gange und stellt die Institution selbst auch vor neue Herausforderungen in Bezug auf Personalentwicklung.

Wir wollen über diese Themen mit Euch beim nächsten BIBChatDE am Montag, 1. April diskutieren:

Unsere Fragen:

F1. Welche konkreten Veränderungen erlebt ihr in eurem Arbeitsumfeld, die eine Weiterqualifizierung erfordern? – 20:05
F2. Welche Kompetenzen sind eurer Meinung nach bei Bibliotheksmitarbeiter*innen besonders erforderlich? 20:15
F3. Ausbildung und Studium breiter aufstellen oder bibliotheksfremde Berufsgruppen (z.B. welche?) in Bibliotheken einstellen? Was ist eurer Meinung nach der beste Weg? – 20:25
F4. Gibt es für Euch persönlich genügend zeitliche Freiräume, um euch weiterzubilden und zu lernen? – 20:35
F5. Was können Bibliotheken tun, um die best möglichen Mitarbeiter*innen zu gewinnen? – 20:40
F6. Wie bildet ihr euch im Team gegenseitig weiter? Welche Tipps könnt Ihr geben? – 20:50

Einige Links zur Information vorab:

„Bibliothekarische Fortbildungen auf einen Blick“ – https://www.library-training.de/index.php…

Einige Beiträge zum Thema Personalentwicklung in „Buch und Bibliothek“
personalentwicklung

Wesentliche Stellen und Adressen, die Informationen zu bibliothekarischen Fortbildungen bereitstellen:
https://bibliotheksportal.de/information…/beruf/fortbildung/

Ankündigung 24. #BibChatDe – Bibliothek und Schule – wie arbeiten Bibliothek und Schule gut miteinander?

Am kommenden Montag, 04. März 2019, habt Ihr Euch mehrheitlich das Thema „Bibliothek und Schule – wie arbeiten Bibliotheken und Schulen gut miteinander?“ gewünscht.

Bibliotheken, besonders die Öffentlichen Stadtbibliotheken, arbeiten vielerorts schon lange erfolgreich mit Schulen aller Art zusammen.
Dies reicht von Führungs- und Serviceangeboten wie Medienboxen über gemeinsame Veranstaltungen bis hin zu Kooperationsvereinbarungen und Bildungspartnerschaften.
Auf der Seite Bildungspartner NRW sind verschiedene mögliche Kooperationsformen beschrieben: http://www.bildungspartner.schulministerium.nrw.de/ 

Beispiele für Kooperationsvereinbarungen zwischen Bibliotheken und Schulen hat der dbv nach Bundesländern geordnet gesammelt: https://www.bibliotheksverband.de/

Über das Bibliotheksportal ist die Broschüre „Wenn Bibliotheken Bildungspartner werden… – Leseförderung mit dem Spiralcurriculum
in Schule und Vorschule“ herausgegeben von Ute Hachmann und Helga Hofmann verlinkt: https://bibliotheksportal.de/ Link zum PDF

Was eine erfolgreiche Zusammenarbeit ausmacht und wie diese positiv beeinflusst werden kann, möchten wir durch folgende Diskussionsfragen erörtern:

1. Welche Erfahrungen habt Ihr persönlich schon bzgl. Bibliotheks- und Schulkooperationen gemacht? – 20:05

2. In welchen Bereichen kann und soll die Bibliothek die Schule unterstützen? Welche Bildungsaufgaben kann die Bibliothek übernehmen, welche nicht? – 20:15

3. Welche Faktoren beeinflussen die Zusammenarbeit von Bibliothek und Schule, sowohl positiv als auch negativ?
Wie lassen sich die negativen Faktoren positiv beeinflussen? – 20:25

4. Welche Wünsche und Anforderungen haben Lehrer*innen an die Bibliothek? – 20:35

5. Welche Wünsche und Anforderungen haben Bibliotheksmitarbeiter*innen an die Schulen? – 20:40

6. Wie sollte eine Kooperation organisiert sein? Ist eine vertragliche Regelung sinnvoll und wenn ja, wie soll diese aussehen? – 20:50

Ankündigung 23. #BIBChatDE – Fortbildungen für Bibliothekspersonal vs. Learning by doing – wann ist was sinnvoll? Wie bleibe ich neugierig und motiviert für Neues?

Am kommenden Montag möchten wir uns dem Thema berufliches Lernen widmen. Ihr habt Euch für den Titel „Fortbildungen für Bibliothekspersonal Vs. Learning by doing – wann ist was sinnvoll? Wie bleibe ich neugierig und motiviert für Neues?“ entschieden.

Die Bandbreite der Weiterbildungsmöglichkeiten in Deutschland ist sehr hoch, angefangen von Hochschul- und Volkshochschulkursen über Fernstudiengänge, eintägige Kurse bis hin zu Webinaren oder umfassendere Onlinekurse oder Blended Learning Angebote. Es gibt für jeden Lerntyp ein entsprechendes Angebot. Die Begriffe Weiterbildung und Fortbildung werden umgangssprachlich oft Synonym gebraucht. Als Fortbildung werden dabei ausschließlich Weiterbildungsmöglichkeiten verstanden, die einen qualifizierten Abschluss ermöglichen. Das können ein Titel, ein Zertifikat oder einfach ECTS-Punkte sein. Was in Deutschland als Fortbildung verstanden wird, kann im Berufsbildungsgesetzt (BBiG) nachgelesen werden (§ 53 Fortbildungsordnung). 

Im Vergleich dazu steht das Learning by doing. Darunter versteht man das anlassbezogene Lernen mit allen in der Situation zur Verfügung stehenden Ressourcen. Das können Kolleg*innen sein, Bücher, Webinare oder ein YouTube-Video. Hier geht es in der Regel um eine Wissenslücke, welche kurzfristig gefüllt werden muss. 

Wir möchten mit Euch über beide Möglichkeiten des Wissenserwerbs diskutieren und die Vor- und Nachteile beider Formen erörtern. Die Fragen des Abends lauten:

  1. Welche Fortbildungen habt Ihr zuletzt besucht oder besucht Ihr derzeit? Wie zufrieden seid Ihr/wart Ihr?
  2. Was versteht Ihr unter Learning by doing? Was habt Ihr zuletzt so gelernt?
  3. Für welche Themen haltet Ihr Fortbildungen für geeigneter?
  4. Welche Themen kann man besonders gut mit Learning by doing lernen.
  5. Ergänzt ihr besuchte Fortbildungen durch Learning by doing in der Praxis?
  6. Wie motiviert Ihr Euch Neues zu lernen?

Links zum Thema:

Durchstarten 16/17: Weiter durch Bildung (Bundesagentur für Arbeit)

Bibliotheksportal – Fort- und Weiterbildung

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) – Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Ankündigung 22. #BIBchatDE am 07.01.2019 – „Mit Nao und Pepper zum CoWorking in die OpenLibrary?“

Am ersten BibChat-Abend im neuen Jahr wollen wir mit euch Rückschau und Ausblick halten. Lasst uns diskutieren und austauschen, was für euch DIE Themen des Jahres 2018 waren, was euch dabei überrascht hat, worauf ihr unbedingt aufbauen wollt. Womit wollt ihr euch 2019 erstmals auseinandersetzen, wofür bräuchtet ihr unterstützenden Austausch oder Fortbildungsangebote? Hacking und Coding, Backformen ausleihen oder virtuelle Reisen neben der Infothek – welche Trends bleiben, welche gehen? Werden wir alle Entscheidungsprozesse via Design Thinking herbeiführen oder habt ihr schon Erfahrung mit „Working out loud“?
Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen und Einschätzungen und nehmen dabei gerne Anregungen mit, um wie zuletzt im November und Dezember gezielt Expertinnen zu einzelnen Themen dazu zu holen für die BibChats 2019.
Wir freuen uns, wenn ihr wieder dabei seid am Montag, den 7.Januar von 20-21 Uhr.

Hier die Fragen für den Abend – für alle, die sich vorbereiten wollen oder es vielleicht nicht punktgenau schaffen, mitzutwittern, aber die ein oder andere Antwort via Tweetdeck terminieren möchten:

F1 Wenn ihr an das letzte Jahr zurückdenkt: welche (max 3) Themen haben die Bibliothekswelt am meisten geprägt/beschäftigt? (20:03 Uhr)

F2 Welche neuen Themen/Trends habt ihr 2018 in eurer Bibliothek erstmals umgesetzt und in welcher Weise? (20:12 Uhr)

F3 Womit hättet ihr zu Beginn des letzten Jahres nicht gerechnet, dass ihr euch in eurer Bibliothek auseinandersetzen müsst/werdet – im Positiven oder Negativen? (20:19 Uhr)

F4 Welche neuen Entwicklungen/Themen wollt ihr in euren Bibliotheken umsetzen bzw habt ihr in euren Jahreszielen für 2019 festgehalten? (20:27 Uhr)

F5 Welche Unterstützung wünscht/ braucht ihr dafür? Wie haltet ihr euch dazu auf dem Laufenden? Mit wem sind dabei Kooperationen sinnvoll? (20:35 Uhr)

F6 Welche Art Fortbildungen werden in diesem Jahr in eurer Bibliothek am meisten benötigt werden, um „up to date“ zu sein? Wo/wie findet ihr dafür Angebote oder von wem wünscht ihr euch diese? (20:41 Uhr)

F7 Welche Themen sind aus eurer Sicht gerade Trends, die bald wieder verschwinden werden, was hat das Zeug dazu, auch auf längere Zeit im Bibliotheksalltag Bestand zu haben? (20:47 Uhr)

Links zur Einstimmung