Rückblick auf den 24. #BibChatDe – Bibliothek und Schule: wie arbeiten Bibliotheken und Schulen gut zusammen?

Der Rückblick mit allen Tweets ist über wakelet.com abrufbar:
http://wke.lt/w/s/Upxiw

Zum Thema Bibliothek und Schule gab es – trotz Rosenmontag – viel interessierte Beteiligung.

Zuerst wurde nach persönlichen Erfahrungen mit Schulkooperationen gefragt.
Die Antworten reichten von losen bis vertraglich geregelten Kooperationen, Führungen und Medienangebot für Schulen, Facharbeits- und Recherchetraining, Zweigstellen in Schulgebäuden
Als problematisch wurde die Kommunikation zwischen Bibliothek und Schule genannt, die durch wenig Kenntnisse über den jeweiligen Institutionsalltag sowie fehlende Rückmeldungen erschwert werde.

Zur Frage nach den Bereichen, in denen die Bibliothek für Schulen unterstützend wirken kann und wo die Grenzen liegen, gab es verschiedene Ansichten. Medienpädagogik sei Aufgabe der Schule, Medienbereitstellung und -vermittlung sei Bibliotheksaufgabe. Andere sahen die Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz eindeutig als Bibliotheksaufgabe an. Hervorgehoben wurde die unterstützende und ergänzende Funktion der Bibliothek.

Kooperationen zwischen Bibliothek und Schule werden von diversen Faktoren beeinflusst.
Schulen bewegen sich im Rahmen des Lehrplans, Bibliotheken sollen diesen bei der Angebotsentwicklung berücksichtigen, um relevante Konzepte mit Mehrwert anzubieten.
Vielerorts hängt die Zusammenarbeit von der Motivation und Bereitschaft der beteiligten Personen ab.

Zu Wünschen und Anforderungen, die Bibliothek und Schule sich gegenseitig stellen, wurden u.a. zeitnahe Rückmeldung, Relevanz der Angebote, Flexibilität bei Terminfindung, Kooperationsbereitschaft, gegenseitiges Verständnis und feste Ansprechpartner genannt.

Zuletzt wurde nach der Organisation von Kooperationen gefragt.
Verbindliche Verträge wurden insgesamt als positiv gesehen, um langfristige Zusammenarbeit zu ermöglichen. Dennoch soll Raum für Anpassungen und Spontaneität gegeben sein. Es wurde eine Dauer von fünf Jahren mit anschließender Evaluation und Anpassung empfohlen.

Unser Rückblick auf den 22. #BIBchatDE – Mit Nao und Pepper zum Coworking in die Bibliothek

Hier findet ihr die Zusammenfassung des Januar-Bibchat, der als Rückschau 2018 und Ausblick auf 2019 konzipiert war und uns viele neue Themenanregungen gebracht hat. Überraschenderweise spielten die in der Ankündigung genannten künftigen „Kollegen“ und Themen keine Rolle. 😉
Vielen Dank an alle Beteiligten!

https://wakelet.com/wake/f5a992ce-b7c8-4597-8df0-185d90a0a897

Unser Rückblick auf den 20. #BIBchatDE: Bibliotheken – Nonformale Lernorte zur Förderung von Medienkompetenz?

Am 5. November veranstalteten wir zum Tag der Medienkompetenz in NRW gemeinsam mit unseren Gästen @KA_DUS (Kordula Attermeyer) und @Tastenspieler (André J. Spang) vom Team @DGNRW und #EDchatDE einen Spezialchat.

Wir haben die Fragen- und Antwort-Tweets wieder für euch zum Nachlesen dokumentiert:

Tweetdokumentation 20. BIBchatDE über Wakelet

Unter den knapp 30 Diskussionsteilnehmer*innen waren diesmal einige dabei, die nicht in Bibliotheken arbeiten. Das hat den Blick für unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungshorizonte geöffnet. Vielen Dank an alle Teilnehmer*innen und vor allem an unsere beiden Gastmoderatoren für das tolle Miteinander!

Die Diskussion startete mit der Frage, was Medienkompetenz bedeutet. Bereits 1997 hat Dieter Baacke den Begriff definiert, als Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend sachkundig zu nutzen. Diese Definition lässt sich grundsätzlich auch auf den Umgang mit digitalen Medien übertragen, wenngleich durch die veränderten Formate weiterführende Kenntnisse erworben werden müssen. Als Rahmen für die Medienbildung wurde u.a. der Medienkompetenzrahmen Nordrhein-Westfalen und das 4K-Modell (Kollaboration, Kommunikation, Kreativität, Kritisches Denken) genannt.

Es gibt unterschiedliche Angebote, Themen und Formate, die Menschen dabei unterstützen, kompetenter mit Medien umzugehen, zum Beispiel:

Bibliotheken sind geeignete nonformale bzw. informelle Lernorte, da sie Medien bereitstellen, die Nutzung niedrigschwellig und ohne langfristige Bindung erfolgen kann und sie offen für alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten sind. Dazu kommt vielerorts eine vergleichsweise gute technische Ausstattung.

Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Internet will früh gelernt sein. Bibliotheken können Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, insbesondere auch mit Angeboten, die sich an Eltern und Lehrkräfte als Multiplikatoren wenden. Die Schwierigkeit dabei ist, nicht nur das akademische Milieu zu erreichen. Bibliotheken sollen Kinder von Anfang an mit entsprechenden Angeboten begleiten, idealerweise mittels eines integrierten Konzeptes für die Förderung von Lese- und Medienkompetenz, welches auch in den Curricula der Schulen verankert ist. Schulbibliotheken haben ein besonders großes Potenzial: Nur dort ist es möglich, das Recherche-Verhalten im schulischen Alltag zu beobachten und darauf aufbauend eine intensive und nachhaltige Unterstützung zu bieten. Beim Thema „Medienkompetenz“ dürfen wir die „ältere“ Generation nicht aus dem Blick verlieren. Viele Vermittlungskonzepte und Themen sind bei entsprechend individueller Ansprache auch auf ältere Menschen übertragbar.

Wie verändert sich die Medienbildung in Zeiten von Fake News, Verschwörungstheorien und Algorithmen? Dies ist auch für Bibliotheken kein einfaches Thema. Sie können Experten einladen, die in Vorträgen oder Workshops Wissen vermitteln. Sie können aber auch im Rahmen ihrer alltäglichen Vermittlungsarbeit sensibilisieren, z.B. über die Qualität von Informationsquellen und Suchergebnissen sprechen. Die größte Schwierigkeit ist auch hier wieder, diejenigen Menschen zu erreichen, die anfällig für Fake News oder Verschwörungstheorien sind.

Für die Förderung von Medienkompetenz braucht es auch in Bibliotheken Personal mit pädagogischen Fähigkeiten und zeitlichen Ressourcen für dieses Aufgabengebiet. Darüber hinaus können sich Bibliotheken mit medienpädagogischen Expert*innen zusammenschließen und lokale Netzwerke nutzen.

Das Thema Medienkompetenz ist sehr breit und umfasst mehr als den „verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet“. Zahlreiche Aspekte blieben außen vor und bieten sich daher als Themen für weitere Bibchats an.In diesem Sinne bedanken wir uns für den spannenden Austausch und freuen uns auf die kommenden Chats mit euch!

Der 21. #BIBchatDE findet – dann wieder zu einem Thema eurer Wahl – am 3. Dezember 2018 statt.

Unser Rückblick auf den 19. BIBchatDE – Die Bibliothek der Dinge – Ausleihe vom Kunstwerk bis zur Bohrmaschine – ist die Bibliothek von heute Teil der Sharing-Community?

  • Beim Oktober-Bibchat 2018 beteiligten sich wieder knapp 30 Twitterer aus ganz Deutschland intensiv zum Thema „Die Bibliothek der Dinge – Ausleihe vom Kunstwerk bis zur Bohrmaschine – ist die Bibliothek von heute Teil der Sharing-Community?“ aus.
    Gebrauchsgegenstände und Dinge, die jede/r nur hin und wieder benötigt oder ausprobieren/haben möchte, in Bibliotheken ausleihbar zu machen, wurde aus Nutzersicht einhellig als sehr gute Idee beurteilt. Als Vorteile genannt wurden hier sowohl der wirtschaftliche Aspekt,  der Umweltgedanke und auch die Einschätzung als sozialer Beitrag für eine nachhaltige Gesellschaft.
  • Bei der Beurteilung, eine solche Bibliothek einzurichten, gingen die Meinungen auseinander. Sehr viele der Twitterer sind BibliotheksmitarbeiterInnen und tauschten sich lebhaft über den Personal- und Wartungsaufwand inkl. entsprechend notwendiger Kenntnisse aus.
    Die Frage nach den „Kernaufgaben“ von Bibliotheken und ob dazu eine „Bibliothek der Dinge“ gehören sollte, muss sicher jede Bibliothek vor Ort und mit den kommunalen Entscheidungsträgern ausloten.
    Aber zahlreiche MitdiskutantInnen zeigten sich dem Thema sehr aufgeschlossen gegenüber und konnten der Diskussion hilfreiche Ideen und Tipps entnehmen, da unter anderem eine Kollegin der Hoeb4U mit entsprechender Erfahrung ausführlich Rede und Antwort stand. Auch unsere Linkliste bei der Ankündigung kann dazu beitragen, sich mit KollegInnen anderer Bibliotheken, die bereits eine „Bibliothek der Dinge“ anbieten, zu vernetzen.
  • Die Diskussion könnt ihr hier nachlesen – viele Tipps für alle, die sich ernsthaft damit beschäftigen, eine Bibliothek der Dinge einzurichten, insbesondere ab A3-A8.
    Herzlichen Dank an Jürgen Plieninger für die Dokumentation via Wakelet!

Unser Rückblick auf den 18. BIBchatDE – OER (Open Educational Resources) und Bibliotheken

Am 3. September fand unser letzter #BIBchatDE zum Thema „OER (Open Educational Resources) in Bibliotheken statt. Zum ersten Mal hatten wir mit Gabriele Fahrenkrog eine Expertin zum Thema eingeladen, die als Moderatorin die Diskussion begleitet hat. Wir hatten uns von diesem Format des „Spezialchat“ versprochen, dass der BIBChat dadurch an Diskussionstiefe und an kompetenten Antworten auf Fragen und fachlichen Ergänzungen gewinnen würde. Genau das ist unserer Meinung nach eingetreten! Daher an dieser Stelle nochmals ein ganz herzlicher Dank an Gabriele Fahrenkrog und ihre Bereitschaft an einem Abend in ihrer Freizeit als Moderatorin beim BIBChat und auch an der Vorbereitung hier im Blog dabei zu sein. Wir haben die Zusammenarbeit sehr geschätzt und werden dieses Format weiter verfolgen. Ein Feedback von Euch ist uns gern willkommen.

Die Diskussion wurde aus unserer Sicht sehr interessiert geführt und auch den Expertinnen-Input gab es viele ergänzende Informationen und Hinweise. Es wurde deutlich, dass vielen das Thema wichtig erscheint und dennoch viel Diskussionsbedarf besteht, was beispielsweise Bibliotheken selbst im Bereich OER anbieten können, wenn sie nicht nur als Lernort des Austausches dienen wollen.

Hier findet ihr nochmals einen Rückblick mit den Highlights der Diskussion:

https://wakelet.com/wake/b8b2bf4e-39b6-44a7-b9bc-cb0798e6d672

Vielen Dank an Jürgen Plieninger für die Erstellung dieses Rückblicks.

Unser Rückblick auf den 17. BIBchatDE – Leitbilder in Bibliotheken

Der 17. #BIBchatDE beschäftigte sich mit der Frage, wozu und wie Bibliotheken Leitbilder (bzw. Visionen) entwickeln und mit Leben füllen. Mehr als 20 Diskussionsteilnehmer*innen tauschten ihre Meinungen und Erfahrungen aus. Zu Wort meldeten sich auch Mitarbeiter*innen aus Einrichtungen mit existierenden Leitbildern, z.B. der Deutschen Nationalbibliothek, der UB Basel, der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW, der Stadtbüchereien Düsseldorf, den Münchner Stadtbibliothek oder der Stadtbücherei Ibbenbürren.

Wir haben die Tweets vom 6. August 2018 wieder übersichtlich zum Nachlesen dokumentiert:

Leitbilder dienen als strategischer Kompass. Sie sind Maßstab für die Entwicklung operativer Ziele, Bibliothekskonzepte bzw. Arbeitsprogramme. Leitbilder beinhalten das eigene Selbstverständnis, den Auftrag sowie den Wertehorizont der Institution und ihrer Mitglieder*innen.

Ein gutes Leitbild gibt einen Orientierungsrahmen und wirkt nach innen und nach außen. Es sollte präzise, realistisch und verständlich formuliert sein. Das Leitbild muss gemeinsam entwickelt und getragen werden. Nicht wirksam ist ein Leitbild dann, wenn es oktroyiert wird bzw. wenn die „schönen Worte“ im Alltag nicht mit der Realität übereinstimmen. Deshalb ist die Leitbild-Entwicklung kein Prozess, der abgeschlossen werden kann, sondern das Leitbild muss im Alltag immer wieder hervorgeholt und übersetzt werden.

Die Kommunikation des Leitbildes kann über die üblichen Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit erfolgen. Vor allem aber wird es indirekt mittels aus dem Leitbild abgeleiteten Angeboten und Handlungsweisen transportiert. Eine publikumswirksame Übersetzung des Leitbildes gelingt der Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf mit dem Claim „Wir bieten Vielfalt einen Ort.“ Das entsprechende Logo finden die Besucher*innen dort in Verbindung mit konkreten Angeboten, zum Beispiel der Tandem Treffbox.

Für uns war der Austausch über Leitbilder und deren Erstellungsprozess sehr spannend. Danke für euer Interesse!

Jetzt möchten wir noch etwas Besonderes ankündigen: Der 18. #BIBchatDE am Montag, den 3. September wird als Spezialchat zum Thema OER (Open Educational Resources) in Bibliotheken von der Expertin Gabriele Fahrenkrog (@fahrenkrog) moderiert. Wir freuen uns schon sehr darauf!

Rückblick auf den 16. #BibChatDe: Bibliothek als Bollwerk der Demokratie – wie lässt sich dieser Anspruch umsetzen?

Am 2. Juli 2018 ging es bei dem 16. BibChatDe um die Frage, ob und wie Bibliotheken sich als „Bollwerke der Demokratie“ positionieren können und welche Anforderungen aus dieser Positionierung entstehen. Im Fokus der Diskussion stand dabei die Frage nach erfolgreicher Demokratieförderung und Partizipationsangeboten.

In Shorthand Social haben wir eine Zusammenfassung mit einigen Tweets zu den einzelnen Fragen erstellt:

Bibliothek als Bollwerk der Demokratie – was bedeutet das eigentlich?
In der Diskussion ergab sich, dass die Kernaufgaben der Bibliothek, nämlich freien Zugang zu Wissen und Information zu bieten, für sich schon Ausdruck von Demokratie sind. Besonders auf den Bibliotheksbestand bezogen ergab sich der Anspruch, eine breite Auswahl verschiedener Meinungen anzubieten, dabei aber Weltoffenheit, Toleranz und Interkulturalität widerzuspiegeln. Daraus folgte eine Diskussion über die Neutralität von Bibliotheksbeständen. Als Konsens ging hervor, dass im besten Fall die Anschaffungs- und Auswahlkriterien an alle Bürger*innen transparent vermittelt werden bzw. diese partizipativ in die Prozesse einbezogen werden. Auch ein ausführliches, partizipativ erarbeitetes Leitbild, das die Werte der Institution Bibliothek festschreibt, wurde begrüßt.

Im Rahmen der Demokratieförderung existieren bereits Projekte in Bibliotheken.
Anknüpfend an die Diskussion um den Bestand wurde hier der Einbezug von Kindern und Jugendlichen in die Gestaltung und Ausrichtung von Kinder- und Jugendbibliotheken genannt. Eine weitere Idee war das Durchspielen politischer Prozesse, beispielsweise in Form eines Bibliotheksparlaments.
Insgesamt richteten sich die Projekte sehr oft an jüngere Zielgruppen, die durch Klassenführungen oder Diskussionen mit Parteien erreicht werden sollen. Ziel soll dabei immer sein, kritischen Umgang mit Medien zu lernen und Propaganda zu erkennen.

Für demokratiefördernde und partizipative Maßnahmen stehen verschiedene Kooperationspartner bereit. Sehr naheliegend sind die lokalen Parteien und politischen Organisationen sowie die ansässigen Landeszentralen sowie die Bundeszentrale für politische Bildung. Ebenfalls genannt wurden Volkshochschulen, Lese-, Lern- und Flüchtlingspaten, Schulen, Kinder- und Jugendparlamente.

Für Bibliotheken, die sich mit Demokratieförderung auseinandersetzen, gibt es verschiedene Herausforderungen und Grenzen.
Auch an dieser Stelle der Diskussion wurde auf die Schwierigkeit hingewiesen, kritische Inhalte in den Bestand zu integrieren bzw. sich dagegen zu entscheiden. Verwiesen wurde dabei auf die Podiumsdiskussion der Lektoratskooperation beim Bibliothekartag 2018, die sich mit dem Umgang mit Werken aus rechten Verlagen auseinandersetzte. Darüberhinaus ergab sich bei der Umsetzung von Demokratieförderung die Frage nach den eigenen Werten der Institution.
Als spezielle Schwierigkeit wurde mehrfach erwähnt, dass ein Angebot zur Demokratieförderung von den Bürger*innen nicht angenommen werden könnte bzw. dass kein Interesse bestünde. Hier wurde man sich einig, dass solche Angebote attraktiv beworben und „verpackt“ werden müssen.

Aus einigen Bibliotheken, die bereits Partizipationsangebote durchführen, wurden Erfahrungen berichtet und Hinweise auf Chancen und Risiken gegeben.
Zunächst bietet es sich an, mit Partizipation nach innen anzufangen und alle Mitarbeiter*innen einzubeziehen. Kleinere Beteiligungsangebote an die Nutzerschaft sind z. B. Anschaffungswunschzettel und Feedback-Boxen. Als eine zeitintensive aber lohnenswerte Methode wurde Design Thinking genannt.
Risiken bestehen vor allem beim Einbezug von Sichtweisen, die nicht der eigenen entsprechen sowie in der Bereitschaft des Trägers, die Ergebnisse partizipativer Maßnahmen zu akzeptieren und umzusetzen.
Die größte Chance besteht nach der Diskussion darin, innerhalb der Nutzerschaft als attraktiver, selbstgestalteter Teil der Stadtgesellschaft zu wirken.

 

Unser Rückblick auf den 15. #BIBChatDE : Bibliotheken als Partner bei der Förderung digitaler Medienkompetenz

Beim 15. Bibchat ging es um das Thema, wie Bibliotheken bei der Förderung von digitaler Medienkompetenz als Partner auftreten können. Als klassischer Ort zur außerschulischen Leseförderung nehmen die Bibliotheken die Herausforderung der Förderung der digitalen Medienkompetenz an und fungieren hier häufig als Partner mit anderen.

Bei Shorthand Social gibt es eine kleine Zusammenfassung einiger Tweets der Diskussion:

Bei den Themenfeldern zur „Digitalen Medienkompetenz“ waren sich viele im BibChat einig, dass Bibliotheken als niedrigschwellige Orte die Menschen dabei unterstützen können, die komplexerwerdende Medienwelt zu verstehen und verantwortungsvoll zu nutzen. Sie können Angste und Hemmschwellen zu digitaler Technik abbauen, in dem sie  beraten, Möglichkeiten zum Ausprobieren geben oder Experten einladen.

Als Herausforderung in den Bibliotheken im Bereich digitaler Medienkompetenz wurde im Chat häufig die Qualifikation der Bibliotheksmitarbeiter*innen genannt und das ständige Up-to-date bleiben bei der rasanten technischen Entwicklung. Letztendlich braucht es technische Ressourcen und aktuelle Ausstattung, personelle Ressourcen und kompetente MItarbeiter*innen. Besonders wichtig erschien den meisten, dass es Konzepte und den Mut erfordert, etwas Neues probieren zu wollen.

Aufgaben der Bibliotheken sahen viele in der außerschulischen Funktion, wie z.B. Lesen und erzählen mit digitalen Medien soll Spaß machen. In der Bibliothek kann man das anbieten, was in der Schule nicht geht, mehr Edutainment. In der Bibliothek können Kinder z.B. das Wissen anwenden, vertiefen und womöglich den Eltern zeigen.
Es wurde aber auch genannt, dass Bibliotheken beispielsweise im Bereich der Sozialen Medien aktiv sein sollten, um dort als Anker für die Menschen zu dienen und als Informations- und Recherchespezialisten ansprechbar zu sein.

Viele Beispiele, was in Bibliotheken bereits passiert, wurden genannt: Die „Digitale Werkstadt“ der Stadtbibliothek Köln; das „LibraryLab“ der Stadtbüchereien Düsseldorf; Best-Practise-Beispiele im Rahmen der Veranstaltungsreihe „#totaldigital„, die Bibliotheken in Straubing, Augsburg, Pfaffenhofen/Ilm, Kaufbeuren, Erlangen; die Angebote der Stadtbibliothek Kreuztal, wie z.B. Comic-App-Workshop oder Gaming für Senioren, das mobile Bibliothekslabor der Stadtbibliothek Mannheim und das VR-Projekt für Geflüchtete der Hochschule Fresenius in Köln in Kooperation mit der Stadtbibliothek Köln.

Mögliche Kooperationspartner für die Bibliotheken von den berichtet wurde, sind alle Kinder- und Jugendeinrichtungen, Wikipedia, Open Knowledge Foundation, Fablabs, Seniorennetz, Coderdojo-Community, Kreisjugendring, Hochschulen, Vereine und Einzelpersonen, zusammengefasst, „alle an Aufklärung interessierte Organisationen“.