Ankündigung 50. #BibChatDE: Digitale #Veranstaltungsformate von #Bibliotheken und weiteren #Kultureinrichtungen

Die Wahl war auch diesmal eindeutig. Bei unserem 50. #BIBchatDE am Montag, den 3. Mai 2021 diskutieren wir über das Thema „Digitale #Veranstaltungsformate von #Bibliotheken und weiteren #Kultureinrichtungen“.

Gleichwohl die Digitalisierung auf dem Vormarsch ist und digitale Formate kontinuierlich weiterentwickelt werden, ist die Umsetzung solcher Formate bedingt durch die Pandemie in kürzester Zeit stärker ins Bewusstsein unserer Gesellschaft gerückt. Auch Bibliotheken können sich dem nicht verschließen, bürgt es doch ein großes Innovationspotenzial, bspw. in Form einer Reformstrategie (Angebot weiterentwickeln) oder als Vermarktungsstrategie (Marktpotenzial erkunden, neue Zielgruppen gewinnen) oder als Flexibilisierungsstrategie, will man digitale Angebote für die Nutzer*innen individualisieren oder Synergieeffekte z.B. nutzen. Solche Fragen sollten in geeignete Konzepte und Rahmenbedingungen münden, weil der Einsatz von Tools und Plattformen zunächst keinen Mehrwert darstellt, als etwa gegenüber konventionellen Formaten. Dies stellt die Bibliotheken vor Herausforderungen, über die wir gerne mit Euch sprechen möchten. Wie lassen sich bspw. nachhaltig digitale Formate in Bibliotheken verankern? Was muss bei Konzepten beachtet werden? Welche Kanäle und Tools/Plattformen sind geeignet? Welche anderen Kultureinrichtungen könnte man als Partner gewinnen? Praxisbeispiele dürfen natürlich auch nicht fehlen. Vielleicht bietet es für einige eine Orientierungshilfe!

Zur Vorbereitungen auf den BIBchatDE könnt ihr Euch hier noch informieren:

Fragen für den Chat:

F1 Starten wir mit einer offenen Frage: Welche digitalen Veranstaltungsformate kennt Ihr?

F2 Konventionelle versus onlinebasierte Veranstaltungsformate – wo liegen Vor- und Nachteile?

F3 Welche Überlegungen fließen in ein (geeignetes) Konzept?

F4 Wie lassen sich nachhaltig digitale Veranstaltungsformate in Bibliotheken verankern und was benötigt Eure Einrichtung dafür? (z.B. Tools, Kompetenzen u.a.)

F5 Welche Plattformen eignen sich für digitale Veranstaltungsformate?

F6 Natürlich wollen wir jetzt Praxisbeispiele hören, die in Bibliotheken gut funktionieren.

F7 Habt Ihr sonst zu dem Thema noch Anregungen oder Fragen für die Runde?

Wir freuen uns auf die Diskussion mit Euch!

 

Rückblick 44. #BIBChatDE: Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe in Bibliotheken und Informationseinrichtungen

In der November-Ausgabe vom BIBChatDE haben wir uns zum Thema Barrierefreiheit und Inklusion ausgetauscht, ein sehr wichtiges Thema, was im beruflichen Alltag leider nicht immer ausreichend gewürdigt und umgesetzt wird.

Diversität prägt unseren Öffentlichen Raum, somit sollte eine Pflicht auch dahingehend bestehen, auf der Grundlage von Gerechtigkeit und Respekt, eine kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Dazu müssen die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die häufig im beruflichen Alltag nicht ausreichend berücksichtigt werden oder aufgrund fehlender Mittel nicht umgesetzt werden können. Ein solcher Beitrag kann der Abbau von Barrieren sein und die Förderung von Inklusion im Öffentlichen Raum.

Als Öffentliche Einrichtung können gerade die Bibliotheken einen Beitrag dazu leisten. Die Teilnehmer*innen des BIBChatDE verstehen darunter bspw. den barrierefreien Zugang zu Wissen, aber auch der barrierefreie Zugang ins Gebäude, eine gute Beschriftung der Regale und der Medien, die Kooperation mit anderen Einrichtungen (Blindenhörbücherei) oder mit Gebärdendolmetscher*innen, können einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Auch im Netz kann ein Beitrag dazu erzielt werden, so durch einen barrierefreien Zugang auf der Webseite.

Natürlich wurden auch die Probleme genannt, die oft zumeist finanzieller Natur sind oder der Gebäudesubstanz geschuldet sind. Auch die fehlende Expertise wurde dabei genannt und zugleich ein Diversitätsmanagement für die Bibliotheken gefordert, was auch daraus resultiert, sich selbst in eine Situation hineinzuversetzen und Lösungen zu konzipieren, von der man selbst nicht unmittelbar betroffen ist. Somit ist es wichtig, ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen und eine Kooperation mit Expert*innen in die Wege zu leiten.

Ankündigung: 44. #BIBchatDE – Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe in Bibliotheken und Informationseinrichtungen

Für den 44. #BIBchatDE am Montag, den 02.11.2020, 20-21 Uhr, habt Ihr euch für das Thema „Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe in Bibliotheken und Informationseinrichtungen“ entschieden.
Wie wir alle wissen, befindet sich unsere Gesellschaft in einem kontinuierlichen Wandel, geprägt durch Digitalisierung und gesellschaftlicher Diversität. Auf allen Ebenen, sowohl im physischen als auch im virtuellen Raum, wird der Ruf nach Barrierefreiheit und kultureller Teilhabe für alle Menschen lauter.
Seit 2009 bemühen sich die Bibliotheken auf der Basis der ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verstärkt darum, einen barrierefreien Zugang zu den Bibliotheksangeboten zu erzielen. Hierzu wurde 2018 beispielsweise die „AG Barrierefreiheit in (digitalen) Bibliotheken“ gegründet. Die AG setzt sich für einen barrierefreien Informationszugang ein, aber auch für einen zeitgemäßen Bibliotheksbau und für kulturelle Teilhabe.
2011 trat die BITV 2.0 (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung) in Kraft, also der barrierefreie Auftritt im Web, was aber bislang nur für Bundesbehörden Gültigkeit hat.
Zur Vorbereitung möchten wir Euch gerne die folgende Literatur an die Hand geben:
Folgende Fragen haben wir für euch vorbereitet:
1.) Warum ist Barrierefreiheit und kulturelle Teilhabe so wichtig? 20:05
2.) Warum ist es eine bibliothekarische Aufgabe? 20:15
3.) Welche Beiträge können die Bibliotheken dazu liefern? 20:25
4.) Wo entstehen Probleme bei der Umsetzung und welche Rahmenbedingungen
     werden benötigt? 20:35
5.) Was ist Euch zu dem Thema noch wichtig? 20:45

Abstimmung für den 44. #BibChatDe am 02. November 2020

Am 02. November 2020 um 20 Uhr findet der 44. BibChatDe statt.

Die Themenvorschläge stehen ab jetzt bis zum 21. Oktober zur Abstimmung.
Bitte gebt wie gewohnt Eurem Wunschthema ein Like.
Wenn Ihr Ideen und Vorschläge für Diskussionsfragen habt, meldet Euch gerne bei unserem Twitter-Account.

Die Themenvorschläge lauten:

 

Abstimmung für den 39. #BibChatDe

Der 39. BibChatDe findet am 08. Juni 2020 um 20 Uhr statt. Wie immer stimmt Ihr über das Diskussionsthema ab, favorisiert einfach den Tweet. Die Abstimmung endet am 04. Juni 2020.

Rückblick auf den 35. #BIBchatDE #Zukunft der kleinen #Bibliotheken in Stadtteilen und auf dem Land

Am 03. Februar 2020 haben wir unseren 35. BIBchatDE gefeiert und uns bundesweit zum genannten Thema der Zukunft kleinerer Bibliotheken ausgetauscht. Der Austausch war sehr ergiebig gewesen.

Wir kennen sie alle, die Bibliotheken auf dem Lande oder die Stadtteilbibliotheken, die ehrenamtlich oder hauptamtlich geführt werden. Für viele unserer Teilnehmer*innen verbinden sich damit Kindheitserinnerung, waren die Einrichtungen doch Anlaufstelle und erster Berührungspunkt mit einer Bibliothek. Die Bedeutung der kleineren Bibliotheken wird recht unterschiedlich in der Republik wahrgenommen, während unsere Nachbarstaaten längst die Bedeutung erkannt haben, wie in den Niederlanden oder Belgien. Fest steht aber, dass mit Social-Media, unsere kleineren Bibliotheken mehr ins Bewusstsein der Gesellschaft gerückt sind, abseits der finanzstarken Großstadtbibliotheken.

Landbibliotheken und Stadtteilbibliotheken bilden oft den ersten Berührungspunkt. Die Nutzer*innen gelangen leichter an Medien, oft niederschwelliger als in der Zentralbibliothek. Die kleineren Einrichtungen sind ein wichtiger Standort zur Medienversorgung auf dem Lande oder im Stadtteil, ohne längere Fahrzeiten und bedienen auch sonst unterschiedliche Präferenzen. Viele Teilnehmer*innen sehen im Rückblick die Bibliotheken als Meilenstein zur Selbstständigkeit, wenn man sich als Kind selbst mit Medien vorsorgen konnte. Nachteilig mag sicherlich sein, dass den Zentralbibliotheken damit Ressourcen genommen werden, anderseits entlasten dezentrale Strukturen die Zentralbibliotheken. Kritisch ist auch weniger die Ausstattung, als vielmehr das fehlende Personal.

Dies ist einer von mehreren Gründen, mit denen die kleineren Bibliotheken zu kämpfen haben. Finanzielle Probleme wirken sich immer auf das Personal und die Ausstattung aus. Zwar kann die Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken in den jeweiligen Bundesländern helfen, gleichzeitig besteht aber die Pflicht der Kommune darin, die Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Dies setzt voraus, dass die Bibliotheken gegenüber ihrer Kommune oder Landgemeinde in die Offensive gehen, andernfalls sieht die Zukunft negativ aus.

Auf die Frage, wie die Zukunft der Bibliotheken aussieht, waren sich viele einig, dass der demografische- und strukturelle Wandel vor allem auf dem Land zum Problem werden. Anderseits kann man nicht pauschalisieren, weil es unterschiedlich strukturschwache und strukturstarke Gegenden gibt. Die Zukunftsfähigkeit kann dadurch erzielt werden, wenn die lokale Situation und die Bedürfnisse der Nutzer*innen und Nichtnutzer*innen in den Fokus gerückt werden. Medienangebote sind immer eine, die Aufenthaltsqualität das andere.

Entsprechend müssen die Rahmenbedingungen vorhanden sein. Natürlich kann die Standardformel schnell formuliert werden: Finanzen, Personal und Best-Practice. Es zeigt sich aber auch, dass die Bibliotheken viel stärker in die Offensive gehen müssen. Dies setzt auch voraus, dass strategisch und operativ gehandelt wird. Vielleicht mag der erste Schritt auch damit beginnen, wenn die normative Einstellung, wenn sich das Selbstverständnis des Bibliothekspersonals ändert. Dies setzt voraus, dass wir uns auf der Makroebene mit unserem Selbstverständnis auseinandersetzen müssen.

Die Tweets zum Thema wurden wieder in einem Wakelet festgehalten.

Ankündigung 35. #BIBchatDE #Zukunft der kleinen #Bibliotheken in Stadtteilen und auf dem Land

Hiermit laden wir euch herzlich zum nächsten #BIBchatDE am Montag, den 3. Februar von 20-21 Uhr ein!

Wie immer hattet ihr die Wahl und habt euch für die Zukunft der kleinen Stadtteilbibliotheken und Bibliotheken auf dem Land entschieden. Wenn Ihr an Bibliotheken auf dem Lande denkt oder an eure Stadtteilbibliotheken, was macht den Reiz der Einrichtung aus? Warum sind die Einrichtungen so wichtig? Auf der anderen Seite, wenn man auf OPUS zum Thema „Bibliothekssterben“ sucht oder bei der gleichnamigen Seite beim BIB, wird schnell die Bilanz der letzten Jahrzehnte sichtbar, wie die Einrichtungen immer mehr verschwinden. Doch was die Gründe? Dies möchten wir gerne mit euch am 3. Februar diskutieren. Wie immer haben wir Lesestoff und die Fragen vorbereitet: 

F1: Welche Bibliotheken auf dem Land oder in der Stadt kennst Du? (20:05)

F2: Welche Vor-/Nachteile bieten Stadtteil- und Landbibliotheken oder reicht nicht eine Zentralbibliothek oder Landkreisbibliothek aus? (20.10 Uhr)

F3: Was sind die Gründe für das Bibliothekssterben auf dem Lande und in den Stadtteilbezirken? (20:15 Uhr)

F4: Wie siehst du die Zukunft von Stadtteil- und Landbibliotheken? (20:25 Uhr)

F5: Wie müssen sich die Bibliotheken verändern, um zukunftsfähig zu bleiben? (20:35Uhr)

F6: Welche Rahmenbedingungen werden benötigt? (20:40 Uhr)

Literatur:

https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/20942/223_umlauf.pdf?sequence=1

https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/20969/073_locher.pdf?sequence=1&isAllowed=y

https://www.nzz.ch/feuilleton/tod-durch-verdummung-ld.1365157

https://www.tagesspiegel.de/berlin/bibliotheken-in-berlin-die-haelfte-der-buechereien-ist-geschlossen/9350980.html

https://www.bib-info.de/verband/projekte/portal-bibliotheksleben-bibliothekssterben/bibliothekssterben.html

https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/wochenende-gesellschaft/bibliothek-der-zukunft-wie-ueberleben-bibliotheken-die-digitalisierung

Rückblick auf den 32. BIBchatDE zu Buchblogger und Bibliotheken

Am Montag, den 04. November 2019 fand der 32. Bibchatde zum Thema Buchblogger und Bibliotheken statt. Unser Gastmoderator Uwe Kalkowski (@cafehaussitzer auf Twitter) konnte dabei von seinen Erfahrungen berichten, was auch dazu führte, dass weitere Buchblogger am Verlauf der Diskussion teilgenommen haben – eine tolle Sache! Alle Teilnehmer*innen waren sich zunächst darüber einig, dass ein Literaturblog eine echte Bereicherung sei. Man würde so schneller auf gute Bücher aufmerksam, die man zuvor gar nicht in Betracht gezogen hätte und Literaturblogs können eine gute Quelle für Bibliotheken im Rahmen ihres Bestandsmanagements sein. Der Lohn solcher Blogs sind letztlich die dankbaren Leser*innen.

Schwieriger ist jedoch die Frage, wie man gute Literaturblogs finden kann. Eigenverantwortung und fleißiges lesen mag die eine Seite sein, anderseits ist das Internet entsprechend groß. Somit wurden im bibchatde die Rolle von „Blogrolls“ diskutiert, wie von entsprechenden Seiten, die gute Literaturblogs jeweils jährlich prämieren (z.B. Buchblog-Awards).

Auf die Frage, warum die Bibliotheken selbst kaum eigene Literaturblogs betreiben, kamen fast alle Teilnehmer*innen zum gleichen Ergebnis: Genannt wurden zeitliche Gründe und fehlendes Personal. Darüber hinaus streben die Bibliotheken danach, mehr als nur Literaturorte zu sein, entsprechend sei die Literatur nur ein Serviceangebot. Dabei muss ein Blog nicht professionell gestaltet sein, er sollte letztlich persönlich sein, eine klare Haltung haben und eine interessante Titelauswahl, die nicht nur zwangsläufig nur Neuerscheinungen haben muss.

Damit Ihr die Diskussion nachlesen könnt, haben wir die Dokumentation in einem Wakelet zusammengestellt.

Ankündigung 32. #BIBchatDE – Buchblogger und Bibliotheken

Der 32. BibChatDe am 04. November, 20:00 Uhr, widmet sich dem Thema Buchblogger und Bibliotheken.

Buchblogger erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit, eine Tatsache, die auch die Bibliotheken für sich zu eigen machen können, denn oftmals kommt die Öffentlichkeitsarbeit zu kurz, wenn Zeit und Ressourcen für eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit fehlen. Warum also keinen Mehrwert schaffen, zumal auch Buchblogger von Bibliotheken profitieren können? Eine fruchtbare Allianz also oder etwa doch nicht?

Lasst uns zu dem Thema auf dem nächsten BibChatDe darüber reden. Als Gastmoderator begrüßt euch der Literaturblogger (www.kaffeehaussitzer.de) Uwe Kalkowski, auch bekannt als @cafehaussitzer auf Twitter.

Für die Diskussion haben wir Euch folgende Fragen vorbereitet:

F1: Literaturvermittlung im Netz: Wie werden Literaturblogs von Leserinnen und Lesern wahrgenommen? (20:05)

F2: Es gibt Buchblogs zu jedem nur denkbaren Genre. Wie finde ich als Leser für meine Interessen passende Literaturblogs? (20:15)

F3: Eine Bibliothek mit eigenem Literaturblog? Warum gibt es das kaum?  (20:25)

F4: Was zeichnet einen guten Literaturblog aus? (20:35)

F5: Habt Ihr Lieblingsliteraturblogs? Welche könnt Ihr empfehlen? (20:45)

Natürlich haben wir Euch wieder Lesetipps vorbereitet:

Topliste der deutschen Buchblogger: https://www.lesestunden.de/topliste/

BUCHBLOGS. EINE LINKLISTE: https://kaffeehaussitzer.de/buch-und-literaturblogs/

„Ein Blog ist wie ein Marathonlauf, nicht wie ein Sprint.“ Ein Beitrag im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels zum Thema Literaturblogs. https://www.boersenblatt.net/artikel-interview_mit__kaffeehaussitzer__uwe_kalkowski.1269144.html

Rückblick auf den 26. #BIBchatDE „Bibliotheksverbünde: Was haben sie gebracht, wie werden sie genutzt, wie zeitaufwendig sind sie?

Beim letzten BIBChatDE am 06. Mai haben wir uns über das Thema Bibliotheksverbünde unterhalten. Für alle die nicht dabei waren, haben wir mit dem Tool Wakelet alle Tweets (Fragen & Antworten) nochmal zusammengefasst:

https://wakelet.com/wake/a4cbf593-834c-4733-a76a-287fcd4a5ec9

Niemand bestreitet die Vorteile der Bibliotheksverbünde, die einen Mehrwert für die Nutzer haben und die Bibliotheksarbeit ebenfalls erleichtert haben, sei es durch Synergieeffekte in der Katalogisierung oder wegen der überregionalen Recherchemöglichkeiten und durch die Möglichkeit der Fernleihe. Dafür eine zentrale Stelle zu haben, wird als klarer Vorteil der Teilnehmenden gesehen. Dadurch, dass wir als Konsortium auftreten, können wir aus finanzieller Perspektive auch bessere Konditionen herausholen. Der Nachteil ist freilich, dass die unterschiedlichen Anforderungen einzelner Bibliotheken, einer gemeinsamen Struktur untergeordnet werden müssen.

Dabei müssen sich die Bibliotheksverbünde den Anforderungen der Digitalisierung stellen, welche zu einer Veränderung der Informationsstruktur führen wird. Die Verbünde müssen sich dann neue Strukturen und technische Lösungen überlegen, die mit bestehenden Strukturen zweifelsohne in Konflikt geraten werden. Noch vor den Lösungen muss jedoch das Personal vorhanden sein und es muss Koordinator*innen geben, die mit ihren Kompetenzen den Mut aufbringen, solche Lösungen durchzusetzen. Natürlich darf eine Vernetzung mit entsprechenden Partnern nicht fehlen.

Auf die Frage, ob es gute Beispiele aus den anderen Ländern geben würde, wurden dann Frankreich und auch die Schweiz genannt. Der Nationalkatalog in Frankreich wurde dabei hervorgehoben und der Verbund SLSP in der Schweiz, der modulartige Dienstleitungen auf nationaler Ebene anbietet. Dabei wurde jedoch kritisiert, dass die modulartigen Dienstleistungen sich im Moment zu stark auf den Katalog von Ex Libris konzentrieren und wenig Spielraum für Innovationen bieten. Dabei wurde Deutschland, was neue Lösungsansätze angeht, als experimentierfreudiger bezeichnet.

Fazit: Vielleicht waren die Fragen nicht einfach, weil wir aus unserem beruflichen Kontext die Vorteile der Bibliotheksverbünde kennen, auch wenn sicherlich einiges kritisiert werden kann. Fest steht aber, dass wir im Kontext der digitalen Transformation neue Wege gehen müssen und dazu bieten sich neue Lösungen an und die Zusammenarbeit mit externen Partnern. Wir sind jedenfalls gespannt, was sich in den nächsten Jahren abzeichnet wird.