Unser Rückblick auf den 22. #BIBchatDE – Mit Nao und Pepper zum Coworking in die Bibliothek

Hier findet ihr die Zusammenfassung des Januar-Bibchat, der als Rückschau 2018 und Ausblick auf 2019 konzipiert war und uns viele neue Themenanregungen gebracht hat. Überraschenderweise spielten die in der Ankündigung genannten künftigen „Kollegen“ und Themen keine Rolle. 😉
Vielen Dank an alle Beteiligten!

https://wakelet.com/wake/f5a992ce-b7c8-4597-8df0-185d90a0a897

Abstimmung für den 23. #BIBchatDE

Hier könnt Ihr für das Thema des 23. #BibChatDe am Montag, den 4.Februar 2019 abstimmen.

Dazu favorisiert bitte den Tweet, der Euer Wunschthema enthält. Die Abstimmung endet am Freitag, den 25.Januar 2019

Folgende Themen stehen zur Abstimmung:

Ankündigung 22. #BIBchatDE am 07.01.2019 – „Mit Nao und Pepper zum CoWorking in die OpenLibrary?“

Am ersten BibChat-Abend im neuen Jahr wollen wir mit euch Rückschau und Ausblick halten. Lasst uns diskutieren und austauschen, was für euch DIE Themen des Jahres 2018 waren, was euch dabei überrascht hat, worauf ihr unbedingt aufbauen wollt. Womit wollt ihr euch 2019 erstmals auseinandersetzen, wofür bräuchtet ihr unterstützenden Austausch oder Fortbildungsangebote? Hacking und Coding, Backformen ausleihen oder virtuelle Reisen neben der Infothek – welche Trends bleiben, welche gehen? Werden wir alle Entscheidungsprozesse via Design Thinking herbeiführen oder habt ihr schon Erfahrung mit „Working out loud“?
Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen und Einschätzungen und nehmen dabei gerne Anregungen mit, um wie zuletzt im November und Dezember gezielt Expertinnen zu einzelnen Themen dazu zu holen für die BibChats 2019.
Wir freuen uns, wenn ihr wieder dabei seid am Montag, den 7.Januar von 20-21 Uhr.

Hier die Fragen für den Abend – für alle, die sich vorbereiten wollen oder es vielleicht nicht punktgenau schaffen, mitzutwittern, aber die ein oder andere Antwort via Tweetdeck terminieren möchten:

F1 Wenn ihr an das letzte Jahr zurückdenkt: welche (max 3) Themen haben die Bibliothekswelt am meisten geprägt/beschäftigt? (20:03 Uhr)

F2 Welche neuen Themen/Trends habt ihr 2018 in eurer Bibliothek erstmals umgesetzt und in welcher Weise? (20:12 Uhr)

F3 Womit hättet ihr zu Beginn des letzten Jahres nicht gerechnet, dass ihr euch in eurer Bibliothek auseinandersetzen müsst/werdet – im Positiven oder Negativen? (20:19 Uhr)

F4 Welche neuen Entwicklungen/Themen wollt ihr in euren Bibliotheken umsetzen bzw habt ihr in euren Jahreszielen für 2019 festgehalten? (20:27 Uhr)

F5 Welche Unterstützung wünscht/ braucht ihr dafür? Wie haltet ihr euch dazu auf dem Laufenden? Mit wem sind dabei Kooperationen sinnvoll? (20:35 Uhr)

F6 Welche Art Fortbildungen werden in diesem Jahr in eurer Bibliothek am meisten benötigt werden, um „up to date“ zu sein? Wo/wie findet ihr dafür Angebote oder von wem wünscht ihr euch diese? (20:41 Uhr)

F7 Welche Themen sind aus eurer Sicht gerade Trends, die bald wieder verschwinden werden, was hat das Zeug dazu, auch auf längere Zeit im Bibliotheksalltag Bestand zu haben? (20:47 Uhr)

Links zur Einstimmung

Ankündigung 21. #BIBchatDE am 03.12.2018 – „Qualitätsmanagement in Bibliotheken“

Im letzten BibChatDE des Jahres 2018 möchten wir mit Euch zum Thema „Qualitätsmanagement in Bibliotheken“ diskutieren. Wir alle möchten gute Arbeit leisten. Aber wie können wir gewährleisten, dass unsere Bemühungen den gewünschten Erfolg versprechen? Angefangen mit der Qualitätskontrolle am Fließband haben sich in der Wirtschaft verschiedene Ansätze des Qualitätsmanagements entwickelt.

Qualitätsmanagement (QM) bezeichnet alle organisatorischen Maßnahmen, die der Verbesserung der Prozessqualität, der Leistungen und damit den Produkten jeglicher Art dienen.Der Begriff Leistungen umfasst im QM die Dienstleistungen, geht aber über den üblichen Begriff hinaus und betrifft vor allem die innerorganisatorischen Leistungen. (Auszug aus Wikipedia „Qualitätsmanagement“)

Qualität bezeichnet die Gesamtheit von Merkmalen eines Produktes oder einer Dienstleistung bzgl. ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Anforderungen zu erfüllen. (ISO 9001:2000)

Seit den 80er Jahren existieren universelle QM-Modelle, in denen Kriterien zur Bewertung der Qualität fest definiert und Unternehmensprozesse ganzheitlich untersucht werden. Diese Modelle sind auf alle Organisationen übertragbar.Beispiele dafür sind zum Beispiel das Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM) oder das Total-Quality-Management (TQM). Darüber hinaus gibt es auch verschiedene branchenspezifische Qualitätsmanagementmodelle.

Zertifiziertes Qualitätsmanagement

Die Stadtbibliothek Freiberg am Neckar (~16.000 Einwohner) war im Jahre 2001 Vorreiter bei der Zertifizierung von Öffentlichen Bibliotheken nach ISO 9001:2000. Im Februar 2006 wurde erstmals ein gemeinsames Qualitätsmanagement-Verfahren gleichzeitig in mehreren Bibliotheken in NRW durchgeführt. Das ermöglichte auch einen Betriebsvergleich. Auf Initiative der Fachstellen Köln und Düsseldorf wurden sieben öffentliche Bibliotheken (Dormagen, Erkrath, Leichlingen, Neuss, Krefeld, Radevormwald und Wesel) nach ISO 9001:2000 zertifiziert. Leitendes Prinzip dabei war die Zufriedenheit der Kunden. Die Prüfung und Zertifizierung erfolgten dabei durch den TÜV-Süd.

Eine Auswahl von bibliotheksspezifischen QM-Modellen:

Video: Was ist Qualitätsmanagement?

Fragen:

  1. An was kann man eurer Meinung nach die Qualität einer Bibliothek messen? (20:05 Uhr)
  2. Gibt es bei euch ein Qualitätsmanagement und wie sieht das aus? (20:15 Uhr)
  3. Wo könnten die Grenzen des Qualitätsmanagement liegen? (20:25 Uhr)
  4. Welche Bibliotheken oder andere Einrichtungen kennt Ihr, die an zertifizierten QM-Verfahren teilnehmen? (20:35 Uhr)
  5. Habt ihr noch weitere Tipps, wie eine Bibliothek Qualität sichern kann ohne ein zertifiziertes Verfahren? (20:45 Uhr)

Weiterführende Links:

Abstimmung für den 21. #BIBchatDE

Hier könnt Ihr für das Thema des 21. #BibChatDe am Montag, den 3. Dezember 2018 abstimmen.

Dazu favorisiert bitte den Tweet, der Euer Wunschthema enthält. Die Abstimmung endet am Freitag, den 23. November 2018.

Folgende Themen stehen zur Abstimmung:

Unser Rückblick auf den 20. #BIBchatDE: Bibliotheken – Nonformale Lernorte zur Förderung von Medienkompetenz?

Am 5. November veranstalteten wir zum Tag der Medienkompetenz in NRW gemeinsam mit unseren Gästen @KA_DUS (Kordula Attermeyer) und @Tastenspieler (André J. Spang) vom Team @DGNRW und #EDchatDE einen Spezialchat.

Wir haben die Fragen- und Antwort-Tweets wieder für euch zum Nachlesen dokumentiert:

Tweetdokumentation 20. BIBchatDE über Wakelet

Unter den knapp 30 Diskussionsteilnehmer*innen waren diesmal einige dabei, die nicht in Bibliotheken arbeiten. Das hat den Blick für unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungshorizonte geöffnet. Vielen Dank an alle Teilnehmer*innen und vor allem an unsere beiden Gastmoderatoren für das tolle Miteinander!

Die Diskussion startete mit der Frage, was Medienkompetenz bedeutet. Bereits 1997 hat Dieter Baacke den Begriff definiert, als Fähigkeit, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend sachkundig zu nutzen. Diese Definition lässt sich grundsätzlich auch auf den Umgang mit digitalen Medien übertragen, wenngleich durch die veränderten Formate weiterführende Kenntnisse erworben werden müssen. Als Rahmen für die Medienbildung wurde u.a. der Medienkompetenzrahmen Nordrhein-Westfalen und das 4K-Modell (Kollaboration, Kommunikation, Kreativität, Kritisches Denken) genannt.

Es gibt unterschiedliche Angebote, Themen und Formate, die Menschen dabei unterstützen, kompetenter mit Medien umzugehen, zum Beispiel:

Bibliotheken sind geeignete nonformale bzw. informelle Lernorte, da sie Medien bereitstellen, die Nutzung niedrigschwellig und ohne langfristige Bindung erfolgen kann und sie offen für alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten sind. Dazu kommt vielerorts eine vergleichsweise gute technische Ausstattung.

Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Internet will früh gelernt sein. Bibliotheken können Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, insbesondere auch mit Angeboten, die sich an Eltern und Lehrkräfte als Multiplikatoren wenden. Die Schwierigkeit dabei ist, nicht nur das akademische Milieu zu erreichen. Bibliotheken sollen Kinder von Anfang an mit entsprechenden Angeboten begleiten, idealerweise mittels eines integrierten Konzeptes für die Förderung von Lese- und Medienkompetenz, welches auch in den Curricula der Schulen verankert ist. Schulbibliotheken haben ein besonders großes Potenzial: Nur dort ist es möglich, das Recherche-Verhalten im schulischen Alltag zu beobachten und darauf aufbauend eine intensive und nachhaltige Unterstützung zu bieten. Beim Thema „Medienkompetenz“ dürfen wir die „ältere“ Generation nicht aus dem Blick verlieren. Viele Vermittlungskonzepte und Themen sind bei entsprechend individueller Ansprache auch auf ältere Menschen übertragbar.

Wie verändert sich die Medienbildung in Zeiten von Fake News, Verschwörungstheorien und Algorithmen? Dies ist auch für Bibliotheken kein einfaches Thema. Sie können Experten einladen, die in Vorträgen oder Workshops Wissen vermitteln. Sie können aber auch im Rahmen ihrer alltäglichen Vermittlungsarbeit sensibilisieren, z.B. über die Qualität von Informationsquellen und Suchergebnissen sprechen. Die größte Schwierigkeit ist auch hier wieder, diejenigen Menschen zu erreichen, die anfällig für Fake News oder Verschwörungstheorien sind.

Für die Förderung von Medienkompetenz braucht es auch in Bibliotheken Personal mit pädagogischen Fähigkeiten und zeitlichen Ressourcen für dieses Aufgabengebiet. Darüber hinaus können sich Bibliotheken mit medienpädagogischen Expert*innen zusammenschließen und lokale Netzwerke nutzen.

Das Thema Medienkompetenz ist sehr breit und umfasst mehr als den „verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet“. Zahlreiche Aspekte blieben außen vor und bieten sich daher als Themen für weitere Bibchats an.In diesem Sinne bedanken wir uns für den spannenden Austausch und freuen uns auf die kommenden Chats mit euch!

Der 21. #BIBchatDE findet – dann wieder zu einem Thema eurer Wahl – am 3. Dezember 2018 statt.

Ankündigung 20. #BIBchatDE am 05.11.2018 – Spezialchat zum Thema „Bibliotheken – Nonformale Lernorte zur Förderung von Medienkompetenz?“

Am Montag, 5. November findet von 20 bis 21 Uhr ein Spezialchat des #BIBChatDE mit Experten als Gastmoderatoren statt. Anlass ist der Tag der Medienkompetenz im Landtag NRW.

Jedes Kind muss den verantwortungsbewussten Umgang mit Medien erst lernen. Und auch als Erwachsene fühlen wir uns oft unsicher im Netz – gerade auch in Zeiten von Fake News, Algorithmen und Datenskandalen. In der Medienbildung sind viele Akteure unterwegs: Schulen, Bibliotheken, Volkshochschulen und weitere Bildungseinrichtungen. Sie alle bieten unterschiedliche Lernangebote zur Förderung von Medienkompetenz. Welche spezifische Rolle spielen Bibliotheken in diesem Umfeld? Was wird von ihnen erwartet? Was können sie leisten?

In einem interdisziplinären Chat möchten wir mit Interessierten und Verantwortlichen über Herausforderungen, Zielgruppen und Strategien der Medienbildung diskutieren. Jeder ist herzlich zu dieser Spezialausgabe von #BIBchatDE eingeladen – insbesondere Bibliothekswesen, Pädagogen, Eltern und Bildungspartner. Gastgeber sind Marlene Neumann @marlene_n und Dirk Ehlen @Dirk_Ehlen aus dem #BIBchatDE-Team. Als Gast-Moderatoren wirken @KA_DUS (Kordula Attermeyer) und @Tastenspieler (André J. Spang) vom @EdchatDE mit. Wir freuen uns riesig auf den Austausch zu einem spannenden und wichtigen gesellschaftlichen Thema.

Fragen

20:05 Uhr
F1 Was verstehst du unter #Medienkompetenz? Braucht man in einer zunehmend digital geprägten Welt neue oder andere Kompetenzen?

20:10 Uhr
F2 Warum interessierst du dich für das Thema ganz konkret: Welche Angebote zur Förderung von #Medienkompetenz bietet deine Einrichtung? Gerne mit URL!

20:15 Uhr
F3 Worin liegen die spezifischen Potenziale von Bibliotheken als Lernort in Abgrenzung zu Schulen, Volkshochschulen und anderen Einrichtungen?

20:25 Uhr
F4 Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Internet will früh gelernt sein. Wie können Bibliotheken Kinder und Jugendliche dabei am besten unterstützen?

20:35 Uhr
F5 Medienkompetenz „für alle“: Mit welchen konkreten Angeboten können wir den kompetenten Umgang mit Medien in Zeiten von Fake News, Verschwörungstheorien und Algorithmen auch für Erwachsene fördern?

20:45 Uhr
F6 Braucht jede Bibliothek Medienpädagogen? Gilt das auch für alle anderen Bildungsorte?

20:50 Uhr
F7 Welche Anregungen hast du noch zum Thema?

Unser Rückblick auf den 19. BIBchatDE – Die Bibliothek der Dinge – Ausleihe vom Kunstwerk bis zur Bohrmaschine – ist die Bibliothek von heute Teil der Sharing-Community?

  • Beim Oktober-Bibchat 2018 beteiligten sich wieder knapp 30 Twitterer aus ganz Deutschland intensiv zum Thema „Die Bibliothek der Dinge – Ausleihe vom Kunstwerk bis zur Bohrmaschine – ist die Bibliothek von heute Teil der Sharing-Community?“ aus.
    Gebrauchsgegenstände und Dinge, die jede/r nur hin und wieder benötigt oder ausprobieren/haben möchte, in Bibliotheken ausleihbar zu machen, wurde aus Nutzersicht einhellig als sehr gute Idee beurteilt. Als Vorteile genannt wurden hier sowohl der wirtschaftliche Aspekt,  der Umweltgedanke und auch die Einschätzung als sozialer Beitrag für eine nachhaltige Gesellschaft.
  • Bei der Beurteilung, eine solche Bibliothek einzurichten, gingen die Meinungen auseinander. Sehr viele der Twitterer sind BibliotheksmitarbeiterInnen und tauschten sich lebhaft über den Personal- und Wartungsaufwand inkl. entsprechend notwendiger Kenntnisse aus.
    Die Frage nach den „Kernaufgaben“ von Bibliotheken und ob dazu eine „Bibliothek der Dinge“ gehören sollte, muss sicher jede Bibliothek vor Ort und mit den kommunalen Entscheidungsträgern ausloten.
    Aber zahlreiche MitdiskutantInnen zeigten sich dem Thema sehr aufgeschlossen gegenüber und konnten der Diskussion hilfreiche Ideen und Tipps entnehmen, da unter anderem eine Kollegin der Hoeb4U mit entsprechender Erfahrung ausführlich Rede und Antwort stand. Auch unsere Linkliste bei der Ankündigung kann dazu beitragen, sich mit KollegInnen anderer Bibliotheken, die bereits eine „Bibliothek der Dinge“ anbieten, zu vernetzen.
  • Die Diskussion könnt ihr hier nachlesen – viele Tipps für alle, die sich ernsthaft damit beschäftigen, eine Bibliothek der Dinge einzurichten, insbesondere ab A3-A8.
    Herzlichen Dank an Jürgen Plieninger für die Dokumentation via Wakelet!

Ankündigung 19. #BIBchatDE am 01.10.2018

Ihr habt euch für den nächsten Bibchat für das folgende Thema entschieden:

Bibliothek der Dinge: Ausleihe vom Kunstwerk bis zur Bohrmaschine – ist die Bibliothek von heute Teil der Sharing-Community?

Dass man in Bibliotheken neben Bücher und Zeitschriften auch Tonträger,DVDs, BluRays, Konsolen- und Brettspiele ausleihen kann, ist mittlerweile weithin bekannt. Auch die Möglichkeit, elektronische Medien, Musik oder Filme herunterzuladen oder zu streamen, kennen und nutzen zunehmend mehr BibliotheksbesucherInnen. Aber eine „Bibliothek der Dinge“ sagt sicher nur NutzerInnen etwas, die in einer der  – noch – wenigen Kommunen wohnen und Bibliotheken aufsuchen, die auf dieses Thema setzen.

Was steckt dahinter?
Neben den üblichen Medienangeboten gibt es immer mehr Bibliotheken, die auch Dinge wie zum Beispiel  Nähmaschinen, Hängematten, Werkzeugkasten, Bohrmaschinen oder auch Kunstwerke ausleihen.
Die Grundidee folgt dem Trend einer Shareconomy, also Gegenstände im Öffentlichen Raum zu tauschen und zu teilen. Für viele Bibliotheken scheint es eine Antwort darauf zu sein, sich von einem bestandsorientierten Produktdenken zu einem nutzerorientierten Denken umzuorientieren und nutzerbetriebliche Aktivitäten anzubieten. Das Goethe-Institut in Bratislava definiert die Bibliothek der Dinge: ,,als einen Ort, wo sich die Leute treffen, die sich für das Teilen von Kenntnissen, Werkzeugen und nützlichen Dingen interessieren. In der Bibliothek der Dinge finden Sie Dinge für Freizeit, Bildung, Sport und Unterhaltung, für Groß und Klein.“

So war es auch das Goethe-Institut in Bratislava und die ZLB, die die Idee einer Bibliothek der Dinge konsequent durchgesetzt hatten, indem sie 2016 entsprechende Kriterien aufstellte, wie die Größe der Gegenstände, Gewicht, Robustheit und Hygiene. Entsprechend wurden die Gegenstände erworben, katalogisiert und verliehen. Die Bibliothek der Dinge scheint inzwischen ein deutschlandweiter Trend zu werden, sei es in Hamburg (Hoeb4U) oder Georgsmarienhütte. An der Zentralbibliothek Köln ist die Bibliothek der Dinge mittlerweile ein Angebot im Rahmen der Bildungskooperation. Somit besteht für die Bibliothekspartner die Möglichkeit sich Experimentiersets zu leihen, wo entsprechende Werkzeuge und Geräte zu den MINT-Fächern enthalten sind.

Wir möchten mit euch am kommenden Montag mit euch folgende Fragen diskutieren und vermerken dabei die Zeit, zu der die jeweilige Frage getweetet wird – so habt ihr ggf. die Gelegenheit vorab, eure Statements via Tweetdeck zu formulieren und zu terminieren , wenn ihr euch in der Stunde auf die Antworten der anderen TeilnehmerInnen konzentrieren wollt, oder nur zeitweise oder gar nicht live teilnehmen könnt:

  • F1 Wie findest Du grundsätzlich die Idee, sich “nützliche“ Dinge auszuleihen statt zu kaufen – sei es aus Bibliotheks- oder Nutzersicht? (20:05 Uhr)
  • F2 Welche Rolle spielen Bibliotheken in einer Sharing-Community? (20:12 Uhr)
  • F3 Unter welchen Bedingungen sind Bibliotheken als „LeiLa“ (Leihladen) geeignet? (20:18 Uhr)
  • F4 Worin siehst Du die Chancen und Vorteile oder auch Risiken an diesem Konzept? (20:25 Uhr)
  • F5 Thema Wartung und Pflege – wie kann dies sinnvoll gelöst werden? (20:34 Uhr)
  • F6 Wenn Du eine Bibliothek der Dinge umsetzen würdest, auf welche Kriterien käme es an? (20: 40 Uhr)
  • F7 Hat die Bibliothek der Dinge Zukunft? (20:46 Uhr)
  • F8 Welche Anregungen hast du noch zu dem Thema? (20: 52 Uhr)

Hier könnt ihr euch ein paar Beispiele für „Bibliotheken der Dinge“ anschauen:

BerlinWenn-die-Buecherei-auch-Schrauber-und-Kameras-verleiht.html

Erkrathhttps://stadtbuechereierkrath.wordpress.com/2018/02/22/hat-erkrath-eine-bibliothek-der-dinge-und-wenn-ja-warum-nicht/

Georgsmarienhütte: https://www.noz.de/lokales/georgsmarienhuette/artikel/975013/bibliothek-der-dinge-in-gmhuette-eroeffnet

Hamburg: https://www.buecherhallen.de/hoeb4u-blog-artikel/stuff4u-bibliothek-der-dinge.html

Köln: https://stadtbibliothekkoeln.blog/category/bibliothek-der-dinge/

 

Links zum Weiterlesen :

Hier eine gute Zusammenfassung seitens des Goethe-Instituts

Hier eine Sammlung auch internationaler Beispiele

Die Bibliothek der Dinge. Welche Rolle spielen Bibliotheken in der »sharing economy«?  In: BUB folgende Artikel

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/files/15700/BuB_2016_07_439_441.pdf

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/files/14200/BuB_2017_08_445_446.pdf

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/frontdoor/index/index/start/2/rows/20/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/%22Bibliothek+der+Dinge%22/docId/3576

Und ein Beispiel eines „Leilas“ in Wien – nicht aus der Bibliothekswelt

Weitere Beispiele und Links ergänzen wir gerne!