Abstimmung für den 47. #BibChatDE am 1. Februar 2021

Am Montag, den 1. Februar 2021, um 20 Uhr findet der 47. Bibchat statt.

Die Themenvorschläge stehen ab jetzt bis zum 20. Januar zur Abstimmung.
Bitte gebt wie gewohnt eurem Wunschthema ein Like.

Die Themenvorschläge lauten:

Rückblick 46. #BibChatDE: Themen, Trends und Perspektiven – Was war, was bleibt, was kommt in unseren Bibliotheken?

Am 4. Januar 2021 blickten wir im traditionellen Neujahrs-Bibchat auf das vergangene Jahr zurück und sprachen über Themen, die uns weiter begleiten werden. Lest hier die Zusammenfassung.

Wie war das Jahr 2020 in Bibliotheken?

Das Jahr 2020 wurde geprägt und getrieben von der Corona-Pandemie. Die Situation heute unterscheidet sich ganz eklatant von der Situation Anfang des vergangenen Jahres. Die Häuser sind zum überwiegenden Teil geschlossen. Viele Bibliotheksnutzer*innen haben aktuell keinen Zugriff auf den analogen Bestand. Mancherorts wird ein Abholservice angeboten und einige Bibliotheken liefern an die Haustür. Digitale Medien sind in den Vordergrund gerückt. Die Bibliothek als dritter Ort dagegen spielt aktuell keine Rolle. Veranstaltungen finden, wenn überhaupt, online statt.

Viele Beschäftigte in Bibliotheken, und alle Studierende und Lehrende der LIS-Studiengänge, haben zu Hause gearbeitet. Das war neu und lehrreich, aber auch anstrengend.

Die Umstellung auf das virtuelle Büro und die Nutzung digitaler Tools zur Zusammenarbeit schritt sehr unterschiedlich voran. Vielerorts wird weiter wie eh und je in Büros zusammenarbeitet als gäbe es keine Pandemie. Anderorts ist die Akzeptanz für Homeoffice gestiegen oder sogar ein dauerhafter Homeoffice-Tag pro Woche/Mitarbeiter*in geplant.

Weitere wichtige Themen in 2020 waren die UN-Nachhaltigkeitsziele, Demokratiearbeit und die Diskussion um die Gleichstellung von Büchern und E-Books. In der Schweiz wurde ein neues Bibliothekssystem SLSP eingeführt. Der Trend Citizen Science wird in einem Experten-Bibchat am 7. Juni näher beleuchtet werden. Fortbildungen und Tagungen, wie die #vBIB20, fanden virtuell statt. Der Boom von Webinaren, die keine Reisen mehr erforderten, bot eine Vielfalt an niederschwelligen Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit neuen Themen. Durch die außergewöhnliche Situation zeigten sich auch viele Verwaltungen flexibler: Plötzlich konnten neue digitale Tools und Angebote unbürokratisch und schnell eingeführt werden.

Überhaupt haben Bibliotheken schnell und erfinderisch auf die Krisen-Situation reagiert. Stichworte sind hier: kostenlose Digital-Abos, kontaktlose Ausleih-Modelle, Hygienekonzepte und digitale Vermittlungsangebote.

Auch wurden in den Schließzeiten vielerorts Veränderungen vorangetrieben, die ohne Publikum schneller umsetzbar waren, wie Umbauten, Entwicklungen von Leitbildern, Chatsystemen, Websites u.v.m.

Vermisst wurde der persönliche Kontakt zu den Benutzer*innen. Schwer gefallen sind alle Maßnahmen, Bibliotheken so ungemütlich wie möglich zu gestalten, damit bloß niemand auf die Idee käme, sich länger als nötig dort aufzuhalten. Tröstend war die Erkenntnis, dass Bibliotheken von Menschen als „lebenswichtig“ erachtet und der Zugang zu physischen Medien, Arbeitsplätzen und sonstigen Vor-Ort-Angeboten enorm vermisst wurde. Oder aus Nutzersicht gesprochen: „Ich hätte vor 2020 nicht damit gerecht, so selten Bibliotheken zu besuchen. Und ich hätte nicht damit gerechnet, wie hilfreich, freundlich, engagiert alle BibliothekarInnen, mit denen ich Kontakt hatte, online sein können.“ Ja, wir haben uns alle Mühe gegeben, obgleich es für Bibliotheksbeschäftigte nicht immer leicht war, denn persönliche Sorgen, Personalengpässe und uneinsichtige Besucher*innen begleiteten uns natürlich auch durch das Jahr.

Was können wir mit in das neue Jahr nehmen?

  1. Bibliotheken bieten für ihre Benutzer*innen weiterhin so viel Service wie möglich, innerhalb der notwendigen gesetzten Beschränkungen.
  2. Wir bauen die Präsenz von Bibliotheken in der Öffentlichkeit aus und positionieren uns als wichtige Institution der Demokratieförderung.
  3. Bibliotheken knüpfen an die positiven Erfahrungen mit virtuellen und agilen Arbeitsformen an und entwickeln in Krisenzeiten Erlerntes weiter. Dazu gehört eine „Corona-Retrospektive“ mit dem Ziel, die verschiedenen Maßnahmen, Tools und Erfahrungen als Lessons Learned zu verbreiten.

Rückblick 44. #BIBChatDE: Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe in Bibliotheken und Informationseinrichtungen

In der November-Ausgabe vom BIBChatDE haben wir uns zum Thema Barrierefreiheit und Inklusion ausgetauscht, ein sehr wichtiges Thema, was im beruflichen Alltag leider nicht immer ausreichend gewürdigt und umgesetzt wird.

Diversität prägt unseren Öffentlichen Raum, somit sollte eine Pflicht auch dahingehend bestehen, auf der Grundlage von Gerechtigkeit und Respekt, eine kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Dazu müssen die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die häufig im beruflichen Alltag nicht ausreichend berücksichtigt werden oder aufgrund fehlender Mittel nicht umgesetzt werden können. Ein solcher Beitrag kann der Abbau von Barrieren sein und die Förderung von Inklusion im Öffentlichen Raum.

Als Öffentliche Einrichtung können gerade die Bibliotheken einen Beitrag dazu leisten. Die Teilnehmer*innen des BIBChatDE verstehen darunter bspw. den barrierefreien Zugang zu Wissen, aber auch der barrierefreie Zugang ins Gebäude, eine gute Beschriftung der Regale und der Medien, die Kooperation mit anderen Einrichtungen (Blindenhörbücherei) oder mit Gebärdendolmetscher*innen, können einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Auch im Netz kann ein Beitrag dazu erzielt werden, so durch einen barrierefreien Zugang auf der Webseite.

Natürlich wurden auch die Probleme genannt, die oft zumeist finanzieller Natur sind oder der Gebäudesubstanz geschuldet sind. Auch die fehlende Expertise wurde dabei genannt und zugleich ein Diversitätsmanagement für die Bibliotheken gefordert, was auch daraus resultiert, sich selbst in eine Situation hineinzuversetzen und Lösungen zu konzipieren, von der man selbst nicht unmittelbar betroffen ist. Somit ist es wichtig, ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen und eine Kooperation mit Expert*innen in die Wege zu leiten.

Wie viel Bürgerwissenschaft steckt heute in den Bibliotheken?

Ein Spezial-BibChat mit Jens Bemme rund um das Thema Citizen Science ist für den 7. Juni 2021 geplant.

Bürgerinnen und Bürger forschen, schon immer. Mit und in privaten Sammlungen und insbesondere in Bibliotheken: in analogen, in digitalen, in kommunalen und in wissenschaftsnahen – in Hochschul-, in Universitäts-, in Landes-, in Nationalbibliotheken und anderen. Wird Bürgerwissenschaft noch unterschätzt? Wieviel Citizen Science gibt es in unseren Bibliotheken?

Die folgende Zusammenstellung bietet einen Einstieg in kommende Diskussionen:

Wie unterstützen Bibliotheken Bürgerinnen und Bürger, die forschen, heute? Wer forscht? Und woran? Sollten alle Menschen, die in Bibliotheken arbeiten, Citizen Scientists sein?

Das sind die Fragen – bis zum BibChat.

Zum Gastmoderator:

Jens Bemme arbeitet im Bereich Landeskunde und Citizen Science der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (Saxorum, Referat Saxonica). Er forscht zu historischem Radfahrerwissen um 1900 und erschließt Die Gartenlaube in Wikisource und Wikidata mit dem Citizen Science-Projekt Die Datenlaube.

Ankündigung 46. #BibChatDE: Themen, Trends und Perspektiven – Was war, was bleibt, was kommt in unseren Bibliotheken?

Es ist schon Tradition: Am ersten BibChat-Abend im neuen Jahr wollen wir mit euch Rückschau und Ausblick halten. Wir freuen uns, wenn ihr wieder dabei seid am Montag, den 4. Januar von 20-21 Uhr.

Lasst uns darüber sprechen, was für euch DIE Themen des Jahres 2020 waren, was euch dabei besonders gefordert, aber auch gefreut hat, und worauf ihr unbedingt aufbauen wollt.

Das vergangene Jahr war geprägt und getrieben von der Corona-Pandemie. Digitalisierung, neue Arbeitsformen und angepasste Service-Angebote – welche Themen werden auch im neuen Jahr weiter im Fokus stehen? Und welche Themen sollten eurer Meinung nach vorrangig angegangen werden, sobald es die pandemische Lage wieder zulässt?

Was sind eure Pläne für das Jahr 2021? Mit welchen an die Pandemie angepassten Konzepten sollten Bibliotheken auf die gesellschaftlichen Entwicklungen reagieren? Womit wollt ihr euch 2021 erstmalig beschäftigen, wofür bräuchtet ihr unterstützenden Austausch oder Fortbildungsangebote?

Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen und Einschätzungen und nehmen dabei gerne Anregungen mit, um für die Bibchats 2021 gezielt Expert*innen zu einzelnen Themen dazu zu holen.

Hier die Fragen für den Abend – für alle, die sich vorbereiten wollen oder es vielleicht nicht punktgenau schaffen, mitzutwittern, aber die ein oder andere Antwort via Tweetdeck terminieren möchten:

F1 Wie läuft es gerade in deiner Bibliothek? Was ist anders als vor einem Jahr – vor der Corona-Pandemie? (20:05 Uhr)

F2 Wenn ihr an das letzte Jahr zurückdenkt: Welche (max 3) Themen haben die Bibliothekswelt neben Corona am meisten geprägt/beschäftigt? (20:10 Uhr)

F3 Was habt ihr 2020 in eurer Bibliothek erstmals umgesetzt und in welcher Weise? (20:15 Uhr)

F4 Womit hättet ihr zu Beginn des letzten Jahres nicht gerechnet, dass ihr euch in eurer Bibliothek auseinandersetzen müsst/werdet – im Positiven oder Negativen? (20:25 Uhr)

F5 Was sind eure Pläne und Projekte für das Jahr 2021? Mit welchen an die Pandemie angepassten Konzepten sollten Bibliotheken auf die gesellschaftlichen Entwicklungen reagieren? (20:35 Uhr)

F6 Welche Unterstützung wünscht/ braucht ihr für die Umsetzung? Mit wem sind dabei Kooperationen sinnvoll? (20:45 Uhr)

Announcement 45. #BIBCHatDE international on December 7th

#BIBChatDE goes international

An absolutely unusual, challenging year is coming to an end. For each and every one of us, but also for our library work all over the world.

For this reason, we would like to exchange ideas and review with colleagues outside the German-speaking area in December #BibchatDE – therefore for the second time a chat evening in English and/or French!
Please share the invitation in your library Twitter community and let us know in advance what you are interested in. We would like to discuss the following questions:

  • Q1 How are you doing in your library right now? How much normality is there, what is missing?
  • Q2 What are your key findings from the Corona crisis regarding your work in the library?
  • Q3 What opportunities can the pandemic offer for which fields of responsibility of libraries?
  • Q4 Do you have good examples/projects of libraries that have only emerged in and through the crisis?

We look forward to many contributions from all over Europe and beyond themed: Libraries connect the world – the world needs libraries!

Ankündigung: 44. #BIBchatDE – Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe in Bibliotheken und Informationseinrichtungen

Für den 44. #BIBchatDE am Montag, den 02.11.2020, 20-21 Uhr, habt Ihr euch für das Thema „Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe in Bibliotheken und Informationseinrichtungen“ entschieden.
Wie wir alle wissen, befindet sich unsere Gesellschaft in einem kontinuierlichen Wandel, geprägt durch Digitalisierung und gesellschaftlicher Diversität. Auf allen Ebenen, sowohl im physischen als auch im virtuellen Raum, wird der Ruf nach Barrierefreiheit und kultureller Teilhabe für alle Menschen lauter.
Seit 2009 bemühen sich die Bibliotheken auf der Basis der ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verstärkt darum, einen barrierefreien Zugang zu den Bibliotheksangeboten zu erzielen. Hierzu wurde 2018 beispielsweise die „AG Barrierefreiheit in (digitalen) Bibliotheken“ gegründet. Die AG setzt sich für einen barrierefreien Informationszugang ein, aber auch für einen zeitgemäßen Bibliotheksbau und für kulturelle Teilhabe.
2011 trat die BITV 2.0 (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung) in Kraft, also der barrierefreie Auftritt im Web, was aber bislang nur für Bundesbehörden Gültigkeit hat.
Zur Vorbereitung möchten wir Euch gerne die folgende Literatur an die Hand geben:
Folgende Fragen haben wir für euch vorbereitet:
1.) Warum ist Barrierefreiheit und kulturelle Teilhabe so wichtig? 20:05
2.) Warum ist es eine bibliothekarische Aufgabe? 20:15
3.) Welche Beiträge können die Bibliotheken dazu liefern? 20:25
4.) Wo entstehen Probleme bei der Umsetzung und welche Rahmenbedingungen
     werden benötigt? 20:35
5.) Was ist Euch zu dem Thema noch wichtig? 20:45

Abstimmung für den 44. #BibChatDe am 02. November 2020

Am 02. November 2020 um 20 Uhr findet der 44. BibChatDe statt.

Die Themenvorschläge stehen ab jetzt bis zum 21. Oktober zur Abstimmung.
Bitte gebt wie gewohnt Eurem Wunschthema ein Like.
Wenn Ihr Ideen und Vorschläge für Diskussionsfragen habt, meldet Euch gerne bei unserem Twitter-Account.

Die Themenvorschläge lauten:

 

Rückblick 40. #BIBChatDE: „Wie messen wir den Wert von Bibliotheken? Mehr als Kennzahlen und Statistiken…“

Im Juli-Austausch wurde intensiv und lebhaft darüber diskutiert, wie wertvoll statistische Erhebungen für die Bibliotheksarbeit sind, wo deren Grenzen sind und was darüber hinaus nötig ist.

Notwendigkeit von Kennzahlen
Unbestritten blieb dabei, dass Ausleih- und Umsatzzahlen wichtige Kenndaten sind. Sie dienen zur Steuerung der Bestandsentscheidungen und dessen Weiterentwicklung. Von Unterhaltsträgern werden sie eingefordert insbesondere für eine gezielte innerstädtische Etatzuweisung.
Dabei wurde aber auch festgestellt, dass die Grundlage für zahlreiche Berechnungen – das KGSt-Gutachten – fast 50 Jahre alt ist und sich somit in keinster Weise auf digitale Medien beziehen kann. Eine Aktualisierung und Anpassung müsste mit den Unterhaltsträgern erarbeitet werden.
Demgegenüber wurde positiv hervorgehoben, dass das wichtigste nationale Vergleichsinstrument, die Deutsche Bibliotheksstatistik, mittlerweile aktueller und klarer strukturiert ist und die auszufüllenden Felder besser und eindeutiger definiert sind.

Doch aus vielerlei Sicht greifen diese Zahlen zu kurz, da Bibliotheksbesucher:innen längst nicht nur als eingeschriebene Nutzer:innen Medien holen und zurückbringen oder sich zu monatlichen Lesungen einfinden. Ein großer Anteil an Besucheraktivitäten mündet nicht in einem Ausleihvorgang.

Messbarkeit von Qualität und Erfolg von Bibliotheksarbeit
Daher sollte sichtbar und im besten Fall messbar gemacht werden, welche Dienstleistungen in der Bibliothek erbracht werden, die für die Gesellschaft relevant und förderlich sind – ggf. auch im Vergleich zu anderen Einrichtungen einer Kommune, um damit die finanzielle und personelle Ausstattung nach Möglichkeit entsprechend ausbauen zu können.

Als wichtige Parameter wurden genannt, um Erfolg und (Aufenthalts)Qualität der Bibliotheksarbeit darstellbar zu machen:

  • Dauer des Aufenthaltes
  • Auslastung der Arbeitsplätze
  • Besucherstrommessungen
  • Beratungstätigkeit
  • Inspirationsfaktor durch Stöbern/Surfen, Aktionen und Veranstaltungen
  • Hilfestellung/Support bei der Nutzung von Endgeräten/Trägermedien – digitale Vermittlungstätigkeit
  • Zugriffszahlen/Interaktionen/Reichweite der SocialMedia-Aktivitäten
  • kooperative Tätigkeiten

Diese Einflussfaktoren zu messen bzw. messbar zu machen, wird als dringend notwendig gesehen, um den ORT Bibliothek in seiner kommunalen Bedeutung zu stärken.

Chancen nach und durch Corona
Daneben haben aber auch die Erfahrungen während der Corona-Schließungszeit gezeigt, wie wichtig Onlineangebote sind in ihrer ortsunabhängigen Verfügbarkeit. Durchweg gab es deutliche Zuwächse bei der Nutzung sämtlicher digitaler Bibliotheksangebote, soweit diese vorhanden und bekannt waren. Bibliotheken, die bereits viele Ressourcen in digitale Angebote inklusive deren Vermittlung gesteckt haben, konnten viele neue Kund:innen gewinnen. Diese zu halten und möglicherweise noch mehr zu generieren, wird eine wichtige Aufgabe bleiben und die Zahlen dazu sollten Ansporn für Gemeinden und Städte sein, beim Auf- und Ausbau dieser Angebote nachzujustieren und mehr zu investieren.

Ein größeres Augenmerk sollte man nach Ansicht einiger Mitdiskutant:innen in die Aufbereitung von Statistiken stecken. Auch Stadt- und Gemeinderäte sind in der Regel keine reinen Zahlenfanatiker. Sinnvolle Vergleiche zu anderen Institutionen oder Städten können hilfreich sein, ebenso wie grafische Darstellungen und Bilder. Anregungen dafür kann man allein mit der Suche nach „Infografiken“ erhalten. Derlei Schaubilder sind wiederum auch nachnutzbar für die Social-Media-Arbeit.

Denn mit einprägsam gestalteten Zahlen können Bibliotheken nicht nur ihre Unterhaltsträger beeindrucken, sondern auch ihre eigene „Community“ und darüber hinaus auf sich aufmerksam machen.

Ankündigung; 43. #BibChatDe – Engagement von Bibliotheken gegen Rassismus und Fake News

Für den 43. #BibChatDe am Montag, 05. Oktober, 20-21 Uhr, habt Ihr Euch für folgende Fragestellung entschieden:

Wie sieht es mit dem Engagement von #Bibliotheken gegen #Rassismus und #FakeNews aus?

Genaugenommen sind in dieser Fragestellung gleich zwei sehr umfangreiche Themen enthalten, die leider nicht innerhalb einer Stunde in der Tiefe diskutiert werden können, die sie verdient hätten. Daher legen wir durch unsere Fragestellungen kleine Schwerpunkte und hoffen, dass die Diskussionsfragen Euch als Anknüpfungspunkte dienen. Wir ermutigen ausdrücklich dazu, sich auch über den Chat hinaus mit den Themen auf beruflicher und privater Ebene zu befassen. Im Mittelpunkt der kommenden Diskussion soll die berufliche Perspektive stehen.

Zunächst eine kurze Definition der Begrifflichkeiten.
Fake News
Bei Fake News handelt es sich um gefälschte Nachrichten, die zum Teil sehr eindeutig als Fälschung zu erkennen sind, zum anderen aber so geschickt erstellt und verbreitet werden, dass sie kaum erkennbar sind. Fake News werden auch als „aktuelle Desinformation“ (https://www.bpb.de/…/fake-news-als-aktuelle-desinformation) bezeichnet und kommen getarnt als journalistische aktuelle Meldungen daher, die mit der Intention erstellt wurden, Unwahrheiten zu verbreiten. Ziel kann dabei zum Beispiel politisch motivierte Irreführung oder Click-Baiting sein.

Rassismus
Unter Rassismus verstehen wir zum einen ein Konstrukt, das Menschen nach Herkunft oder körperlichen Merkmalen in Kategorien („Rassen“) einordnet und diesen eine unterschiedliche Wertigkeit zuschreibt, zum anderen ein auf diesem Konstrukt basierendes gesellschaftliches System. In diesem System werden Menschen strukturell benachteiligt d.h. sie werden zB Mikro-Aggressionen ausgesetzt und erhalten schlechtere Bildungs- oder Karriere-Optionen. (https://www.bpb.de/…/dossier-migration/223738/rassismus) Eine engere Definition sieht Rassismus als individuelle vorsätzliche Tat eines einzelnen „Rassisten“, in unserer Diskussion soll es jedoch um den strukturellen Rassismus gehen.

Zu beiden Themenkomplexen bieten die Dossiers der bpb umfangreiche Informationen:
https://www.bpb.de/politik/grundfragen/rassismus/

https://www.bpb.de/gesellschaft/medien-und-sport/fake-news/

Um einen ersten Eindruck davon zu bekommen, wie es um das Engagement von Bibliotheken zu Rassismus und Fake News bestellt ist, wollen wir folgende Fragestellungen diskutieren:

1) Welche Maßnahmen, Veranstaltungen, Aktionen von Bibliotheken gegen Rassismus oder Fake News kennt Ihr? 20:05

2) Inwiefern ist Engagement gegen Fake News und Rassismus ein bibliothekarischer Auftrag? 20:15

3) Sind Bibliotheken selbst Teil von strukturellem Rassismus und wenn ja, wie lässt sich dies ändern? 20:25

4) Wie erreicht man diejenigen, die gefährdet sind, sich auf Rassismus und Fake News einzulassen? Wie stärkt man diejenigen, die darin eine Antwort auf ihre Unzufriedenheit suchen? 20:35

5) Wo informiert Ihr Euch? Welche Quellen oder Bücher könnt Ihr zu den Themen Rassismus und Fake News besonders empfehlen? 20:45

6) Welche Themen möchtet für den kommenden BibChatDe am 02.11.2020 vorschlagen? 20:55