Unser Rückblick auf den 15. #BIBChatDE : Bibliotheken als Partner bei der Förderung digitaler Medienkompetenz

Beim 15. Bibchat ging es um das Thema, wie Bibliotheken bei der Förderung von digitaler Medienkompetenz als Partner auftreten können. Als klassischer Ort zur außerschulischen Leseförderung nehmen die Bibliotheken die Herausforderung der Förderung der digitalen Medienkompetenz an und fungieren hier häufig als Partner mit anderen.

Bei Shorthand Social gibt es eine kleine Zusammenfassung einiger Tweets der Diskussion:

Bei den Themenfeldern zur „Digitalen Medienkompetenz“ waren sich viele im BibChat einig, dass Bibliotheken als niedrigschwellige Orte die Menschen dabei unterstützen können, die komplexerwerdende Medienwelt zu verstehen und verantwortungsvoll zu nutzen. Sie können Angste und Hemmschwellen zu digitaler Technik abbauen, in dem sie  beraten, Möglichkeiten zum Ausprobieren geben oder Experten einladen.

Als Herausforderung in den Bibliotheken im Bereich digitaler Medienkompetenz wurde im Chat häufig die Qualifikation der Bibliotheksmitarbeiter*innen genannt und das ständige Up-to-date bleiben bei der rasanten technischen Entwicklung. Letztendlich braucht es technische Ressourcen und aktuelle Ausstattung, personelle Ressourcen und kompetente MItarbeiter*innen. Besonders wichtig erschien den meisten, dass es Konzepte und den Mut erfordert, etwas Neues probieren zu wollen.

Aufgaben der Bibliotheken sahen viele in der außerschulischen Funktion, wie z.B. Lesen und erzählen mit digitalen Medien soll Spaß machen. In der Bibliothek kann man das anbieten, was in der Schule nicht geht, mehr Edutainment. In der Bibliothek können Kinder z.B. das Wissen anwenden, vertiefen und womöglich den Eltern zeigen.
Es wurde aber auch genannt, dass Bibliotheken beispielsweise im Bereich der Sozialen Medien aktiv sein sollten, um dort als Anker für die Menschen zu dienen und als Informations- und Recherchespezialisten ansprechbar zu sein.

Viele Beispiele, was in Bibliotheken bereits passiert, wurden genannt: Die „Digitale Werkstadt“ der Stadtbibliothek Köln; das „LibraryLab“ der Stadtbüchereien Düsseldorf; Best-Practise-Beispiele im Rahmen der Veranstaltungsreihe „#totaldigital„, die Bibliotheken in Straubing, Augsburg, Pfaffenhofen/Ilm, Kaufbeuren, Erlangen; die Angebote der Stadtbibliothek Kreuztal, wie z.B. Comic-App-Workshop oder Gaming für Senioren, das mobile Bibliothekslabor der Stadtbibliothek Mannheim und das VR-Projekt für Geflüchtete der Hochschule Fresenius in Köln in Kooperation mit der Stadtbibliothek Köln.

Mögliche Kooperationspartner für die Bibliotheken von den berichtet wurde, sind alle Kinder- und Jugendeinrichtungen, Wikipedia, Open Knowledge Foundation, Fablabs, Seniorennetz, Coderdojo-Community, Kreisjugendring, Hochschulen, Vereine und Einzelpersonen, zusammengefasst, „alle an Aufklärung interessierte Organisationen“.

Ankündigung 15. #BIBchatDE am 04.06.2018

Ihr habt euch beim Voting für den kommenden BibChat für das folgende Thema entschieden:

„Bibliotheken als Partner bei der Förderung digitaler Medienkompetenz“

Fragen

Folgende Fragen dienen am Montag, den 4. Juni von 20 bis 21 Uhr als Diskussionsgrundlage:

  1. In welchen Themenfeldern seht Ihr die Bibliotheken hauptsächlich als Partner bei der Förderung digitaler Medienkompetenz und besonders prädestiniert?
  2. Wo seht Ihr dabei die Herausforderungen von Bibliotheken, um als Partner kompetent agieren zu können?
  3. Wo seht Ihr die Abgrenzung der Aufgaben von Bibliotheken in digitaler Medienkompetenz zu den Schulen? Übernehmen Bibliotheken Aufgaben, die in den Schulen versäumt werden?
  4. Die Fähigkeit zur kritischen Reflexion von digitalen Medieninhalten („Fakenews“) ist ein drängendes Thema. Was können Bibliotheken beitragen?
  5. Welche konkreten Beispiele aus Bibliotheken kennt ihr, die Vorbild- und Nachahmungscharakter für die Vermittlung digitaler Medienkompetenz haben?
  6. Welche Partner seht ihr neben Schulen und Volkshochschulen noch für Bibliotheken?

Ihr wollt euch vor dem Bibchat noch etwas intensiver mit dem Thema beschäftigen?

Hier haben wir euch noch einige weiterführende Informationen zusammengestellt:

Was ist eigentlich Medienkompetenz?
Hier gibt es Grundlagen in Wikipedia.

„Schriftenreihe online“ der Bundeszentrale für politische Bildung: Medienkompetenz

Öffentliche Bibliotheken als Partner der Schulen
https://bibliotheksportal.de/…/bildu…/bibliothek-und-schule/

Medienkompetenzförderung durch Bibliotheken : eine traditionelle Aufgabe vor neuen Herausforderungen
https://www.brd.nrw.de/…/Starke-Bibliotheken—Medienkompet…

12 Fragen an Bettina Harling (Expertin Digitale Bibliothekspädagogik, Stadtbibliothek Mannheim)
https://media02.culturebase.org/…/Interview_Bettina_Harling…

Frank Waldschmidt-Dietz: Vornweg statt hinterher. Wie Bibliotheken den Lernwandel mitgestalten können
https://edoc.hu-berlin.de/…/AR_3178_Waldschmidt-Dietz_Prepr…

Digitale Agenda der Bundesregierung: Digitale Medienkompetenz für alle Generationen stärken

Unser Rückblick auf den 11. #BIBchatDE – Makerspaces in Bibliotheken

Wir danken nochmals allen für die Teilnahme am letzten #BIBchatDE am 5. Februar zum Thema „Makerspaces in Bibliotheken – was heißt das praktisch?“

Wir haben für Euch diesmal eine Auswertung auf „SocialShorthand“ erstellt und hoffen es gefällt Euch. Bis zum 5. März beim nächsten #BIBchatDE!

https://social.shorthand.com/BIBChatDE/jgvaw3sALj/11-bibchatde

 

Ankündigung 11. #BibChatDE am 05.02.2018

In vielen Bibliotheken haben mittlerweile Makerspaces Einzug gehalten, auch wenn sie nicht immer so genannt werden. Die Grundidee, die Bibliotheken mit Makerspaces als Orte des informellen Lernens und Orte für die lokale (digitale) Community zu stärken, hat in vielen Häusern großen Erfolg (einige Beispiele in der Linkliste).

Laut Wikipedia ist „ein … MakerSpace … eine offene, demokratische Werkstatt mit dem Ziel, Privatpersonen den Zugang zu Produktionsmitteln und modernen industriellen Produktionsverfahren für Einzelstücke zu ermöglichen. Typische Geräte sind 3D-Drucker, Laser-Cutter, CNC-Maschinen, Pressen zum Tiefziehen oder Fräsen, um eine große Anzahl an unterschiedlichen Materialien und Werkstücken bearbeiten zu können („make almost everything“)…. Es gibt große Überlappungen und Kooperation mit der Open-Hardware-, Open-Source- und der DIY-Bewegung.“

Doch was heißt Makerspace in der Bibliothek ganz praktisch. Wie sind Eure Erfahrungen? Ist es tatsächlich ein wichtiger Baustein für die Bibliothek der Zukunft oder nur ein Trend?

Wir haben hier noch einige hilfreiche LInks für die Vorbereitung zusammengestellt:

Der Makerspace: Ort für Kreativität und Wissenstransfer (Beispiele)
http://b-u-b.de/makerspace/

Makerspaces in Bibliotheken: Kreativwerkstätten des 21. Jahrhunderts
https://www.goethe.de/de/kul/bib/20440837.html

Einige Beispiele für Makerspace-Angebote in Bibliotheken:
https://archiv.netzwerk-bibliothek.de/de_DE/entdecken…

Blogbeitrag: Die Makerspaces und die Bibliotheken: Über Missverständnisse und übertriebene Hoffnungen sowie einen Vorschlag zur Neuinterpretation
https://bildungundgutesleben.wordpress.com/…/die-makerspac…/

Die Bibliothek wird als Ort der Arbeit neu gedacht
http://www.netzpiloten.de/bibliothek-makerspace-coworking-…/

Über folgende Fragen wollen wir beim 11. BIBchatDE am Montag, 5.2. diskutieren:
F1) Was ist für Dich ein Makerspace, ganz persönlich?
F2) Findest Du, dass Makerspaces zu Bibliotheken dazugehören? Begründe dein Ja oder Nein.
F3) Nutzt Ihr selber Makerspaces oder FabLabs konkret in oder außerhalb von Bibliotheken und wofür?
F4) Welche Makerspaces in Bibliotheken kennt Ihr und sind für Euch positive Beispiele?
F5) Welche Angebote gehören für dich ganz praktisch in einen Makerspace in einer Bibliothek?
F6) Wie können Makerspaces in Bibliotheken aus Eurer Sicht funktionieren? Ist tatsächlich so neu oder z.T. „alter Wein in neuen Schläuchen“?

 

 

 

ABSTIMMUNG FÜR DEN 7. #BIBCHATDE

Hier könnt ihr nun wieder abstimmen für das Thema des 7. #BIBchatDE am 02.10.2017.
Wir haben diesmal auch Themen ausgewählt, die es bei den letzten Abstimmungen nur auf den 2. Platz geschafft haben.

Bitte den Tweet, der Dein Wunschthema enthält, einfach faven (bis Sonntag, 24.09.2017):

UNSER RÜCKBLICK AUF DEN 6. #BIBCHATDE

Im 6. Bibchat stand das Thema Arbeit 4.0 im Fokus. Wir haben die Diskussion wieder in einem Storify übersichtlich zum Nachlesen aufbereitet.

Es wurde insgesamt mit 63 Teilnehmer*innen kontrovers diskutiert und auf die Fragen und untereinander gab es bei Twitter 197 Antworten. Es waren wieder überwiegend Leute aus der Öffentlichen Bibliotheken dabei. Wir würden uns gern noch mehr „BIBchatter“ aus wissenschaftlichen Bibliotheken wünschen. Auch einige Nutzer haben sich beteiligt. Das liegt uns sehr am Herzen und freut uns sehr. Vielen Dank dafür! Insgesamt wieder eine tolle Diskussion, die diesmal auch kontrovers geführt wurde.

Denn der #Bibchatde startete gleich damit, dass einige Twitterer eine Definition von Arbeit 4.0 vermisst haben und sich nicht sicher waren, worüber sie diskutieren sollten. Uns zeigte sich dabei eben genau der Prozess, in dem wir stecken, wo Unsicherheiten herrschen, weil derzeit so viel in Veränderung stattfindet.

Für viele bedeutet Arbeit 4.0 in der direkten Erfahrung in den Bibliotheken heute digitaler Informationsfluss und digitale Informationsvermittlung, ebenso aber auch Personalabbau durch Automatisierung oder die Öffnung der Bibliothek für fachfremde Mitarbeiter*innen. Insbesondere die neue Aushandlung des Verhältnisses von Freizeit-Arbeit-Familie wurde angesprochen, eine Problemstellung, die sicher nicht nur in Bibliotheken durch die Digitalisierung aufgekommen ist. Eine Veränderung der Team-Zusammenarbeit oder gar „Digital Leadership“ wurde nicht stark thematisiert – hier ergab sich aus der Diskussion der Eindruck, dass hier noch viel Nachholbedarf in den Bibliotheken besteht.

Ganz praktische Fragen und Wünsche waren, den Dienstkalender z.B. auch extern nutzen zu können und die digitale Kommunikation in der Bibliothek zu verbessern. Ebenso eine stärkere Partizipation von Nutzerinnen und Nutzern und auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es wurde angemerkt, dass derzeit mehr neue Aufgaben dazukommen und zu wenig, alte Aufgaben wegfallen. Eine Aufgabenkritik in den Bibliothek scheint überfällig.

Bei der Frage, welche Tätigkeiten in Bibliotheken wegfallen sollten, herrschte viel Übereinstimmung, „klassische“ Dienstleitungen wie Katalogisierung und Systematisierung zusammenzulegen, zu vereinfachen und zu zentralisieren – das sollte jede Bibliothek nicht mehr unbedingt selbst machen.

Bei der Frage nach einer weiteren Automatisierung über rein mechanische Tätigkeiten hinaus, wurden Automatisierungen im Kundenservice im Kontakt mit Menschen eher kritisch gesehen. Bei dem Vorschlag, Systeme wie Siri oder Alexa im Kundenservice für orientierende Fragen zu nutzen, herrschte eine kontroverse Diskussion auch bezogen auf die Datensicherheit.Das Thema Arbeit 4.0 war einigen auch zu komplex und die Diskussion „zu schwammig“, es wurde angemerkt, dass viel Hintergrundwissen für dieses Thema notwendig sei – das vielleicht gar nicht alle hätten.

Abschließend möchten wir euch noch mal auf unser Bibchat-Archiv hinweisen. Es enthält Tweets, die mit dem Hashtag #BIBchatDE veröffentlicht wurden. Ihr könnt den Zeitraum eingrenzen und nach Themen oder Nutzern recherchieren. Vielen Dank Dirk Ehlen für das Einrichten! Es hat mir die Auswertung des Chats sehr erleichtert.


Die Themenauswahl für den nächsten 7. BIBchatDE am 2. Oktober folgen in Kürze.

Arbeit 4.0 – Wie verändert sich die Arbeitswelt für Bibliotheksmitarbeiter*innen?

Das Abstimmungsergebnis für die Themenwahl war sehr eindeutig und zeigt, wie sehr das Thema „Arbeit 4.0“ die Mitarbeiter*innen Bibliotheken beschäftigt.
Die Digitalisierung verändert nicht nur die Bibliothek für die Nutzer*innen, sondern auch für die Mitarbeiter*innen in den Bibliotheken, was auch Auswirkungen auf die Angebote der Bibliotheken haben wird. Doch was bedeutet Arbeit 4.0 eigentlich wirklich? Was ändert sich tatsächlich? Wo stehen wir überhaupt?
Das letzte Heft von „Buch und Bibliothek“ machte die Arbeit 4.0 zum Aufmacher und beleuchtet viele Aspekte. Unlängst berichtete die FAZ, dass in der Deutschen Nationalbibliothek die inhaltliche Erschließung von Büchern mittels künstlicher Intelligenz erfolgen soll. Schlagwörter wie „Digital Leadership“ (Führen in Zeiten der Digitalisierung) werden in die Diskussion geworfen. „Arbeitswelten der Zukunft“ ist auch Thema des Wissenschaftsjahres 2018, und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat ein Grünbuch „Arbeit 4.0“ veröffentlicht – „Arbeit 4.0“ ist ein drängendes Thema.

Wir wollen im nächsten BIBChat diskutieren, wie sich die Arbeit in Bibliotheken in den nächsten Jahren an die Herausforderungen und Möglichkeiten der digitalen Welt anpassen wird und muss.

Uns geht es einmal mehr darum, sich dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu nähern, Erfahrungen und Meinungen auszutauschen und Anregungen der Twitter-Community einzuholen und Impulse für eine weiterführende Diskussion zu setzen. Wir hoffen: Ihr seid wieder dabei!

Lesetipps vorab:

„Grünbuch Arbeit 4.0 – Arbeit weiter denken“ des BMA
www.arbeitenviernull.de/dialogprozess/gruenbuch.html

Arbeit 4.0: BIB-Foren auf der Frankfurter Buchmesse http://www.bib-info.de/…/Buchme…/Buchmesse-Flyer2016.pdf

Automatisierte inhaltliche Erschließung bei der Deutschen Nationalbibliothek:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/maschinen-lesen-buecher-deutsche-nationalbibliothek-setzt-auf-technik-15128954.html

Schwerpunkt „Buch und Bibliothek“ Arbeit 4.0
http://b-u-b.de/arbeit-4-0/

Veränderte Rollen/Arbeitsweisen in der Bibliothek
http://www.netzpiloten.de/bibliothek-makerspace-coworking-digitalisierung/

Erläuterung „Digital Leadership“
https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Leadership)

Leben in Städten der Zukunft
https://www.morgenstadt.de/

Die Fragen beim BIBChat zur Vorbereitung:

F1 Welche stärkste Veränderung habt Ihr selbst bereits in der Bibliotheksarbeit 4.0 wahrgenommen? Auch als Nutzer?

F2 Die Digitalisierung verändert die Zusammenarbeit von Teams. Wie und wodurch sollte das geschehen? Ist „Digital Leadership“ ein Thema?

F3 Nicht nur mechanische Tätigkeiten (wie z.B. RFID) werden in Zukunft automatisiert. Welche inhaltliche Automatisierung kannst du dir vorstellen?

F4 Nun mal konkret: Welche Tätigkeiten in Bibliotheken werden immer noch überwertetet und könnten automatisiert werden bzw. ganz wegfallen?

F5 Wie agieren (agile) Nutzer*innen in der Arbeitswelt 4.0? Was erwarten Sie von der (agilen) Bibliothek? Und was nicht (mehr)?

F6 Bei allen positiven „Prophezeiungen“ von Veränderung durch die Digitalisierung: Welche Vorteile und welche Nachteile seht ihr?

F7 Welche Anregungen, Fragen hast du noch zum Thema?

F8 Im Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit: Themenvorschläge für den nächsten #BIBchatDE?

UNSER RÜCKBLICK AUF DEN 3. #BIBCHATDE

Der dritte BibChat am 5. Juni mit dem Thema „Raus aus der Bibliothek. Wo sollen Bibliotheken morgen aktiv sein?“ war wieder einmal eine tolle Diskussion. Diesmal schaffte es der Bibchat auf Platz 3 in die deutschen Twittercharts. Gegen den Apple-Event und das Manchester-Konzert konnte man nicht angekommen.

Es war wieder einmal beeindruckend, mit welcher Leidenschaft die Bibliotheksthemen diskutiert wurden und insbesondere dieses Thema polarisierte an der ein oder anderen Stelle und zeigte noch einmal deutlich, in welchem Veränderungsprozess zwischen Tradition und Erneuerung die Bibliotheken stehen.

Es gab tolle Ideen, wo Bibliotheken außerhalb der Bibliotheksräume aktiv sein sollten, z.B. gab es den Vorschlag der Friedhofsbibliothek, die Idee einer Öffentlichen Bibliothek an Unis (Studenten wollen auch Unterhaltung), einer Bibliothek im Zug und öffentlichem Nahverkehr und Wartezonen. Aber auch die in Deutschland seit Jahren unbefriedigende Situation der Schulbibliotheken wurde angesprochen: Natürlich gehören Bibliotheken auch viel stärker in die Schulen!

Herausgehen aus der Bibliothek fanden viele wichtig. Auf den Treffen der (digitalen) Communites wie auf der Republica, aber auch bei den Treffen zur kulturellen Bildung seien Bibliotheken häufig unterrepräsentiert. Um überhaupt interessant zu sein, müssen Bibliotheken erst einmal die Bereitschaft haben herauszugehen, sollten die Bibliotheken neugieriger werden, „mehr Mensch sein, Ziele mal beiseite lassen, sich einlassen.“ Sicher etwas, was vielen Bibliothekar*innen schwer fällt.

Es wurde ebenso die Imageänderung angemahnt, aber auch betont, dass der Wandel ja da sein, man aber nichts forcieren solle, denn für Viele sei die Bibliothek auch immer noch ein Ort der Stille und des Lesens und nicht nur der (lauten) Kommunikation.

Besonders gefreut hat uns, dass der #EDChatDE (unser großes Vorbild) einen Tag später ebenfalls über ein Bibliotheksthema gechattet hat (Bibliothek als Lernort), das hat uns sehr beflügelt.

Dennoch treibt uns gerade ein Thema um, wie sichern wir die Nachhaltigkeit der BibChats? Wie dokumentieren wir und halten es fest, was gesagt wurde. Den Hinweis fanden wir sehr gut und bleiben an dieser Thematik weiter dran. Versprochen. Bleibt uns gewogen und verbreitet schon mal den Termin des vierten #BIBChatsDE am Montag, 3. Juli. Eine Abstimmung über Themen erfolgt in den nächsten Tagen.

ANKÜNDIGUNG 3. #BIBCHATDE AM 05.06.2017

Ihr habt entschieden: Die meisten Faves bei der Themenwahl für den 3. BIBChatDE entfielen auf das Thema:

„Raus aus der Bibliothek. Wo sollen Bibliotheken morgen aktiv sein?“

Beim letzten BIBChatDE ging es häufig darum, wie die Bibliotheken sichtbarer werden können. Dazu gehört zum einen der Wunsch nach einer stärkeren, aktiven Präsenz in den Sozialen Medien und in der Digitalen Kommunikation, zum anderen auch ganz praktisch, dass die Bibliotheken ihre Angebote einer breiten Öffentlichkeit außerhalb der Bibliothek vermitteln sollten.

Dabei reicht es sicher nicht, nur Werbung für die Angebote der Bibliothek zu machen. Vielmehr erkennen viele Bibliotheken, dass es wichtig ist, lokale und ebenso überregionale Netzwerke zu schaffen, um für die Bibliothek eine Community über den eigenen Tellerrand hinaus aufzubauen und auf bestehende Communities zuzugehen.

Damit Ihr Euch für den nächsten BIBChatDE vorbereiten könnt, haben wir hier schon einmal die Fragen aufgelistet, die am Montag, 05. Juni von 20.00 bis 21.00 Uhr diskutiert werden.

F1 In Schulen und Kindergärten sind Bibliotheken schon zur Leseförderung aktiv und gehen mit ihren Angeboten raus. Welche Einrichtungen vor Ort kannst du dir noch vorstellen, an die man bislang nicht gedacht hat?

F2 Wo und wie sollten Bibliotheksangebote darüberhinaus außerhalb der Bibliothek in deiner Stadt präsent sein, wo sie es heute noch nicht sind?

F3 In jeder Branche finden Fachtreffen statt. Wie findest du es wenn auf diesen „Filterblasentreffen“ auch „Fachfremde“ vertreten sind?“

F4 Cebit, Gamescom, re:publica … – die Angebote sind groß. Welche Treffen sollten für dich ganz konkret in Zukunft zum Pflichtprogramm für Bibliotheksmitarbeiter gehören und warum?

F5 Was müssen die Bibliotheken aus Deiner Sicht tun, um für diese neuen „Communites“ überhaupt interessant zu sein?

F6 Welche Anregungen, Fragen hast du noch zum Thema?

F7 Im Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit: Themenvorschläge für den nächsten #BibchatDE?