ABSTIMMUNG FÜR DEN 9. #BIBCHATDE

Hier könnt ihr nun wieder abstimmen für das Thema des 9. #BIBchatDE am 04.12.2017.
Wir haben auch diesmal Themen aufgenommen, die es bei den letzten Abstimmungen knapp nicht geschafft haben:

Bitte den Tweet, der Dein Wunschthema enthält, einfach faven (bis Donnerstag, 23.11.2017):

ANKÜNDIGUNG 8. #BIBCHATDE AM 06.11.2017

Ihr habt euch beim Voting für den nächsten BibChat für folgendes Thema entschieden:

Wie sehen BürgerInnen, die Bibliotheken gar nicht nutzen, Bibliotheken und wie könnte man sie erreichen?

 

In einem EU-weiten Vergleich von 2013 liegt Deutschland bei den Bibliotheksbesuchen mit 23 % der Bevölkerung nur auf Platz 20. Hier ist im Vergleich zu Ländern wie Schweden, Finnland und Dänemark (Platz 1-3 mit 74 bzw. 66 und 63 %) noch viel Luft nach oben.

In den letzten 4 Jahren hat sich die Mediennutzung noch weiter verändert. Es werden z.B. Filme und Musik häufiger online konsumiert. (Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudie 2017). Die Anzahl der eBook-Käufer ist von 2012 bis 2016 um rd. 35 % gestiegen (von 2,4 Mio auf 3,8 Mio – Quelle: BuBiZ, Börsenverein des dt.Buchhandels, 2017)

Wie notwendig und sinnvoll ist es also, sich um die zu bemühen, die Bibliotheken nicht (mehr) besuchen?

Laut der Allensbach-Studie aus dem Jahr 2015 halten immerhin noch 32 % der Bevölkerung öffentliche Bibliotheken auch in Zukunft für relevant.
Aber für über ein Drittel der Deutschen sind öffentliche Bibliotheken wenig oder gar nicht wichtig.

Schon seit vielen Jahren wird diskutiert, ob eine öffentliche Bibliothek tatsächlich für alle da sein muss, oder ob Zielgruppen, die man bereits erreicht, im Fokus bleiben bzw. welche neuen Zielgruppen beworben werden sollen.

Hier stellt sich die Frage, wie man diese erreicht, aber ebenso, welches Bild BürgerInnen, die Bibliotheken nicht nutzen, von diesen haben.

Soll und will man daran etwas ändern und falls ja, in welcher Form kann dies geschehen – darum dreht sich der diesmalige Bibchat-Abend.

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr im Vorfeld entweder Personen aus eurem Twitter-Umfeld für den Abend gewinnen könntet oder euch auch in eurem Familien- und Freundeskreis vorab erkundigt, woran es liegt, dass diese keine Bibliotheken (mehr) nutzen.
Dabei muss einem bewusst sein, dass dies „nur“ Informationen aus dem jeweils eigenen bzw. umliegenden Milieu sind und andere, die wir nicht persönlich kennen, wieder außen vor bleiben.

Aber wie immer soll dieser Abend nur als Anregung verstanden werden, sich mit dem Thema etwas intensiver auseinanderzusetzen und vielleicht in die berufliche Situation einzubringen und/oder sich ggf. mit anderen weiter zuvernetzen, die hier schon mehr Vorkenntnisse oder weiterführende Informationen haben.

Der Abend wird durch folgende Einzelfragen strukturiert:

F1 Aus welchen Gründen geht ihr bzw. eure Freunde/Bekannte nicht (mehr) in Bibliotheken?

F2 In drei Adjektiven: Welches Bild haben NichtnutzerInnen von einer öffentlichen Bibliothek?

F3 Was müsste eine Bibliothek bieten, damit sie attraktiver wird und bisherige Nichtnutzer sie besuchen?

F4 Welche Bevölkerungsgruppen besuchen eher weniger die Bibliothek? Warum? Lässt sich das ändern?

F5 Mit welchen konkreten Angeboten konnten Bibliotheken zuletzt neue Nutzer gewinnen?

F6 Welche Ideen/Anregungen habt ihr noch zum Thema?

F7 Im Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit: Themenvorschläge für den nächsten #BIBchatDE?

Zum Thema gibt es eine repräsentative Nichtnutzungsstudie aus dem Jahr 2012 von DBV und Stiftung Lesen.

Einzelne Punkte/Ergebnisse daraus, die für unseren Bibchat-Abend interessant sein könnten, seien hier aufgeführt:

Einflussfaktoren über die Gründe von Nichtnutzung von Bibliotheken:

Ein typischer ehemaliger Nutzer

  • ist überdurchschnittlich häufig männlich
  • ist überdurchschnittlich häufig im berufstätigen Alter und formal hoch gebildet
  • hat überdurchschnittlich häufig keine Kinder im Haushalt
  • hat überdurchschnittlich häufig in der Kindheit keine Bibliothek mit den Eltern besucht
  • bezieht seine Bücher vergleichsweise häufig über das Internet

Ein typischer Nichtnutzer

  • ist überdurchschnittlich häufig männlich
  • ist überdurchschnittlich häufig 60 Jahre und älter
  • hat überdurchschnittlich häufig keine Kinder im Haushalt
  • hat überdurchschnittlich häufig in der Kindheit keine Bibliothek mit den Eltern besucht
  • hat ein geringeres Interesse an jeglicher Art von Büchern und liest weniger, wendet sich auch anderen Medien weniger häufig zu
  • interessiert sich überdurchschnittlich für praktische Alltagsfragen und unterdurchschnittlich für Themen, mit denen Bibliotheken klassisch in Verbindung gebracht werden wie Weiterbildung, Kunst, Literatur, Wissenschaft

Die Mehrheit der Nichtnutzer und ehemaligen Nutzer hat keine tiefsitzenden negativen Vorstellungen von Bibliotheken. Das Image ist damit kein zentraler Grund für Nichtnutzung. Dies bedeutet auch, dass eine reine Imagekampagne nur sehr bedingt ehemalige Nutzer zurückbringen bzw. Nichtnutzer zu Nutzern machen dürfte.

Gründe für Nicht-Nutzung:

  • Persönliche (selber kaufen, keine Zeit, lese nicht)
  • Angebot (nichts für mich dabei, bekomme ich anderswo schneller, Veranstaltungen interessieren mich nicht) und Rahmenbedingungen der Bibliothek (Räumlichkeiten und Öffnungszeiten)
  • Am seltensten als Grund wird die negative Begegnung mit Mitarbeitern genannt

Was sind erfolgsversprechende Maßnahmen?

Unter ehemaligen Nutzern haben die Einrichtung einer Cafeteria, die Lieferung von Medien nach Hause, ein altersgerechtes und attraktives Veranstaltungsangebot sowie eine Erweiterung der Öffnungszeiten ein gutes Potenzial, diese Gruppe wieder zu gewinnen. Bei Nichtnutzern hingegen lassen sich keine Maßnahmen identifizieren. Vor diesem Hintergrund wird der Stellenwert der frühen Sozialisation mit Bibliotheken deutlich. Kooperationen mit Kindergärten und Schulen, aber auch niederschwellige Events, die Eltern einen Anreiz geben, mit ihren Kindern eine Bibliothek zu besuchen, etablieren und festigen Bibliotheken als Teil der Lebenswelt von Kindern. 14- bis 19-Jährige Nichtnutzer sind mit Maßnahmen zu erreichen, die das elektronische, digitale Angebot von Bibliotheken ausbauen und verbessern. Hierin liegen sicher auch Potenzial, 14- bis 19-Jährige auch über die Schulzeit hinaus an Bibliotheken zu binden.

Und als abschließende Anekdote am Rande ist in diesem Zusammenhang Andre Walkers Twitter-Aufruf „Nobody goes to library anymore . Close the public ones“, der über 100 000 Antworten generierte, die man überwiegend als Shitstorm bezeichnen kann und den der House-of-Commons-Abgeordneter wohl in der Form nicht erwartet hat.

Abstimmung für den 8. #BIBCHATDE

Hier könnt ihr nun wieder abstimmen für das Thema des 8. #BIBchatDE am 06.11.2017.

Bitte den Tweet, der Dein Wunschthema enthält, einfach faven (bis Sonntag, 22.10.2017):

Unser Rückblick auf den 7. #BibChatDE

 

Die Oktober-Ausgabe des BibChat war wieder einmal gut besucht. Mit etwa 60 Twitter-Nutzern haben wir uns dem Thema „Bibliotheken und Soziale Medien – Vernetzung in der Filterblase oder wirklicher Mehrwert für die Nutzer? widmen. Es wurden fast 500 Tweets und ReTweets veröffentlicht und wir konnten es immerhin auf Platz 3 der Deutschland-Trends schaffen. Dem Thema angemessen, kam man miteinander ins Gespräch und hat nicht nur die eigene Sicht geschildert. Insbesondere über die  Social Media Auftritten der Kolleg*innen der Büchereien Wien wurde sehr kontrovers diskutiert. Einige Stimmen dazu findet Ihr hier und hier. Eine noch größere Auswahl mit Tweets zu allen Fragen findet Ihr auf Storify unter: https://storify.com/BIBChatDE/7-bibchatde/

Die am meisten verwendeten Sozialen Netzwerke sind Facebook, Twitter und Instagram. Das Bibliotheksblog gehört wohl auch dazu, wurde von vielen aber erst im zweiten Tweet genannt. Dienste wie Snapchat, Pinterrest und WhatsApp wurden zwar erwähnt, sind aber nicht so sehr verbreitet. Als besonders gute Auftritte wurden z.B. @buechereiwien oder @slubdresden auf Twitter; der Instagram-Auftritt der @stabi_erlangen; oder auch die Facebook-Auftritte der Bücherschubsen und der Stadtbücherei Bad Salzuflen genannt. Bei den Bücherschubsen handelt es sich um einen Verbund von drei Bibliotheken aus den Gemeinden Enger, Hiddenhausen und Werther (NRW).

Die Social Media Auftritte von Bibliotheken dienen in aller Regel dem Netzwerken, der Sichtbarmachung der eigenen Arbeit, sowie der Begnung auf Augenhöhe mit den eigenen Kunden. Diese haben die Möglichkeit die Bibliothek(smitarbeiter) auf einer anderen Ebene kennenzulernen, hinter die Kulissen der Einrichtung zu schauen und direkter mit den Mitarbeiter*innen zu kommunizieren. Schnell und unkompliziert soll es sein. Als Problematisch wurde vor allem der (nicht vorhandene) Datenschutz gesehen. Die Nutzung von sensiblen Daten hat deshalb auch Auswirkungen auf die Dienstleistungen, die von Bibliotheken angeboten werden. Nicht alles was technisch möglich ist, wird auch umgesetzt. Wichtig ist hier, dass ein bewusster Umgang mit den persönlichen Daten wichtig ist. Die Teilnehmer haben es aber nicht als Ausschlusskriterium gesehen (was bei einer Diskussion auf einer Social Media Plattform nicht weiter überrascht). Die Arbeitsbelastung zur Betreuung verschiedener Plattformen, sowie die Erwartung, dass die Mitarbeiter immer direkt reagieren, wurden kritisch angemerkt.

An dieser Stelle nochmals einen ganz herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ich bin schon auf das Thema des nächsten Chats gespannt.

ANKÜNDIGUNG 7. #BIBCHATDE AM 02.10.2017

Ihr habt wieder einmal entschieden. In diesem Monat soll uns das Thema Soziale Medien beschäftigen. Genauer gesagt, die Frage: Bibliotheken und Soziale Medien – Vernetzung in der Filterblase oder wirklicher Mehrwert für die Nutzer?

Bevor wir uns der Vorbereitung des nächsten Chats widmen, möchte ich noch Nathalie Funda (@Nafunda) in den Reihen des Moderationsteams willkommen heißen. Nathalie studiert derzeit Bibliothekswissenschaft (BA) an der TH Köln und ist Euch sicher bereits als besonders aktive Twitterin bekannt.

Nun zum bevorstehenden Chat. Ich find es sehr spannend, dass wir uns auf Twitter über Sinn und Unsinn der Nutzung von Sozialen Medien in den Bibliotheken unterhalten werden. Mit Soziale Medien bezeichnen wir „Medien, in denen Internetnutzer Meinungen, Eindrücke, Erfahrungen oder Informationen austauschen und Wissen sammeln“ (Definition nach Onlinemarketing-Praxis)

Laut aktuellem Social-Media-Atlas* nutzen 76% der Deutschen mit Internet-Zugang Soziale Medien wie Youtube, Facebook, Twitter und vergleichbare Plattformen. Ist das schon Grund genug für Bibliotheken auf Sozialen Plattformen aktiv zu sein? Zahlreiche Bibliotheken sind bereits in den Sozialen Medien zu finden. Es werden persönliche Geschichten geteilt, Einblicke hinter die Kulissen gewährt, Wissen vermittelt. Es werden aber auch urbibliothekarische Angebote gemacht. Die New York Public Library empfiehlt beispielsweise per Tweet und halbstündigen Live-Videos auf Facebook Bücher. Aber ist es das, was unsere Besucher wollen? Oder was wir wollen? Wie lauten unsere Ziele und wie verwirklichen wir diese? Gelingt es uns, neue Kontakte zu knüpfen oder sprechen wir nur untereinander? Darum soll es am kommenden Montag gehen. Wir freuen uns auf Euch.

Hier die Fragen des 7. #BibchatDE:

  • F1: Welche Plattformen nutzt Ihr beruflich oder privat? Welche Bibliotheksauftritte findet Ihr gelungen?
  • F2: Welche Ziele verfolgt ihr mit euren Social-Media-Angeboten?
  • F3: Wo liegt der Mehrwert für Nutzerinnen und Nutzer?
  • F4: Wo liegt der Mehrwert für Euch?
  • F5: Was spricht gegen die Nutzung von Sozialen Medien als Bibliothek? Wo seht Ihr Grenzen von bibl. Angeboten auf Sozialen Medien?
  • F6: Wie kann Vernetzung außerhalb der Bibliothekswelt gelingen?
  • F7: Im Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit: Themenvorschläge für den nächsten #BIBchatDE?

Eine Liste deutschsprachiger Bibliotheken mit Konten auf Facebook, Twitter und Google+ findet Ihr auf http://bibcharts.eu/

*Für den aktuellen Social-Media-Atlas wurden 3.500 nach Alter, Geschlecht und Bundesland repräsentative Internetnutzer ab 14 Jahren in Form eines Online-Panels zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Die Studie wird seit 2011 jährlich von Faktenkontor   und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF – Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt. Eine Infografik mit den Ergebnissen findet Ihr unter: http://www.faktenkontor.de/corporate-social-media-blog-faktzweinull/wie-social-media-geil-ist-deutschland/ 

ABSTIMMUNG FÜR DEN 7. #BIBCHATDE

Hier könnt ihr nun wieder abstimmen für das Thema des 7. #BIBchatDE am 02.10.2017.
Wir haben diesmal auch Themen ausgewählt, die es bei den letzten Abstimmungen nur auf den 2. Platz geschafft haben.

Bitte den Tweet, der Dein Wunschthema enthält, einfach faven (bis Sonntag, 24.09.2017):

UNSER RÜCKBLICK AUF DEN 6. #BIBCHATDE

Im 6. Bibchat stand das Thema Arbeit 4.0 im Fokus. Wir haben die Diskussion wieder in einem Storify übersichtlich zum Nachlesen aufbereitet.

Es wurde insgesamt mit 63 Teilnehmer*innen kontrovers diskutiert und auf die Fragen und untereinander gab es bei Twitter 197 Antworten. Es waren wieder überwiegend Leute aus der Öffentlichen Bibliotheken dabei. Wir würden uns gern noch mehr „BIBchatter“ aus wissenschaftlichen Bibliotheken wünschen. Auch einige Nutzer haben sich beteiligt. Das liegt uns sehr am Herzen und freut uns sehr. Vielen Dank dafür! Insgesamt wieder eine tolle Diskussion, die diesmal auch kontrovers geführt wurde.

Denn der #Bibchatde startete gleich damit, dass einige Twitterer eine Definition von Arbeit 4.0 vermisst haben und sich nicht sicher waren, worüber sie diskutieren sollten. Uns zeigte sich dabei eben genau der Prozess, in dem wir stecken, wo Unsicherheiten herrschen, weil derzeit so viel in Veränderung stattfindet.

Für viele bedeutet Arbeit 4.0 in der direkten Erfahrung in den Bibliotheken heute digitaler Informationsfluss und digitale Informationsvermittlung, ebenso aber auch Personalabbau durch Automatisierung oder die Öffnung der Bibliothek für fachfremde Mitarbeiter*innen. Insbesondere die neue Aushandlung des Verhältnisses von Freizeit-Arbeit-Familie wurde angesprochen, eine Problemstellung, die sicher nicht nur in Bibliotheken durch die Digitalisierung aufgekommen ist. Eine Veränderung der Team-Zusammenarbeit oder gar „Digital Leadership“ wurde nicht stark thematisiert – hier ergab sich aus der Diskussion der Eindruck, dass hier noch viel Nachholbedarf in den Bibliotheken besteht.

Ganz praktische Fragen und Wünsche waren, den Dienstkalender z.B. auch extern nutzen zu können und die digitale Kommunikation in der Bibliothek zu verbessern. Ebenso eine stärkere Partizipation von Nutzerinnen und Nutzern und auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es wurde angemerkt, dass derzeit mehr neue Aufgaben dazukommen und zu wenig, alte Aufgaben wegfallen. Eine Aufgabenkritik in den Bibliothek scheint überfällig.

Bei der Frage, welche Tätigkeiten in Bibliotheken wegfallen sollten, herrschte viel Übereinstimmung, „klassische“ Dienstleitungen wie Katalogisierung und Systematisierung zusammenzulegen, zu vereinfachen und zu zentralisieren – das sollte jede Bibliothek nicht mehr unbedingt selbst machen.

Bei der Frage nach einer weiteren Automatisierung über rein mechanische Tätigkeiten hinaus, wurden Automatisierungen im Kundenservice im Kontakt mit Menschen eher kritisch gesehen. Bei dem Vorschlag, Systeme wie Siri oder Alexa im Kundenservice für orientierende Fragen zu nutzen, herrschte eine kontroverse Diskussion auch bezogen auf die Datensicherheit.Das Thema Arbeit 4.0 war einigen auch zu komplex und die Diskussion „zu schwammig“, es wurde angemerkt, dass viel Hintergrundwissen für dieses Thema notwendig sei – das vielleicht gar nicht alle hätten.

Abschließend möchten wir euch noch mal auf unser Bibchat-Archiv hinweisen. Es enthält Tweets, die mit dem Hashtag #BIBchatDE veröffentlicht wurden. Ihr könnt den Zeitraum eingrenzen und nach Themen oder Nutzern recherchieren. Vielen Dank Dirk Ehlen für das Einrichten! Es hat mir die Auswertung des Chats sehr erleichtert.


Die Themenauswahl für den nächsten 7. BIBchatDE am 2. Oktober folgen in Kürze.

Arbeit 4.0 – Wie verändert sich die Arbeitswelt für Bibliotheksmitarbeiter*innen?

Das Abstimmungsergebnis für die Themenwahl war sehr eindeutig und zeigt, wie sehr das Thema „Arbeit 4.0“ die Mitarbeiter*innen Bibliotheken beschäftigt.
Die Digitalisierung verändert nicht nur die Bibliothek für die Nutzer*innen, sondern auch für die Mitarbeiter*innen in den Bibliotheken, was auch Auswirkungen auf die Angebote der Bibliotheken haben wird. Doch was bedeutet Arbeit 4.0 eigentlich wirklich? Was ändert sich tatsächlich? Wo stehen wir überhaupt?
Das letzte Heft von „Buch und Bibliothek“ machte die Arbeit 4.0 zum Aufmacher und beleuchtet viele Aspekte. Unlängst berichtete die FAZ, dass in der Deutschen Nationalbibliothek die inhaltliche Erschließung von Büchern mittels künstlicher Intelligenz erfolgen soll. Schlagwörter wie „Digital Leadership“ (Führen in Zeiten der Digitalisierung) werden in die Diskussion geworfen. „Arbeitswelten der Zukunft“ ist auch Thema des Wissenschaftsjahres 2018, und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat ein Grünbuch „Arbeit 4.0“ veröffentlicht – „Arbeit 4.0“ ist ein drängendes Thema.

Wir wollen im nächsten BIBChat diskutieren, wie sich die Arbeit in Bibliotheken in den nächsten Jahren an die Herausforderungen und Möglichkeiten der digitalen Welt anpassen wird und muss.

Uns geht es einmal mehr darum, sich dem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu nähern, Erfahrungen und Meinungen auszutauschen und Anregungen der Twitter-Community einzuholen und Impulse für eine weiterführende Diskussion zu setzen. Wir hoffen: Ihr seid wieder dabei!

Lesetipps vorab:

„Grünbuch Arbeit 4.0 – Arbeit weiter denken“ des BMA
www.arbeitenviernull.de/dialogprozess/gruenbuch.html

Arbeit 4.0: BIB-Foren auf der Frankfurter Buchmesse http://www.bib-info.de/…/Buchme…/Buchmesse-Flyer2016.pdf

Automatisierte inhaltliche Erschließung bei der Deutschen Nationalbibliothek:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/maschinen-lesen-buecher-deutsche-nationalbibliothek-setzt-auf-technik-15128954.html

Schwerpunkt „Buch und Bibliothek“ Arbeit 4.0
http://b-u-b.de/arbeit-4-0/

Veränderte Rollen/Arbeitsweisen in der Bibliothek
http://www.netzpiloten.de/bibliothek-makerspace-coworking-digitalisierung/

Erläuterung „Digital Leadership“
https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Leadership)

Leben in Städten der Zukunft
https://www.morgenstadt.de/

Die Fragen beim BIBChat zur Vorbereitung:

F1 Welche stärkste Veränderung habt Ihr selbst bereits in der Bibliotheksarbeit 4.0 wahrgenommen? Auch als Nutzer?

F2 Die Digitalisierung verändert die Zusammenarbeit von Teams. Wie und wodurch sollte das geschehen? Ist „Digital Leadership“ ein Thema?

F3 Nicht nur mechanische Tätigkeiten (wie z.B. RFID) werden in Zukunft automatisiert. Welche inhaltliche Automatisierung kannst du dir vorstellen?

F4 Nun mal konkret: Welche Tätigkeiten in Bibliotheken werden immer noch überwertetet und könnten automatisiert werden bzw. ganz wegfallen?

F5 Wie agieren (agile) Nutzer*innen in der Arbeitswelt 4.0? Was erwarten Sie von der (agilen) Bibliothek? Und was nicht (mehr)?

F6 Bei allen positiven „Prophezeiungen“ von Veränderung durch die Digitalisierung: Welche Vorteile und welche Nachteile seht ihr?

F7 Welche Anregungen, Fragen hast du noch zum Thema?

F8 Im Hinblick auf die fortgeschrittene Zeit: Themenvorschläge für den nächsten #BIBchatDE?

ABSTIMMUNG FÜR DEN 6. #BIBCHATDE

Hier könnt ihr nun wieder abstimmen für das Thema des 6. #BIBchatDE am 04.09.2017 – Bitte den Tweet, der Dein Wunschthema enthält, einfach faven (bis Freitag, 18.08.2017):

UNSER RÜCKBLICK AUF DEN 5. #BIBCHATDE

Im 5. Bibchat stand das Thema Bibliothek als Ort im Fokus.

Wir haben die Diskussion wieder in einem Storify übersichtlich zum Nachlesen aufbereitet. Es enthält auch einige weiterführende Informationen und Links.

Trotz Urlaubszeit war der Chat gut besucht. Über 70 haben mitgemacht. Es waren wieder überwiegend Leute aus der ÖB-Community dabei. Wir würden uns gern noch mehr Beteiligung aus wissenschaftlichen Bibliotheken wünschen. Auch einige Bibliotheksnutzer haben ihre Meinung geäußert. Das liegt uns sehr am Herzen. Vielen Dank dafür!

Was macht die Bibliothek als Ort attraktiv? Neben gutem Raumklima, Licht, WLAN, Kaffee, Ruhezonen und funktionierender Technik, ist es vor allem die gelebte Willkommenskultur seitens der Beschäftigten, die zur Wohlfühlatmosphäre beiträgt. Vielerorts fehlt es jedoch an ausreichenden Kapazitäten für eine Ausweitung der Öffnungszeiten. Dies führt dazu, dass die Menschen, die sich in den teils gut ausgestatteten „öffentlichen Wohnzimmern“ aufhalten wollen, häufig vor verschlossenen Türen stehen. Können servicefreie Zeiten eine Lösung sein? Viele ziehen eine offene Bibliothek ohne Fachpersonal einer geschlossenen Bibliothek vor. Es gibt aber auch Gegenstimmen. Vor allem die Sonntagsöffnung wird kontrovers gesehen.

Vielfältige Veranstaltungen für alle Altersklassen prägen den Ort Bibliothek. Auf die klassische Autorenlesung will – zumindest in großen Bibliotheken – kaum jemand verzichten, weil sie einzigartige Autoren-Begegnungen ermöglicht. Daneben werden auch andere Formate ausprobiert: vom Krimidinner bis zum literarischen Spaziergang. Mitmachwerkstätten oder Repair-Cafés bieten Raum für kreatives Tun. Sie werden idealerweise von „Experten“ aus der Gemeinschaft betrieben. Die Bibliothek kann sich gemeinsam mit weiteren Institutionen auch als Ort für den gesellschaftlichen Diskurs positionieren, indem sie in Veranstaltungen einen Austausch zu Themen wie Citizen Science, Fake News, Digitaler Wandel, Informationskompetenz oder Migration ermöglicht.

Wie können die Menschen vor Ort bei der Gestaltung der Bibliothek beteiligt werden? Vom Ideenboard bis zu Gesprächsgruppen reichen die Vorschläge. Die Bibliothek kann die Leute auch bitten, per Foto den schönsten und scheußlichsten Ort der Bibliothek zu dokumentieren. Unabhängig von der verwendeten Methode geht es darum, Beteiligung auch Taten folgen zu lassen und die Bibliothek, im Rahmen ihres Auftrags und unter Berücksichtigung der Nutzerbedürfnisse weiterzuentwickeln.

Abschließend möchten wir euch noch mal auf unser Bibchat-Archiv hinweisen. Es enthält Tweets, die mit dem Hashtag #BIBchatDE veröffentlicht wurden. Ihr könnt den Zeitraum eingrenzen und nach Themen oder Nutzern recherchieren. Vielen Dank Dirk Ehlen für das Einrichten! Es hat mir die Auswertung des Chats sehr erleichtert.

Die Themen für den nächsten 6. BIBchatDE am 4. September folgen in Kürze.