UNSER RÜCKBLICK AUF DEN 2. #BIBCHAT

Bereits unsere Ankündigung des 2. BibChats wurde wieder so fleißig retweeted und auf Facebook geteilt, dass wir uns erst mal dafür sehr herzlich bedanken! Ihr seid toll und habt dafür gesorgt, dass wir bereits vor einer Veröffentlichung in Fachmagazinen und Werbung vor realem Publikum (1. Juni auf dem Biblkothekartag 13:30 Uhr, Podium der Verbände) über 500 Follower haben.
Und die haben trotz Feiertag wieder intensiv mitgetwittert und diskutiert bei der Frage nach Veränderungen in Bibliotheken:
Viel hat sich getan in den letzten Jahren in der Bibliothekswelt, da waren sich Nutzer/innen und Mitarbeiter/innen einig. Als besonders herausragende Veränderung wurde der Einzug digitaler Medien konstatiert. Dies erfordert seitens der Bibliotheksmitarbeiter/innen zunehmend technische Kenntnisse, um die Handhabung von eMedien auf verschiedensten Geräten und Plattformen zu vermitteln, bei Datenbanken ist die Expertise bei der Recherche unabdingbar.
Zeiten und Frequenz von Bibliotheksbesuchen verlagern sich, auch die Ganztagsschule spielt hier eine Rolle.

Leser/innen freuen sich über die Möglichkeit der 24-Stunden-Nutzung digitaler Medien, die für viele Zwecke gar keinen Besuch der Bibliothek mehr nötig macht.

Auf der anderen Seite wird genau der ORT Bibliothek für viele wichtiger: als Lernort, als Treffpunkt mit Gleichgesinnten und für die Vielzahl von Veranstaltungen, die in Bibliotheken angeboten werden.

Und egal in welcher Form – ob analog oder digital: Einigkeit herrscht über die weiterhin zentrale Bedeutung von Medien und Inhalten. Eine Bibliothek ohne sichtbaren Medien konnte sich niemand im Chat vorstellen. Das Bibliothekspersonal bleibt gefragt und geschätzt mit seiner Kompetenz beim Auffinden, Eingrenzen, Erkennen und Einschätzen von relevanten Quellen. Dass hier auch die Qualität von Katalog(dat)en eine wichtige Rolle spielt, ist vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt einen eigenen BibChat wert 😉

Eine zunehmende Vielfalt an gefragten Qualifikationen auch jenseits der Betreuung des immer umfangreicher werdenden Pools an technischen Gerätschaften wurde auch konstatiert. Was und wen man sich dabei mit ins Bibliotheksboot nehmen sollte, will vielleicht auch nochmal genauer beleuchtet werden.
Wer offen gegenüber Neuerungen steht, sieht sowohl die technischen Entwicklungen als auch die Öffnung in andere Felder jenseits der Buchbereitstellung als spannende Herausforderung, doch wie auch in anderen Berufen bleibt die Aufgabe, weniger affine KollegInnen mitzunehmen auf die Reise in die Zukunft.
Die Idee, die stattfindenden Veränderungen als Chance zu begreifen und somit auch zum Erhalt von Bibliotheken und des Berufstandes beizutragen, kann sicher nicht oft genug kommuniziert werden.

Zahlreiche Entwicklungen wie die RFID-Verbuchung setzen Zeitkontingente in der Bibliothek frei ; auch wenn dabei viel in die Vermittlungsarbeit neuer Angebote oder auch Aktionen der Leseförderung, Medien- und Recherchekompetenz fließen muss, wünschen sich viele KollegInnen seitens ihrer Vorgesetzten ausreichend Freiräume zum Ausprobieren, auch zum Netzwerken mit potentiellen und bereits bestehenden Kooperationspartnern, um weitere Serviceideen entwickeln zu können, die Nutzerinnen und MitarbeiterInnen gleichermaßen Spaß machen können, sei es z.B. die Möglichkeit zu bieten, in virtual und augmented realities einzutauchen, Makerspaces einzurichten oder auf andere Weise, Bibliotheksbesucher auch aktiv an Angeboten teilhaben zu lassen.

Toll finden viele BibChatler die vielfältigen neuen Mögllichkeiten, mit denen sie mittlerweile mit NutzerInnen in Kontakt treten können. Über Social-Media-Kanäle und die digitalen Angebote wurden und werden neue NutzerInnen gewonnen, die unser Publikum noch bunter machen.
Abschließend seien zwei Tweets zitiert, die sicher den Wunsch von allen ausdrücken, die in Bibliotheken arbeiten: „wer einmal die Bibliothek gefunden hat, bleibt“ und „Menschen machen immer den Unterschied“ – auch oder gerade in einer Zeit von schnellen und stetigen Veränderungen.

UNSER RÜCKBLICK AUF DEN 1. #BIBCHATDE

Montag, 3. April, kurz vor 20 Uhr: Endlich sollte das Experiment #BIBchatDE starten. Mit Herzklopfen saßen wir Initiatoren und Moderatoren vor unseren Tweetdecks.
Wir ahnten bereits, dass wir nicht alleine bleiben würden, denn die Ankündigung hatte Kreise gezogen und Tag für Tag kamen neue @bibchatde-Follower hinzu.

Es waren dann über 100 Teilnehmer. Und dazu kamen noch weitere stille Mitleser, wie wir aus persönlichen Rückmeldungen erfuhren. Diese Resonanz hat uns schlichtweg überwältigt. Und uns ging es wie vielen anderen auch: Bei all den vorbeirauschenden Tweets fiel es schwer, den Überblick zu behalten.

Eine Stunde und 800 #BIBchatDE-Tweets später war klar: Das müssen wir in Ruhe auswerten. Dirk Ehlen wird in Kürze in einem Storify die wichtigsten Tweets des Abends zum Nachlesen übersichtlich dokumentieren. Danke dafür!

Obwohl wir schon Jahre auf Twitter unterwegs sind und glaubten, dort praktisch jeden zu kennen, der sich mit Bibliotheksthemen beschäftigt, stellten wir fest, dass das Netzwerk doch um einiges größer ist, als angenommen. Diese Community zu entdecken, und sich gegenseitig zu vernetzen, ist ein positiver Nebeneffekt, der zeigt, dass #BIBchatDE über den eigentlichen Twitter-Chat hinausgeht und weiterführenden Austausch und Informationsgewinn ermöglicht.

Die Mehrheit der Teilnehmer arbeitet in Bibliotheken, aber es haben durchaus auch Bibliotheksnutzer und Interessierte mitdiskutiert. Das gefällt uns sehr, denn wir wollen mit diesem Format nicht nur der Fachcommunity den Austausch erleichtern, sondern auch die Stimmen von „außen“ hören.

Zu Wort gemeldet haben sich auch Auszubildende und Studierende. Das ist gut, weil sich hier neben dem Bibcamp ein weiterer „Kommunikationsort“ für Berufseinsteiger und Erfahrene etablieren kann.

Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass auch die Macher von #EDchatDE dabei waren. Unser gemeinsames Thema ist die Bildung. So wurde bereits beim ersten #BIBchatDE über bibliothekspädagogische Aspekte, wie Medienkompetenz im Kontext von Fake News, diskutiert.

Wir haben gemerkt: Es gibt viel Stoff für weitere Chats.

Vielen Dank für das viele Lob und den Zuspruch. Vielen Dank aber auch für eure konstruktive Kritik, die wir uns zu Herzen nehmen. Es stimmt: Unser erstes Thema „Warum noch Bibliotheken? Es gibt doch Google!“ war sehr allgemein gehalten. Die Fragen haben vielleicht zu viele vom eigentlichen Thema wegführende Aspekte gestreift. Die nächsten Themen sollen enger formuliert sein und damit tiefere Diskussionen erlauben. In Zukunft könnt ihr selbst über die Themen abstimmen. Wir stellen euch im Vorfeld Informationen zum kommenden Thema zusammen. Wer möchte, kann sich also vorbereiten. Ob wir bei der Anzahl der Fragen bleiben ist noch offen und wird vielleicht auch themenspezifisch variieren. Bei unserem Vorbild #EDchatDE funktioniert das Prinzip, ein Hauptthema in Unterfragen zu gliedern, seit Jahren gut. Auch wir werden Erfahrungen sammeln, dazulernen und das Format gemeinsam mit euch weiterentwickeln. Wir freuen uns auch über aktive Unterstützer, z.B. für die Auswertung und Dokumentation der Twitter-Chats.

Die große Resonanz hat uns motiviert, das Experiment fortzusetzen: Am Montag, den 1. Mai geht es um 20 Uhr weiter mit dem 2. #BIBchatDE. Wir hoffen, ihr seid mit der gleichen Begeisterung wieder mit dabei.

Vielen Dank euch allen, dass ihr euch auf den Twitter-Chat eingelassen und ihn mit Leben gefüllt habt. Twittert gerne weiter unter #BIBchatDE. Und berichtet anderen davon: euren Kollegen, Nutzern, Partnern, Entscheidungsträgern und allen, denen Bibliotheken wichtig sind.