UNSER RÜCKBLICK AUF DEN 9. BIBCHATDE

Berufsanfänger und Quereinsteiger in Bibliotheken Rückblick

Im 9. Bibchat standen Berufsanfänger und Quereinsteiger im Mittelpunkt der Diskussion. Unter den 25 TeilnehmerInnen waren ein knappes Drittel QuereinsteigerInnen. Zum Nachlesen der Beiträge eignet sich das Storify. Die Tweets können auch über unser Archiv gelesen werden: goo.gl/SE9EWV

In Bibliotheken ist viel Bewegung, auch personell. Vielerorts wird über Nachwuchsmangel geklagt. Die Situation wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen. Gute Zeiten also für alle diejenigen, die gern in einer Bibliothek arbeiten würden und die gefragten Qualifikationen und Erfahrungen mitbringen. Aber wie begehrt ist es, in einer Bibliothek zu arbeiten? Viele reizt die Vielfalt der Tätigkeiten im Umfeld von Mensch, Literatur und Digitalisierung. Auch die Idee der Bibliothek als nichtkommerzieller Bildungsort, der Zugang zu Informationen bietet und Raum für Begegnung schafft, ist ein sinnstiftender Faktor.

Schon immer haben in Bibliotheken Menschen aus verschiedenen Berufsfeldern zusammengearbeitet. Zunehmend gefragt sind IT-Fachleute (z.B. für digitale Langzeitarchivierung, Open Access oder Forschungsdatenmanagement) und Pädagogen (z.B. für die Förderung von Medien- und Lesekompetenz).

Wie gelingt der Berufseinstieg? Es wurden einige konkrete Tipps fürs erste Arbeitsjahr in einer Bibliothek gegeben. Die Kunst besteht darin, alles Neue aufzunehmen, sich einzugliedern und mit anzupacken, und gleichzeitig mit dem frischen Blick von außen neue Ideen einzubringen. Neulinge sollten zudem alle Vernetzungsmöglichkeiten nutzen und auch weiterbildungstechnisch am Ball bleiben.

Die bibliothekarische Ausbildung (einschließlich Studium) soll auf der Höhe der Zeit sein, auch bei technischen Entwicklungen. Hier empfiehlt sich die Einbindung von Praktikern und Experten in die Lehre. Die Ausbildung kann jedoch nicht auf jedes mögliche Einsatzgebiet optimal vorbereiten und keine zukünftigen Entwicklungen vorwegnehmen. Ihre Aufgabe liegt in der Vermittlung eines stabilen und breiten fachlichen Fundaments sowie in der Förderung von Metakompetenzen. Ziel sollte sein, den Nachwuchs zu motivieren, sich den wandelnden Herausforderungen der Bibliotheks- und Informationsbranche immer wieder neu selbstdenkend und -handelnd zu stellen. Also auf zur lebenslangen Bildung… und zum nächsten Bibchat!

Der 10. Bibchat wird ausnahmsweise nicht am ersten Montag des Monats stattfinden, sondern am Montag, den 8. Januar. Wir hoffen, ihr seid auch im nächsten Jahr wieder dabei und wünschen euch von Herzen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Vorher könnt ihr noch abstimmen, welches Thema am 8. Januar 2018 um 20 Uhr diskutiert werden soll.

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Über MNeumann

Hallo, mein Name ist Marlene Neumann. Studiert habe ich Bibliotheks- und Informationswissenschaften in Leipzig und Berlin. Bei Twitter bin ich als @marlene_n unterwegs. Dort gefällt mir der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen sowie mit allen Bibliotheksinteressierten. Mir ist es wichtig den eigenen Horizont weiten, Informationen teilen und gemeinsam über die Rolle der Bibliothek reflektieren zu können. Die Anregungen und Denkanstöße nutze ich für meine Arbeit als Verantwortliche für Bibliotheksentwicklung, Qualitätsmanagement und digitale Medien in der Erlanger Stadtbibliothek. Meine beruflichen Schwerpunkte sind außerdem: Öffentlichkeits- und Veranstaltungsarbeit, Lektorat, Informationsdienst, Online-Kommunikation und Bibliothekspädagogik. Privat interessiere ich mich für das Welt- und Zeitgeschehen, Kultur und Literatur. Ich reise gern und mag die Fränkische Schweiz, das Wandern und Biergärten.

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