Arbeit 4.0 – Wie verändert sich die Arbeitswelt für Bibliotheksmitarbeiter*innen?

Das Abstimmungsergebnis für die Themenwahl war sehr eindeutig und zeigt, wie sehr das Thema „Arbeit 4.0“ die Mitarbeiter*innen Bibliotheken beschäftigt.
Die Digitalisierung verändert nicht nur die Bibliothek für die Nutzer*innen, sondern auch für die Mitarbeiter*innen in den Bibliotheken, was auch Auswirkungen auf die Angebote der Bibliotheken haben wird. Doch was bedeutet Arbeit 4.0 eigentlich wirklich? Was ändert sich tatsächlich? Wo stehen wir überhaupt?
Das letzte Heft von „Buch und Bibliothek“ machte die Arbeit 4.0 zum Aufmacher und beleuchtet viele Aspekte. Unlängst berichtete die FAZ, dass in der Deutschen Nationalbibliothek die inhaltliche Erschließung von Büchern mittels künstlicher Intelligenz erfolgen soll. Schlagwörter wie „Digital Leadership“ (Führen in Zeiten der Digitalisierung) werden in die Diskussion geworfen. „Arbeitswelten der Zukunft“ ist auch Thema des Wissenschaftsjahres 2018, und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat ein Grünbuch „Arbeit 4.0“ veröffentlicht – „Arbeit 4.0“ ist ein drängendes Thema.

Wir wollen im nächsten BIBChat diskutieren, wie sich die Arbeit in Bibliotheken in den nächsten Jahren an die Herausforderungen und Möglichkeiten der digitalen Welt anpassen wird und muss.

Uns geht es einmal mehr darum, sich dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu nähern, Erfahrungen und Meinungen auszutauschen und Anregungen der Twitter-Community einzuholen und Impulse für eine weiterführende Diskussion zu setzen. Wir hoffen: Ihr seid wieder dabei!

Lesetipps vorab:

„Grünbuch Arbeit 4.0 – Arbeit weiter denken“ des BMA
www.arbeitenviernull.de/dialogprozess/gruenbuch.html

Arbeit 4.0: BIB-Foren auf der Frankfurter Buchmesse http://www.bib-info.de/…/Buchme…/Buchmesse-Flyer2016.pdf

Automatisierte inhaltliche Erschließung bei der Deutschen Nationalbibliothek:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/maschinen-lesen-buecher-deutsche-nationalbibliothek-setzt-auf-technik-15128954.html

Schwerpunkt „Buch und Bibliothek“ Arbeit 4.0
http://b-u-b.de/arbeit-4-0/

Veränderte Rollen/Arbeitsweisen in der Bibliothek
http://www.netzpiloten.de/bibliothek-makerspace-coworking-digitalisierung/

Erläuterung „Digital Leadership“
https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Leadership)

Leben in Städten der Zukunft
https://www.morgenstadt.de/

Die Fragen beim BIBChat zur Vorbereitung:

F1 Welche stärkste Veränderung habt Ihr selbst bereits in der Bibliotheksarbeit 4.0 wahrgenommen? Auch als Nutzer?

F2 Die Digitalisierung verändert die Zusammenarbeit von Teams. Wie und wodurch sollte das geschehen? Ist „Digital Leadership“ ein Thema?

F3 Nicht nur mechanische Tätigkeiten (wie z.B. RFID) werden in Zukunft automatisiert. Welche inhaltliche Automatisierung kannst du dir vorstellen?

F4 Nun mal konkret: Welche Tätigkeiten in Bibliotheken werden immer noch überwertetet und könnten automatisiert werden bzw. ganz wegfallen?

F5 Wie agieren (agile) Nutzer*innen in der Arbeitswelt 4.0? Was erwarten Sie von der (agilen) Bibliothek? Und was nicht (mehr)?

F6 Bei allen positiven „Prophezeiungen“ von Veränderung durch die Digitalisierung: Welche Vorteile und welche Nachteile seht ihr?

F7 Welche Anregungen, Fragen hast du noch zum Thema?

F8 Im Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit: Themenvorschläge für den nächsten #BIBchatDE?

ANKÜNDIGUNG 3. #BIBCHATDE AM 05.06.2017

Ihr habt entschieden: Die meisten Faves bei der Themenwahl für den 3. BIBChatDE entfielen auf das Thema:

„Raus aus der Bibliothek. Wo sollen Bibliotheken morgen aktiv sein?“

Beim letzten BIBChatDE ging es häufig darum, wie die Bibliotheken sichtbarer werden können. Dazu gehört zum einen der Wunsch nach einer stärkeren, aktiven Präsenz in den Sozialen Medien und in der Digitalen Kommunikation, zum anderen auch ganz praktisch, dass die Bibliotheken ihre Angebote einer breiten Öffentlichkeit außerhalb der Bibliothek vermitteln sollten.

Dabei reicht es sicher nicht, nur Werbung für die Angebote der Bibliothek zu machen. Vielmehr erkennen viele Bibliotheken, dass es wichtig ist, lokale und ebenso überregionale Netzwerke zu schaffen, um für die Bibliothek eine Community über den eigenen Tellerrand hinaus aufzubauen und auf bestehende Communities zuzugehen.

Damit Ihr Euch für den nächsten BIBChatDE vorbereiten könnt, haben wir hier schon einmal die Fragen aufgelistet, die am Montag, 05. Juni von 20.00 bis 21.00 Uhr diskutiert werden.

F1 In Schulen und Kindergärten sind Bibliotheken schon zur Leseförderung aktiv und gehen mit ihren Angeboten raus. Welche Einrichtungen vor Ort kannst du dir noch vorstellen, an die man bislang nicht gedacht hat?

F2 Wo und wie sollten Bibliotheksangebote darüberhinaus außerhalb der Bibliothek in deiner Stadt präsent sein, wo sie es heute noch nicht sind?

F3 In jeder Branche finden Fachtreffen statt. Wie findest du es wenn auf diesen „Filterblasentreffen“ auch „Fachfremde“ vertreten sind?“

F4 Cebit, Gamescom, re:publica … – die Angebote sind groß. Welche Treffen sollten für dich ganz konkret in Zukunft zum Pflichtprogramm für Bibliotheksmitarbeiter gehören und warum?

F5 Was müssen die Bibliotheken aus Deiner Sicht tun, um für diese neuen „Communites“ überhaupt interessant zu sein?

F6 Welche Anregungen, Fragen hast du noch zum Thema?

F7 Im Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit: Themenvorschläge für den nächsten #BibchatDE?

#BibChatDE auf dem Bibliothekartag 2017

Am Donnerstag, den 1. Juni 2017, stellen wir auf dem Deutschen Bibliothekstag in Frankfurt das Projekt BibChat.de auf dem Podium der Verbände vor.

Wer die Möglichkeit hat, vorbeizukommen, kann die Gelegenheit gerne nutzen, sich zu informieren, uns zu fragen und  Anregungen zu geben.

Folgt uns auf Twitter, gestaltet die Themenauswahl mit, sagt und twittert es ins Land und diskutiert mit uns, wir freuen uns!

Jeden ersten Montag des Monats von 20-21 Uhr suchen wir den Austausch mit allen, die Bibliotheken spannend finden und Ideen einbringen wollen, Fragen stellen, sich mit uns vernetzen wollen. Im Vorfeld wird ein Thema ausgewählt und los geht’s.

Dirk, Marlene, Stephan und Tanja