Abstimmung für den 28. BIBchatDE

Hier könnt ihr bis zum 21.06.2019 über das Thema des kommenden #BIBchatDe abstimmen.

Favorisiert den entsprechenden Tweet. Das Thema mit den meisten Stimmen wird am Montag, 01.07.2019 zwischen 20 und 21 Uhr diskutiert.

Voting #BIBchatDE #28:
1 #Gaming in #Bibliotheken— BIBChatDE (@BIBChatDE) June 11, 2019

Voting #BIBchatDE #28:
2 #Bibliotheken auf #YouTube: Wer macht was, warum und mit welchen Mitteln bzw. was könnte man machen?— BIBChatDE (@BIBChatDE) June 11, 2019

Voting #BIBchatDE #28:
3 Das #Image von #Bibliotheken im öffentlichen Bild.— BIBChatDE (@BIBChatDE) June 11, 2019

Voting #BIBchatDE #28:
4 #Hatespeech und #FakeNews: Wie sollten #Bibliotheken in Social Media agieren, um Fake News & Hatespeech entgegenzutreten?— BIBChatDE (@BIBChatDE) June 11, 2019

Voting #BIBchatDE #28
5 Neue (digitale) Medienangebote in #Bibliotheken. Wie schult ihr euch, das Personal und die Leser*innen?— BIBChatDE (@BIBChatDE) June 11, 2019

Vielen Dank für eure Beteiligung!

Rückblick auf den 27. BIBchatDE zum Thema „Medienpädagogik in Bibliotheken“

Gastmoderator Dennis Kranz (Medienpädagoge in der Stadtbibliothek Rostock) hat mit Bibliotheksmitarbeiter*innen und Medienpädagog*innen am Montag, den 3. Juni über ein spannendes Thema diskutiert, welches in Bibliotheken zunehmend Raum einnimmt.

Denn in den Stellenausschreibungen von Bibliotheken heißt es immer häufiger: Medienpädagoge (m/w/d) gesucht!

Die Tweets zum Thema wurden in Auswahl wieder in einem Wakelet dokumentiert.

Zur Medienpädagogik gehört „die eigene Erstellung und Produktion von Medieninhalten sowie die Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Medienverhalten“, so Dennis Kranz. Bibliotheken öffnen sich der Medienpädagogik, deren bibliothekarischen Fachkräften fehlen jedoch die entsprechenden medienpädagogischen Kenntnisse und Fähigkeiten. Also werden spezialisierte Medienpädagog*innen eingestellt, deren Rolle in der Bibliothek aber erst definiert werden muss. Das läuft nicht zwingend reibungslos. Zumal die Medienpädagog*innen zusätzlich vielerorts noch Leseförderung betreiben und Lektorate oder Info-Dienste übernehmen sollen. Aufgaben, für die sie nicht ausgebildet sind und die ihnen Zeit kosten. Es herrscht also Gesprächsbedarf: Was kann und soll die Medienpädagogik in Bibliotheken umfassen? Und was sollen Medienpädagog*innen in Bibliotheken genau tun bzw. nicht tun?

Schon bei den Antworten auf die Frage, was Medienpädagogik in einer Bibliothek ist, zeigten sich die unterschiedlichen Vorstellungen. So gibt es noch keine eindeutige Verständigung darüber, ob die Leseförderung völlig getrennt von der Medienpädagogik zu betrachten ist. Die Förderung von Medienkompetenz dagegen wird von vielen als Aufgabe der Medienpädagogik gesehen. Darüberhinaus sollen Medienpädago*innen das Medienhandeln auf kreative Weise fördern. In Projekten können zum Beispiel Stopp-Motion-Filme, Podcasts oder ganz andere Medienprodukte entstehen. Dabei sollen nicht nur Kinder und Jugendliche angesprochen werden. 

Im Bibliotheksalltag sollten die Ressourcen und spezifischen Kompetenzen der Medienpädagog*innen hauptsächlich in die Entwicklung und Durchführung medienpädagogischer Angebote fließen. Andererseits: In der Realität der kleineren Bibliotheken wird es nicht immer eine ganze Stelle allein für die Medienpädagogik geben können. Hier werden Medienpädagog*innen also unter Umständen auch bibliothekarische Tätigkeiten übernehmen.

Bibliothekspädagogik und Medienpädagogik sind zwei paar Schuhe. Während die erstere auf die Vermittlung der bibliothekarischen Angebote und die Unterstützung von Lernen (zum Beispiel Leseförderung) abzielt, unterscheidet die Medienpädagogik Lernen mit Medien (Mediendidaktik), Lernen über Medien (Medienerziehung) sowie Bildungsprozesse im Kontext einer sich verändernden Medialität (Medienbildung).

Bei der Frage, ob der Einsatz eines Kahoot schon medienpädagogische Arbeit ist, scheiden sich die Geister. Als reines Rallye-Tool für das Kennenlernen der Bibliothek und das Lösen von Rechercheaufgaben, wohl eher nicht. Anders wäre es, wenn Schüler*innen eigene Spiele mit Kahoot kreieren würden.

Die Vernetzung der Medienpädagogog*innen in Bibliotheken steht noch am Anfang. Unterstützung könnte die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) e.V., der BIB, der DBV und die Fachstellen geben.

Lasst uns die Medienpädagogik in Bibliotheken gemeinsam weiterentwickeln und ausloten, wie die Zusammenarbeit und Aufgabenteilung der unterschiedlichen Professionen gelingen kann. Voraussetzung dafür ist, dass sich Verantwortliche in Bibliotheken genauer über die Aufgabenbereiche von Medienpädagog*innen informieren. Also Augen auf bei der Stellenausschreibung!

Ein großer Dank geht an Dennis Kranz, der aus seiner Sicht als Medienpädagoge, den 27. BIBchatDe fachkundig und interessiert moderiert hat!

Rückblick auf den 26. #BIBchatDE „Bibliotheksverbünde: Was haben sie gebracht, wie werden sie genutzt, wie zeitaufwendig sind sie?

Beim letzten BIBChatDE am 06. Mai haben wir uns über das Thema Bibliotheksverbünde unterhalten. Für alle die nicht dabei waren, haben wir mit dem Tool Wakelet alle Tweets (Fragen & Antworten) nochmal zusammengefasst:

https://wakelet.com/wake/a4cbf593-834c-4733-a76a-287fcd4a5ec9

Niemand bestreitet die Vorteile der Bibliotheksverbünde, die einen Mehrwert für die Nutzer haben und die Bibliotheksarbeit ebenfalls erleichtert haben, sei es durch Synergieeffekte in der Katalogisierung oder wegen der überregionalen Recherchemöglichkeiten und durch die Möglichkeit der Fernleihe. Dafür eine zentrale Stelle zu haben, wird als klarer Vorteil der Teilnehmenden gesehen. Dadurch, dass wir als Konsortium auftreten, können wir aus finanzieller Perspektive auch bessere Konditionen herausholen. Der Nachteil ist freilich, dass die unterschiedlichen Anforderungen einzelner Bibliotheken, einer gemeinsamen Struktur untergeordnet werden müssen.

Dabei müssen sich die Bibliotheksverbünde den Anforderungen der Digitalisierung stellen, welche zu einer Veränderung der Informationsstruktur führen wird. Die Verbünde müssen sich dann neue Strukturen und technische Lösungen überlegen, die mit bestehenden Strukturen zweifelsohne in Konflikt geraten werden. Noch vor den Lösungen muss jedoch das Personal vorhanden sein und es muss Koordinator*innen geben, die mit ihren Kompetenzen den Mut aufbringen, solche Lösungen durchzusetzen. Natürlich darf eine Vernetzung mit entsprechenden Partnern nicht fehlen.

Auf die Frage, ob es gute Beispiele aus den anderen Ländern geben würde, wurden dann Frankreich und auch die Schweiz genannt. Der Nationalkatalog in Frankreich wurde dabei hervorgehoben und der Verbund SLSP in der Schweiz, der modulartige Dienstleitungen auf nationaler Ebene anbietet. Dabei wurde jedoch kritisiert, dass die modulartigen Dienstleistungen sich im Moment zu stark auf den Katalog von Ex Libris konzentrieren und wenig Spielraum für Innovationen bieten. Dabei wurde Deutschland, was neue Lösungsansätze angeht, als experimentierfreudiger bezeichnet.

Fazit: Vielleicht waren die Fragen nicht einfach, weil wir aus unserem beruflichen Kontext die Vorteile der Bibliotheksverbünde kennen, auch wenn sicherlich einiges kritisiert werden kann. Fest steht aber, dass wir im Kontext der digitalen Transformation neue Wege gehen müssen und dazu bieten sich neue Lösungen an und die Zusammenarbeit mit externen Partnern. Wir sind jedenfalls gespannt, was sich in den nächsten Jahren abzeichnet wird.

Ankündigung 27. #BIBchatDE – #Spezialchat zur „Medienpädagogik in Bibliotheken“ am 3. Juni 2019

Wir freuen uns auf den #Spezialchat zum Thema „Medienpädagogik in Bibliotheken“ mit dem Medienpädagogen Dennis Kranz (Bei Twitter @worka).

Die medienpädagogische Arbeit in Bibliotheken wird immer wichtiger und dazu werden immer mehr Medienpädagog*innen eingestellt. Nur was sollen diese Menschen in Bibliotheken genau tun? Jede Bibliothek hat dazu unterschiedliche Vorstellungen und Wünsche. Vor allem wird ein eigener medienpädagogischer Begriff in der Bibliothekswelt geschaffen, der mit den bisherigen erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen wenig zu tun hat. Viele Begriffe wie Medienkompetenz, Medienpädagogik, Bibliothekspädagogik, aber auch Informationskompetenz werden in einen Topf geworfen und unterschiedlich ausgelegt. Dazu zählt auch die Bibliothekspädagogik mit digitalen Medien, zum Beispiel Tablet-Rallyes zum Kennenlernen der Bibliothek und deren Informationsangebote. Ist dies schon die Arbeit, die Medienpädagog*innen machen sollen oder hat das überhaupt nichts mit medienpädagogischer Arbeit zu tun? Bibliotheken sehen in der Regel digitale Medien als Hilfe zum Lernen, ähnlich wie es in Schulen vermittelt wird. Die Medienpädagogik ist nicht das digitale Lernen, sondern die eigene Erstellung und Produktion von Medieninhalten sowie die Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Medienverhalten und -konsum. Selbst die Auseinandersetzung mit Demokratie funktioniert unterschwellig und soziale Kompetenzen werden ebenso zusätzlich gefördert. Definieren Bibliotheken und Medienpädagog*innen den Begriff Medien unterschiedlich? Und wie soll die Vernetzung die Medienpädagog*innen überhaupt aussehen? Die medienpädagogischen Dachverbände wie die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) spielen in der Bibliothekswelt fast gar keine Rolle. Und sollte es da nicht mehr Verbindungen auch zum Deutschen Bibliotheksverband geben?

Diese Fragen möchten wir beim nächsten BIBchatDE am Montag, 3. Juni diskutieren:

F1: Was ist Medienpädagogik in einer Bibliothek? (20:03)

F2: Was für Angebote sollen Medienpädagog*innen in der Bibliothek machen? Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden? (20:10)

F3: Was sollen Medienpädagog*innen in einer Bibliothek alles leisten? Sollen sie auch in den bibliothekarischen Alltag integriert werden, wie zum Beispiel Ausleih- und Informationsdienste übernehmen? (20:20)

F4: Ist die Bibliothekspädagogik gleichzusetzen mit der Medienpädagogik – Wenn ja warum oder wenn nein warum? (20:30)

F5:Ist der Einsatz eines Kahoots oder anderen Tools in einer Bibliotheksveranstaltung schon medienpädagogische Arbeit? Oder gehört auch ein Kamishibai oder ein Bilderbuchkino dazu? (20:40)

F6: Wie soll eine Vernetzung der Medienpädagog*innen aussehen? Gibt es die überhaupt?  (20:45)

F7 Welche Anregungen hast du noch zum Thema? (20:50)

Unsere Lesetipps:

Medienkompetent mit Games

https://www.medienpaedagogik-praxis.de/

https://libreas.eu/ausgabe16/texte/02haase.htm

https://www.goethe.de/de/kul/bib/20365676.html

Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) e.V.

Zum Gastmoderator:

Dennis Kranz ist Medienpädagoge in der Stadtbibliothek Rostock. Er studierte Kultur- und Medienpädagogik an der Hochschule Merseburg und war bei Bürgersendern in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt tätig.

Ankündigung 26. #BIBChatDE – Bibliotheksverbünde: Was haben sie gebracht, wie werden sie genutzt, wie zeitaufwendig sind sie?

Wer kennt sie nicht, die großen Bibliotheksverbünde (HBZ, GBV, KOBV, HeBIS, BVB, SWB)? Seit den 1970er Jahren entwickelten sich die Bibliotheksverbünde zu zentralen Einrichtungen für die Dienstleistung öffentlicher und wissenschaftlicher Bibliotheken, nicht nur auf Verbundskataloge bezogen. Ziel war es immer, durch Kooperation neue Dienste für Bibliotheksnutzer zu schaffen, auch in Konkurrenz zu anderen Anbietern, die zunehmend auf den Markt drängten. Insofern müssen sich die Bibliotheksverbünde auch weiterentwickeln, indem sie ihre Informationsstruktur optimieren. Dazu gehört die Verbesserung der Organisation durch arbeitsteilige Strukturen und Regelungen und natürlich eine entsprechende Finanzierung. Doch sind Bibliotheksverbünde überhaupt noch zeitgemäß? Was sind die Vor- und Nachteile solcher Verbünde?

Diese Fragen möchten wir beim nächsten BIBChatDE am Montag, 6. Mai diskutieren:

Unsere Fragen:

F1: Welche Vorteile haben Bibliotheksverbünde – worin besteht der Mehrwert? (20:05)

F2: Welche Nachteile haben Bibliotheksverbünde? (20:15)

F3: Welche Herausforderungen müssen sie sich derzeit stellen und brauchen wir eine neue Informationsstruktur? (20:25)

F4: Aus welchen „Playern“ sollte sich die Verbünde zusammensetzen? (20:35)

F5: Sind Bibliotheksverbünde in ihrer jetzigen Form noch überlebensfähig und wie müssten sie sich entsprechend wandeln? (20:40)

F6: Was können wir von anderen Ländern lernen? (20:50)

Unsere Lesetipps:

https://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/10463-11.pdf

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/frontdoor/index/index/start/6/rows/20/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/Bibliotheksverb%C3%BCnde/yearfq/2017/docId/3136

https://www.kobv.de/wp-content/uploads/2018/07/Zwischen_Anreicherung_und_Verf%C3%BCgbarkeit.pdfhttps://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/19951/%5BBibliothek%20Forschung%20und%20Praxis%5D%20Cloudbasierte%20Infrastruktur%20fur%20Bibliotheksdaten%20auf%20dem%20Weg%20zu%20einer%20Neuordnung%20der%20deutschen%20Verbundlandschaft.pdf?sequence=1&isAllowed=y

https://www.degruyter.com/downloadpdf/books/9783110310511/9783110310511.521/9783110310511.521.pdf

Rückblick auf den 25. #BIBchatDE „Wie sieht es mit Weiterbildung und Personalentwicklung in Bibliotheken aus?“

Beim letzten BibChatDE am 1. April gab es einen spannenden Austausch und Diskussion über Fort- und Weiterbildung in Bibliotheken. Wir haben bei Wakelet noch einmal alle Tweets (Fragen und Antworten) zusammengefasst:

https://wakelet.com/wake/2fd3c6f0-e2b3-43b6-9bee-798029ef5a97

Die konkreten Veränderungen, die von einigen im Chat im Arbeitsumfeld erfahren werden, die eine Weiterqualifizierung erfordern, sind vor allem der gesellschaftliche und digitale Wandel, die Unterstützung für Recherche und wissenschaftliches Arbeiten und die Veränderungen in der Form der Arbeit in Teams und auch das geforderte agile Arbeiten.

Die erforderlichen Kompetenzen der Bibliotheksmitarbeiter wurden beschrieben mit der Bereitschaft zum lebenslangen Lernen, Offenheit und Toleranz auch für neue Medien, Technologien und Aufgaben aber auch medienpädagogisches Wissen. Auch ein fundiertes Grundwissen über den Buchmarkt wurde erwähnt, ebenso wie Sozialkompetenzen und der Wunsch nach kontaktfreudigen Kolleg*innen mit professionellem und freundlichem Auftreten, Empathie, Intelligenz, Kreativität. 

In der Frage, ob Ausbildung und Studium sich breiter aufstellen müssten oder ob bibliotheksfremde Berufsgruppen in Bibliotheken eingestellt werden sollten sind die Meinungen unterschiedlich. Es wurde geäußert, dass die Studiengänge bereits sehr breit aufgestellt sind und versuchen, alle Bereich abzudecken. Andererseits wurde die Meinung geäußert, dass andere Berufszweige in Bibliotheken gut und wichtig sind. Manches Fachwissen „sollten und können Bibliotheksangestellte sich nicht auch noch aneignen“. Als mögliche Berufe in Bibliotheken wurden genannt: (Medien-)Pädagogen, Germanisten, Dolmetscher/Übersetzer, Informatiker, Mediengestalter, Kulturanthopologen.und PR-Fachleute und Social-Media-Manager.

Wieviel Zeit für Fortbildungen zur Verfügung steht und wie dieses in den Teams der Bibliotheken weitergegeben wird, ist sehr unterschiedlich. Meist geschieht dies informell und nicht in einem vorgefertigten Rahmen.

Der Austausch war wieder sehr interessant und beleuchtete viele verschiedene Ansichten und unterschiedliche Praxis in den Bibliotheken.

Abstimmung für den 26. #BibChatDe

Hier könnt Ihr bis zum 29.04.2019, 20 Uhr, über das Thema des kommenden #BibChatDe am 06.05.2019 abstimmen.

Favorisiert den entsprechenden Tweet, das Thema mit den meisten Stimmen wird am Montag zwischen 20 und 21 Uhr diskutiert.

Ankündigung 25. #BIBChatDE – Wie sieht es mit Weiterbildung und Personalentwicklung in Bibliotheken aus?

Fortbildung und Personalentwicklung spielten in Bibliotheken schon immer eine große Rolle, stehen aber derzeit vor besonders großen Herausforderungen – wie die meisten Branchen: Der technologische, digitale Fortschritt hat an Geschwindigkeit zugenommen, Bibliotheksmitarbeiter benötigen neue, andere Kompetenzen, die in Ausbildung und Studium nicht immer vermittelt wurden. Gleichzeitig sehen sich Bibliotheken dem „war of talents“ ausgesetzt. Der Kampf um die best qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist bereits in vollem Gange und stellt die Institution selbst auch vor neue Herausforderungen in Bezug auf Personalentwicklung.

Wir wollen über diese Themen mit Euch beim nächsten BIBChatDE am Montag, 1. April diskutieren:

Unsere Fragen:

F1. Welche konkreten Veränderungen erlebt ihr in eurem Arbeitsumfeld, die eine Weiterqualifizierung erfordern? – 20:05
F2. Welche Kompetenzen sind eurer Meinung nach bei Bibliotheksmitarbeiter*innen besonders erforderlich? 20:15
F3. Ausbildung und Studium breiter aufstellen oder bibliotheksfremde Berufsgruppen (z.B. welche?) in Bibliotheken einstellen? Was ist eurer Meinung nach der beste Weg? – 20:25
F4. Gibt es für Euch persönlich genügend zeitliche Freiräume, um euch weiterzubilden und zu lernen? – 20:35
F5. Was können Bibliotheken tun, um die best möglichen Mitarbeiter*innen zu gewinnen? – 20:40
F6. Wie bildet ihr euch im Team gegenseitig weiter? Welche Tipps könnt Ihr geben? – 20:50

Einige Links zur Information vorab:

„Bibliothekarische Fortbildungen auf einen Blick“ – https://www.library-training.de/index.php…

Einige Beiträge zum Thema Personalentwicklung in „Buch und Bibliothek“
personalentwicklung

Wesentliche Stellen und Adressen, die Informationen zu bibliothekarischen Fortbildungen bereitstellen:
https://bibliotheksportal.de/information…/beruf/fortbildung/

Abstimmung für den 25. #BibChatDe

Hier könnt Ihr bis zum 24.03.2019 über das Thema des kommenden #BibChatDe am 01.04.2019 abstimmen.

Favorisiert den entsprechenden Tweet, das Thema mit den meisten Stimmen wird am Montag, 01.04.2019 zwischen 20 und 21 Uhr diskutiert.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme!

Rückblick auf den 24. #BibChatDe – Bibliothek und Schule: wie arbeiten Bibliotheken und Schulen gut zusammen?

Der Rückblick mit allen Tweets ist über wakelet.com abrufbar:
http://wke.lt/w/s/Upxiw

Zum Thema Bibliothek und Schule gab es – trotz Rosenmontag – viel interessierte Beteiligung.

Zuerst wurde nach persönlichen Erfahrungen mit Schulkooperationen gefragt.
Die Antworten reichten von losen bis vertraglich geregelten Kooperationen, Führungen und Medienangebot für Schulen, Facharbeits- und Recherchetraining, Zweigstellen in Schulgebäuden
Als problematisch wurde die Kommunikation zwischen Bibliothek und Schule genannt, die durch wenig Kenntnisse über den jeweiligen Institutionsalltag sowie fehlende Rückmeldungen erschwert werde.

Zur Frage nach den Bereichen, in denen die Bibliothek für Schulen unterstützend wirken kann und wo die Grenzen liegen, gab es verschiedene Ansichten. Medienpädagogik sei Aufgabe der Schule, Medienbereitstellung und -vermittlung sei Bibliotheksaufgabe. Andere sahen die Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz eindeutig als Bibliotheksaufgabe an. Hervorgehoben wurde die unterstützende und ergänzende Funktion der Bibliothek.

Kooperationen zwischen Bibliothek und Schule werden von diversen Faktoren beeinflusst.
Schulen bewegen sich im Rahmen des Lehrplans, Bibliotheken sollen diesen bei der Angebotsentwicklung berücksichtigen, um relevante Konzepte mit Mehrwert anzubieten.
Vielerorts hängt die Zusammenarbeit von der Motivation und Bereitschaft der beteiligten Personen ab.

Zu Wünschen und Anforderungen, die Bibliothek und Schule sich gegenseitig stellen, wurden u.a. zeitnahe Rückmeldung, Relevanz der Angebote, Flexibilität bei Terminfindung, Kooperationsbereitschaft, gegenseitiges Verständnis und feste Ansprechpartner genannt.

Zuletzt wurde nach der Organisation von Kooperationen gefragt.
Verbindliche Verträge wurden insgesamt als positiv gesehen, um langfristige Zusammenarbeit zu ermöglichen. Dennoch soll Raum für Anpassungen und Spontaneität gegeben sein. Es wurde eine Dauer von fünf Jahren mit anschließender Evaluation und Anpassung empfohlen.